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Neues Schießausbildungskonzept (neuesSAK) mit alten Reservisten?




MUNSTER   —   Junger Wein in alten Schläuchen, kann so etwas gelingen?  Nach dieser Weisheit beübten sich zehn Reservisten und ein aktiver Kamerad im Alter von 29 bis 55 Jahren der Dienstgrade Oberfähnrich bis Oberstleutnant der Panzerlehrbrigade 9 (PzLehrBrig 9) im neuen Schießausbildungskonzept (neuesSAK).
Im Zeitraum vom 21.09. – 02.10.2015 absolvierten die elf Kameraden den Lehrgang „neuesSAK Modul 1“ und erlernten die Grundlagen des Nahbereichsschießens.

 

Mit der Brust zum Feind – Gänzlich anderes Schießkonzept als bei G3 und P1
Im Gegensatz zu früher baut das neue Schießausbildungskonzept auf dem Schießen aus der Patroullie auf. Daher sind Patroullienstellung und Kontaktstellung die bestimmenden Kommandos auf der Schießbahn. Kontaktstellung wird eingenommen, kurz bevor der Schütze schießt.  Um einen stabileren Stand zu bekommen, stehen die Füße hüftbreit parallel zueinander, die Beine gebeugt und der Oberkörper neigt während der Schussabgabe leicht nach vorne. Dabei steht der Soldat mit der Front zum Feind, denn im Brustbereich bietet die eigene SK 4 Schutzweste den bestmöglichen Schutz. Ebenfalls unterstützt die dort aufgebaute Körperspannung bei den in Nahbereich standartmäßigen Doppelschüssen. In der Kontaktstellung ist die Schulterstütze des G 36 mittig im Brustbereich angesetzt. Nur mit dem Anheben des Gewehrlaufs bildet dann das Auge über das Reflexvisier eine Linie zum Ziel. Dadurch ist eine schnellere Feindbekämpfung möglich.


   Einweisung in das neue Schießausbildungskonzept

 

Mehr Verantwortung für den Einzelschützen
Nicht nur die Schießtechnik hat sich verändert, sondern auch im „Schulschießen“ hat sich einiges geändert. Jeder Soldat ist für seine Munition, die er vor Schießbeginn geschlossen empfängt verantwortlich d.h. er befüllt seine Magazine, auch in den „Gefechtspausen“, selbstständig. Die Sicherheit wird durch die vier Sicherheitsregeln sowie durch die neu eingeführte Persönliche Sicherheitskontrolle (PSK) sichergestellt. Dabei prüft der Schütze selbständig: Sicherung, Patronenlager, Magazin, Mündungsfeuerdämpfer und die Visiereinrichtung.

 

„Üben Übt“
Dank der versierten und äußerst motivierenden, ruhig auftretenden Ausbilder konnte das Lehrgangsziel bereits zwei Tage früher erreicht werden.
Nach insgesamt  5.400 Stück 5,56 x 45 mm G36 und 6.300 Stück 9 x 19 mm P8 beendeten die Kameraden mit vielen neuen Eindrücken den Lehrgang „neuesSAK Modul 1“ erfolgreich.
Die beiden Schießwochen haben alle Soldaten bei sonnigen Schießwetter auf der Schießbahn Munster Süd viel Freude bereitet.

 

Text: Ralf-Peter Stechert
Fotos: Heer / Dr. Tobias Wollny

Bild oben:
Gruppenaufnahme

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