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Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober 2022




Die Nationalflagge Deutschlands – Symbol für Einigkeit und Recht und Freiheit

Foto: Alfred Claußen

Der ehemalige „Eiserne Vorhang trennte viele Jahre Deutsche von Deutschen

Archivfoto von Helmut Gleuel

Diese Zeichnung zeigt den Aufbau der ehemaligen innerdeutschen Grenze

Archivfoto aus einem Grenzmuseum von Helmut Gleuel

Heute erinnern Hinweisschilder wie hier in Stapelburg/Harz an die ehemalige innerdeutsche Grenze

Foto: Helmut Gleuel

Heute feiern wir in Deutschland den „Tag der Deutschen Einheit“. Vor rund drei Jahrzehnten – am 03. Oktober 1990, wurde die Herstellung der Einheit Deutschlands durch den Beitritt der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) zur Bundesrepublik Deutschland vollzogen und die als Folge des Zweiten Weltkrieges vier Jahrzehnte währende deutsche Teilung beendet.
Im Einigungsvertrag wurde der 3. Oktober zum gesetzlichen Nationalfeiertag in Deutschland bestimmt. Zuvor – von 1954 bis 1990 -galt in der Bundesrepublik der 17. Juni als „Tag der deutschen Einheit“. Dieser Tag galt der Erinnerung an den Arbeiteraufstand in der DDR vom 17. Juni 1953, welcher seinerzeit durch die DDR-Regierung unter Führung der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) mit Hilfe der Stasi (Ministerium für Staatssicherheit), der NVA (Nationale Volksarmee) und militärischen Kräften der damaligen Sowjetunion brutal niedergeschlagen wurde.

Erinnerungen an die ehemalige innerdeutsche Grenze – eine Mahnung für die Zukunft!
Während des sogenannten Kalten Krieges verlief mitten durch Deutschland die Grenze zwischen dem westlichen Militärbündnis NATO und den Mitgliedern des Warschauer Paktes unter Führung der damaligen Sowjetunion (UdSSR). Von der ehemaligen DDR-Grenze, die sich auf knapp 1394 Kilometer zwischen der fränkischen Stadt Hof im Nordosten von Bayern und der Ostsee entlang zog, ist heute kaum noch etwas zu sehen. Diverse Grenzmuseen, einzelne Wachtürme und oftmals der Kolonnenweg direkt am früheren Grenzzaun erinnern heute noch daran.
Die im Westen oft auch „Zonengrenze“ oder im SED-Jargon in Berlin „Antikapitalistischer Schutzwall“ genannte Grenzbefestigung mit der 1961 errichteten Mauer zwischen den beiden deutschen Staaten kostete viele Menschenleben, beeinflusste viele Menschenschicksale und verschlang beim Bau und für die Unterhaltung riesige Mengen an Finanzmitteln und Arbeitskraft, die an anderer Stelle eingespart werden mussten und bei der Entwicklung des Lebensstandards der Bevölkerung jahrzehntelang fehlten. Der Aufwand für diese Grenze verschlang große Mengen des vom Volk erwirtschafteten Staatsvermögens der DDR. Die Kosten für die Unterhaltung der DDR-Grenzanlagen und der Berliner Mauer betrugen rund 1,822 Milliarden DDR-Mark jährlich! Die Gesamtstärke der DDR-Grenztruppen betrug ca. 45000 Mann. Insgesamt 587 Beobachtungstürme und 6000 (bis 1983) montierte Selbstschussanlagen und rund 10,3 bis 1,4 Millionen verlegte Erdminen sollten ein Überwinden der Grenze bzw. eine Flucht aus der DDR unmöglich machen. Dennoch konnten von 1961 bis 1988 insgesamt 40101 „Speerbrecher“ (erfolgreiche Überwinder der Grenzanlagen) die Grenze überwinden. 38063 Fluchtversuche wurden vereitelt. Die Gesamtzahl der Todesopfer an der innerdeutschen Grenze betrug nach offiziellen Angaben 327 Personen.

Heute ist die deutsche Teilung Geschichte und wir können stolz auf ein wiedervereintes Deutschland blicken. Dennoch sollten wir an diesem Nationalfeiertag auch daran denken, dass in vielen Ländern immer noch viele Grenzen gemeinsame Volksgruppen oder Länder trennen. Als Beispiele seien hier Korea oder Zypern genannt. Auch ist es immer noch nicht jedem Volk gegönnt, in einem gemeinsamen eigenen Staatsgebiet zu leben. Viele Grenzen wurden vor langer Zeit durch damalige Machthaber willkürlich auf der Landkarte festgelegt – ohne Rücksicht auf ethische Volksgruppen sowie gemeinsame Lebensweisen und Sprachen.

Unser Leben in Frieden und Freiheit ist nicht selbstverständlich und nicht ohne eigenes Engagement zu haben. Jüngste Entwicklungen in Osteuropa und dazugehörige Nachrichten führen uns dieses tagtäglich vor Augen. Daran sollten wir am heutigen Feiertag auch denken und die richtigen Entscheidungen, insbesondere bei der politischen Meinungsfindung und bevorstehenden persönlichen Entscheidungen im Gedanken festigen. Ein Leben in Frieden und Freiheit ist nicht zum „Nulltarif“zu haben – es bedingt tägliche Kraft und Mitarbeit eines Jeden!

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