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Reservisten legen den Standort der ehem. Lagerkommandantenunterkunft frei.




Der Arbeitstrupp rückt an

Foto: Klaus–Gü. Langer

Die Arbeit beginnt

Foto: Klaus–Gü. Langer

Das Filmteam in Aktion

Foto: Klaus–Gü. Langer

Der Auftrag ist erfüllt

Foto: Klaus–Gü. Langer

  • Von Reservistenverband / Foto: Klaus–Gü. Langer
  • 23.06.2022
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Am 51. Arbeitseinsatz im fünfzehnten Jahr in Folge auf der Gedenkstätte Bergen-Belsen (GBB), wurden kürzlich an einem Wochenende zwölf Reservisten zu Mitarbeitern an dem internationalen Projekt „Houses of Darkness“ (HICE: „Houses of Darkness, Images of Contested European Memory“. Deutsch: Häuser der Finsternis, Bilder des umstrittenen europäischen Gedächtnisses).
Hierbei handelt es sich um ein Kooperationsprojekt mit zwei weiteren Gedenkstätten, nämlich Falstadsenteret in Norwegen und Westerbork in den Niederlanden.
Der Fokus ist bei diesem Projekt auf die Täter von damals gerichtet. Hierfür wurden als Schnittstelle die drei ehemaligen Wohnbereiche der Lagerkommandanten ausgewählt, die für weitere Aktivitäten dienen sollen, mit denen sich gerade ein junges Publikum dem Thema Täterschaft, z. B. als Kunstworkshops, Sommer Schools und einem digitalen Partizipationsangebot in Form einer App, annähern kann. Ziel hierbei ist es, das Publikum in den Austausch über Täterschaft zu bringen und darüber das Zusammengehörigkeitsgefühl in einem gemeinsamen europäischen Raum zu fördern. Gestaltet wird der filmische Beitrag aus Bergen-Belsen durch die Foto-Künstler Ana Zimelnik und Jakob Ganslmeier.

Aufgabe der Reservisten war es, den stark überwucherten Bereich des damaligen Wohnbereiches des Lagerkommandanten mit Trassierband abzugrenzen und dann den Innenbereich von jeglichem Bewuchs zu befreien. Begonnen wurde mit einem schmalen Zugang aus Richtung der Lager-Hauptstraße zu dem abseits gelegenen Bereich, der wieder sichtbar gemacht werden sollte. Diese gesamte Vorgehensweise wurde von den beiden Künstlern mit Filmkameras am Boden und aus der Luft (Drohne) begleitet.
Nachdem der abgesteckte Bereich von Bewuchs befreit war, wurden mehrere Beteiligte durch Jakob Ganslmeier vor laufender Kamera z. B. auch über die persönlichen Beweggründe interviewt, die dazu geführt haben, sich für diese jahrelange Tätigkeit für die GBB zur Verfügung zu stellen.

Das Filmteam hat den Teilnehmern zur Vorstellung ihres fertigen Filmes auf der Gedenkstätte, bei der sie auch anwesend sein werden, eine Einladung versprochen.
Nachdem dieser Auftrag abgearbeitet war, wurde die verbleibende Zeit genutzt, um einen weiteren kleinen Bereich eines Kiefernbestandes auszudünnen und so zur Pflanzung von weiteren Hainbuchen vorzubereiten. Auch diese Arbeiten wurden vom Filmteam mit der Kamera begleitet.

Zum Abschluss des Tagewerks trafen sich alle Beteiligten zu einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen und unter Beisein des Filmteams ließ man die gemeinsam erlebten Stunden noch einmal Revue passieren. Letztendlich musste dann doch ein Ende gefunden werden und so verabschiedete man recht herzlich das Künstlerpaar, auf die schon am Folgetag ein neues Unternehmen in Litauen wartete. Die uniformierten Teilnehmer freuten sich dann schon auf den nächsten anstehenden Termin am 01./02. Juli, wo dann auch ein geselliger Kameradschaftsabend mit Grillen und Kaltgetränken vorgesehen ist.

Weitere helfende Hände für diese gute Sache auf der Gedenkstätte sind herzlich willkommen und werden kameradschaftlich in die eingeschworene Gemeinschaft integriert. Ansprechstelle hierfür ist die Geschäftsstelle Celle im VdRBw e.V. Tel.: 05141- 43087; E-Mail: celle@reservistenverband.de

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