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Oberst Dirk Waldau übernimmt Kommando von Kapitän zur See Berend




Kapitän zur See Berend Burwitz (li.), Ministerpräsident Stephan Weil (Mitte) und Oberst Dirk Waldau (re.) während der Kommandoübergabe

Foto: Bundeswehr/Thorsten Bohlmann

Ministerpräsident Stephan Weil während der Ansprache bei der Kommandoübergabe

Foto: Bundeswehr/Thorsten Bohlmann

Kapitän zur See Berend Burwitz

Foto: Bundeswehr/Thorsten Bohlmann

Kommandoübergabe

Foto: Bundeswehr/Thorsten Bohlmann

Kommandoübergabe

Foto: Bundeswehr/Thorsten Bohlmann

Kapitän zur See Berend Burwitz und Nachfolger Oberst Dirk Waldau

Foto: Bundeswehr/Thorsten Bohlmann

Kommandoübergabe

Foto: Bundeswehr/Thorsten Bohlmann

Kommandoübergabe

Foto: Manfred Schreiber

In einer Pferdekutsche, eskortiert von vier Reitern der Polizei, ging es für den ehemaligen Kommandeur nach der Kommandoübergabe von der Kurt-Schumacher-Kaserne über die Hans-Böckler-Allee in Richtung Stadtwald Eilenriede.

Foto: Manfred Schreiber

  • Von Reservistenverband / Pressemitteilung des LKdo NI
  • 08.04.2021
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Das Landeskommando Niedersachsen hat einen neuen Kommandeur: Kapitän zur See Berend Burwitz (64) hat das Kommando am 29. März 2021 in Hannover an Oberst Dirk Waldau (57) übergeben.

Im Rahmen eines militärischen Appells in der Kurt-Schumacher-Kaserne, der Corona-bedingt nur im kleinen Rahmen stattfand, vollzog Generalmajor Carsten Breuer, Kommandeur des Kommandos Territoriale Aufgaben der Bundeswehr, der nächsthöheren Kommandobehörde mit Sitz in Berlin, den Akt offiziell.

Für Kapitän Burwitz endet nicht nur seine Dienstzeit in Hannover – er wurde nach rund 46 Jahren Bundeswehr in den Ruhestand verabschiedet.

Burwitz war seit Juli 2017 Kommandeur des Landeskommandos. „Die Zeit war überaus anspruchsvoll”, sagte er, “eine besondere Herausforderung war und ist ohne Zweifel die Bewältigung der Pandemie.” Seit Mitte März 2020 koordiniert das Landeskommando die Amtshilfe im Bundesland: Mehr als 500 Amtshilfeersuchen sind abgeschlossen; rund 150 Einsätze – u.a. Kontaktnachverfolgung, Schnelltests und Impfkampagne – laufen derzeit.

Ministerpräsident Stephan Weil betonte die hervorragende Zusammenarbeit mit dem Land Niedersachsen in besonders schwierigen Zeiten: „In der Corona-Bekämpfung ist das Landeskommando seit Längerem beispielhaft engagiert. Dafür meinen herzlichen Dank an alle Beteiligten. Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit mit Oberst Waldau! Gemeinsam werden wir die vor uns liegenden Herausforderungen meistern.“

Er habe sich am Dienstort Hannover sehr wohl gefühlt, so Burwitz, „die Jahre hier waren sehr erfüllend. Nur wenige Dienststellen bieten ein derart breites Spektrum.“ Persönlich am Herzen gelegen habe ihm die Zusammenarbeit mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Er bedankte sich bei den Angehörigen des Landeskommandos und auch bei seinem wichtigsten Ansprechpartner, dem Niedersächsischen Ministerium für Inneres und Sport. Im Landkreis Cuxhaven wollen Burwitz und seine Frau jetzt sesshaft werden. Das Haus herrichten, ehrenamtliches Engagement und Reisen stehen für die Zukunft an. Burwitz: „Wir hoffen, dass wir bald wieder die Gelegenheit zum Reisen haben. Die USA kennen wir sehr gut, in Deutschland besteht Nachholbedarf!“

Auf seine neue Aufgabe als Kommandeur – und damit zugleich Standortältester Hannover – freut sich Oberst Waldau: Von 2016 bis 2019 war er Kommandeur der Schule für Feldjäger und Stabsdienst der Bundeswehr in Hannover und kennt die Landeshauptstadt bereits gut. Zuletzt war Waldau stellvertretender Kommandeur des Ausbildungszentrums Munster. Auslandseinsätze führten ihn nach Bosnien und Herzegowina (2000) und Afghanistan (2005, 2012).

Hintergrund: Das Landeskommando Niedersachsen

Das Landeskommando Niedersachsen ist erste Ansprechstelle für Zivil-Militärische Zusammenarbeit: Hochwasser, Waldbrände, Pandemielage – bei Notlagen kommt die Bundeswehr auch im Inland zum Einsatz. Wie sie unterstützen kann, dazu berät das Kommando mit Sitz in der Kurt-Schumacher-Kaserne in Hannover Landesregierung, Landkreise und Behörden.

Neben Einsatzkräften kann die Bundeswehr zum Beispiel Bergepanzer, Hubschrauber zur Brandbekämpfung, aber auch Unterkünfte wie zur Flüchtlingskrise oder Zelte für Rettungskräfte bereitstellen. Zur Koordination greift das Landeskommando Niedersachsen auf ein Netzwerk von fast 60 Verbindungskommandos von der Küste bis zum Solling zurück. Diese sind mit regional ansässigen Reservisten besetzt und in den zivilen Katastrophenschutzstäben Schnittstelle zum Militär.

Die Reservistenarbeit ist eine weitere Aufgabe des Landeskommandos. Ehemalige Soldaten können sich neben den Verbindungskommandos unter anderem in den Regionalen Sicherungs- und Unterstützungskompanien des Landeskommandos in Holzminden, Lüneburg und Wittmund aktiv in die Truppe einbringen. Diese werden im Heimatschutz, beim Bewachen von Kasernen, zur Unterstützung bei Katastrophen und Großprojekten eingesetzt. Die Arbeit mit Ehemaligen – die nicht aktiv sind, aber im Reservistenverband organisiert – koordiniert ebenfalls das Landeskommando. Seit 2019 bietet es gemeinsam mit dem Verband Freiwilligen ohne Truppenerfahrung die Möglichkeit einer militärischen Ausbildung.

Alliierte und befreundete Streitkräfte unterstützt das Landeskommando auf ihrem Weg durch oder während Übungen in Niedersachsen (Host Nation Support). Dabei koordiniert es Marschrouten, Tankstopps und Unterkünfte.

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