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Neujahrsempfang und Schnelle Eingreiftruppe




General Ullrich Spannuth beim Vortrag.

General Ullrich Spannuth (li.) und Oberbootsmann d.R. Olaf Rietenberg (re.).

Meinsen/Warber  —  Der Neujahrsempfang der Reservistenkameradschaft Meinsen/Warber/Rusbend ist stets Startpunkt eines jeden Jahres im Veranstaltungsreigen der Kreisgruppe Weserbergland. RK-Vorsitzender Oberbootsmann d.R. Olaf Rietenberg konnte im Meinser Feuerwehrgerätehaus unter den Gästen Bückeburgs stellvertretenden Bürgermeister Horst Schwarze, den Ortsbürgermeister von Meinsen/Warber, Dieter Wilharm-Lohmann, sowie Stabsfeldwebel a.D. Klaus Harmening, Ortsbürgermeister von Rusbend und RK-Mitglied, begrüßen. Auch Ortspastor Ulrich Hinz und Oberststabsfeldwebel d.R. Dirk Merten, 1. Stv. Vorsitzender der Landesgruppe Niedersachsen sowie Kreisvorsitzender Hauptfeldwebel d.R. Ernst Nitschke hatten es sich nicht nehmen lassen zu erscheinen.

In ihren Grußworten betonten alle Redner die gute Arbeit der Reservisten für die Dorfgemeinschaft. Gespannt warteten die fast 70 Anwesenden auf den Vortrag von General Ullrich Spannuth, Kommandeur der Panzerlehrbrigade 9, Munster. Den es nicht ganz zufällig nach Schaumburg geführt hatte. Als gebürtiger Rusbender sozusagen mit Heimvorteil. 1984 bei der Panzertruppe in die Bundeswehr eingetreten, führte ihn sein Weg u.a. über die UN in New York bis ins BMVg nach Berlin. Vor einem Jahr berichtete er über das neue Weißbuch der Bundesregierung, nun natürlich über seine Brigade und deren Auftrag. 2016 wurde festgelegt, daß sie als erster Großverband des Deutschen Heeres als „Schnelle Eingreiftruppe der NATO 2019“ eingesetzt werden soll. Mit eindeutigem Schwerpunkt Baltikum, aber theoretisch auch in anderen Weltregionen einsetzbar. Ausfluss des NATO Gipfels von Wales im Jahr 2014 und als Reaktion auf die Besetzung der Krim durch „Grüne Männer“ und den Konflikt in der Ost-Ukraine. Ziel ist es Abschreckung zu produzieren und den baltischen NATO Mitgliedsstaaten Sicherheit gegen Rußland zu geben. Derzeit hat Italien diesen Auftrag.

Die 5500 Soldaten der Bundeswehr werden seit zwei Jahren vorbereitet, im Oktober mit einer maritimen Verlegeübung nach Norwegen. 15 RORO Schiffe werden allein benötigt um deren Fahrzeugen zu transportieren. Dazu stoßen noch 3000 Angehörige der norwegischen, niederländischen, französischen, luxemburgischen, lettischen und litauischen Streitkräfte. Alle unter dem Kommando der deutschen Brigade. Ein enormer Aufwand an Geld, Personal und Material. Seine Brigade sei deshalb auf die Unterstützung der gesamten 1. Panzerdivision angewiesen, so der General. „Sicherheitspolitik nach Kassenlage ist nicht unbedingt der Weisheit letzter Schluß“, so seine Folgerung. 2023 soll die dann beauftrage Brigade in der Lage sein dies aus eigener Kraft zu stemmen. Deshalb gebe es die Trendwende Finanzen, Personal und Material. 2019 stehe dann seine Brigade in der Pflicht, mit einer Verlegebereitschaft von 48 Stunden bis zu sieben Tagen, sozusagen aufgefahren hinter dem Kasernentor. Eine hohe Belastung für die beteiligten Soldaten und eine enorme Herausforderung für den Brigadestab und seinen Kommandeur Ullrich Spannuth. Der mit seinem Vortrag die Zuhörer in den Bann zog und einen tiefen Einblick in die Komplexität der Aufgabe ermöglichte.

Text und Fotos: Christian Günther

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