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Von der Förderin zur Reservistin

Mein Name ist Alicia Beese. Ich bin 24 Jahre alt und neuerdings auch Reservistin, allerdings auf einen etwas anderen Weg. Denn meine Karriere im Reservistenverband begann 2016 als Förder-Mitglied.

Jäger d.R. Alicia Beese

Bildautor: Tobias Beese

Standpersonal v.l. Alicia Beese, OSG d.R. Manuel Schild, OG d.R. Günther Drochner

Bildautor: Frank Haufe

Alicia Beese wurde mit der Bronzenen Kreisnadel geehrt.

Vater und Tochter (Detlef und Alica Beese) nach dem Gelöbnis

Bildautor: Nadja Knief

Eigentlich ist man Reservist/in, sobald man mindestens ein Tag bei der Bundeswehr gedient hat.

Mein Name ist Alicia Beese. Ich bin 24 Jahre alt und neuerdings auch Reservistin, allerdings auf einen etwas anderen Weg.

Denn meine Karriere im Reservistenverband begann 2016 als Förder-Mitglied. Damals war ich zwar schon 19, allerdings auch im letzten Ausbildungsjahr. Ich hatte den Plan, nach der Ausbildung freiwilligen Wehrdienst zu leisten.

Sicherlich fragt sich so mancher, warum das Interesse einer jungen Frau, die eine zivile Ausbildung abgeschlossen hat, so groß ist, freiwilligen Wehrdienst zu leisten?

Nun, das könnte unter anderem an meinem Vater Detlef Beese liegen; er war Heeresflieger bei der Bundeswehr als Zeitsoldat. Dies war zwar lange vor meiner Zeit. Allerdings hat ihn die Bundeswehr nie losgelassen und somit wurde er Reservist.

Er trat in den Reservistenverband ein, wurde sogar Vorsitzender der RK-Rotenkamp. Dies ist er mittlerweile seit mehr als 20 Jahren. Außerdem leistete er regelmäßig Dienst im KVK.

Somit habe ich früh gelernt, wie wichtig die Reserve ist.

Und als ich alt genug war, entstand mein Wunsch, auch etwas Sinnvolles zu tun und meinem Vaterland zu dienen.

Allerdings, wie man sich denken kann, hat es mit dem freiwilligen Wehrdienst zunächst nicht funktioniert, denn man sollte sein Lebenslauf auch nicht außer Acht lassen.

Also hieß er erstmals für mich, Berufserfahrung sammeln.

Durch meine Arbeit im Reservistenverband als stellvertretende Vorsitzende des Kreisvorstandes habe ich erfahren, dass das Landeskommando Niedersachsen eine Ausbildung zum Soldaten der Reserve plant.

Im Herbst 2019 begann das Abenteuer Ausbildung zum Soldaten der Reserve mit einer Informationsveranstaltungen zum Ablauf der Ausbildung, dann der Berwbung und Musterung.

Anfang 2020 erhielt ich endlich die Zusage. Ich konnte meine Terminwünsche für die drei geplanten Module äußern und musste jede Menge Papierkram ausfüllen.

Da unsere Ausbildungszeit vor Ort sehr kurz ist, wurde eine E-Learning-Plattform erstellt, in der wir mithilfe des Reiberts und Ausbildungsfolien schon mal das eine oder andere Thema zu Hause bearbeiten konnten.

Dann ging es am 24.8.2019 endlich für mich los. Angekommen in der Clausewitz-Kaserne in Nienburg an der Weser, erfolgte die Einkleidung. Dann die ersten Kommandos lernen und alles was man halt in den ersten vier Tagen so machen kann. Zum Beispiel etwas theoretische Ausbildung, Formaldienst, Sport und schon mal den ersten Kontakt mit dem Gewehr G36 und der Pistole P8.

Das zweite Modul war etwas länger: dieses Mal sieben Tage. Als dritter Durchgang dieses Moduls durften wir am 14.9.2019 Starten. Wir durften in den AGSHP, auf die Schießbahn, hatten Erste-Hilfe Ausbildung und auch schon die ersten Kontakte zum Gefechtsdienst.

Leider schlug kurz vor Beginn des dritten Moduls Corona richtig zu; alles war bereits fertig gepackt, aber aufgrund der hohen Inzidenz-Zahlen Ende Oktober gab es keine andere Möglichkeit, als das letzte Modul zu verschieben.

Angang 2021 folgte endlich die Erlösung: für Juni wurde die Fortsetzung der Ausbildung geplant. Dies war dann auch möglich. Am 3.6.2021 durften wir endlich wieder anreisen.

Ja es ist schon eine Weile her, dass wir Uniform getragen haben, in der Kaserne waren und Waffen in der Hand hatten. Aber zwischen den Modulen und auch in der Coronapause haben wir uns nicht ausgeruht. Unsere Ausbilder und Projekt-Planer haben sich immer wieder Gedanken gemacht, uns über Änderungen und Neuerungen informiert und uns auf der E-Learning-Plattform mit neuen Inhalten gefüttert.

Endlich wieder in der Kaserne haben wir unser Wissen aufgefrischt, hatten Funkausbildung und durften noch mal auf die Schießbahn. Der krönende Abschluss war der Gefechtsdienst mit Alarmposten, Feuerwache, Hören und Sehen bei Nacht sowie der Wachausbildung.

Am 9.6.2021 hat es der erste Durchgang dann geschafft: wir haben unsere grünen Litzen erhalten und dürfen uns jetzt Soldat der Reserve nennen.

Der feierliche Abschluss fand in Form des Gelöbnisses in Nienburg am 20.7.2021 statt. Fast 70 Rekruten haben an dieser feierlichen Zeremonie teilgenommen. Während sich ein Teil noch auf sein letztes Modul freut, ist der andere Teil stolz, es geschafft zu haben, aber zugleich auch traurig darüber, dass es jetzt in dieser Form vorbei ist.

Und wozu wir und das Landeskommando, das alles gemacht haben, einfach um uns Soldat der Reserve nennen zu können?

Nein, wir sind alle mit unterschiedlichen Gründen zu dieser Ausbildung gekommen, aber eins haben wir alle gleich, wir wollen unserem Land dienen und etwas zurückgeben. Unser Ziel war von Anfang an in einer RSU-Kompanie beordert zu werden und dort weiter unseren Dienst zu leisten.

So kann der Weg zum Reservisten also auch aussehen; man muss halt nicht immer den „normalen“ Weg gehen. Manchmal kommt man auch anders zum Ziel.

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