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Oorlogsmuseum Overloon




Diorama mit Spitfire

Foto: Christian Günther

Panther

Foto: Ralf-Marten Zoeller

Monster-Schwimmtruck

Foto: Christian Günther

Bodenpersonal

Foto: Christian Günther

Wewelsburg

Foto: Christian Günther

Ein großes Museum für eine kleine Schlacht! Das Kriegsmuseum im niederländischen Overloon ist eine längere Anreise wert. Wenn alles gut läuft ist man aus dem Raum Bückeburg über die Autobahn nach gut drei Stunden vor Ort.

Der kurz hinter der deutschen Grenze bei Goch und nahe der Maas befindliche kleine Ort geriet im September 1944 in die Mühlen des II. Weltkrieges. Trotz des Fehlschlages der Luftlandung bei Arnheim gelang es den Alliierten einen schmalen Korridor bis nach Nimwegen zu bilden. Dieser sollte von den deutschen Truppen beseitigt werden, die sich in den Maasdünen von Overloon in Stellung brachten. Am 30. September wurden sie von einer amerikanischen Division angegriffen, die allerdings wegen schwerer Verluste bereits nach einer Woche von einer britischen abgelöst werden mußte. Diese eroberte am 14. Oktober nach vorausgegangen heftigen Artillerie- und Luftangriffen den Ort. Die Hinterlassenschaften dieser Wochen bildeten den Nukleus des Oorlogsmuseum, das sich heute in einem topmodernen Gebäude befindet. Dabei bilden nicht Panzer den Schwerpunkt, sondern die Fahrzeuge und das Gerät der Nachschub- und Instandsetzungstruppen. Vom riesigen Schwimmtruck über Panzertransporter, Abschleppwagen bis hin zu den unterschiedlichsten LKW- Klassen. Mit Masse amerikanischen Produktion. Dazu eine beeindruckende Sammlung von Munition und Fernmeldegeräten. Der geschichtliche Rückblick fehlt ebenfalls nicht, von der Mobilmachung Ende August 1939 bis hin zur Eroberung durch die Wehrmacht im Mai 1940. Ein weiterer Teil stellt den niederländischen Widerstand in der Besatzungszeit dar. Aus diesen Erfahrungen heraus entschlossen sich die Niederlande der NATO beizutreten und später Truppen in Norddeutschland zu stationieren. Diese Zusammenarbeit ist heute noch enger, die 43.(NL) Brigade ist in die 1.Panzerdivision in Oldenburg integriert, das Panzerbataillon 414 in Lohheide umfaßt eine niederländische Kompanie.

Auf dem Weg nach Nord Brabant machte die Reisegruppe aus dem Weserbergland einen Zwischenstopp auf der Wewelsburg bei Büren, in der Himmler eine Art Weihezentrum installiert hatte. Die Geschichte des dazugehörigen KZ wird dort ausführlich dargestellt. Die Schill-Kaserne in Wesel am Niederrhein diente als Nachtquartier, bevor sich die Gruppe unter der Leitung von Oberstleutnant d.R. Ralf-Marten Zoeller auf den Weg nach Overloon machte.

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