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Kreisgruppe Braunschweig

Militärische Aus- und Weiterbildung

„Ich wollte es wäre Nacht oder die Preußen kämen!“ – Waterloo 1815




Den berühmten Satz sagte Sir Arthur Wellesley 1.Duke of Wellington vor der entscheidenden Schlacht bei Waterloo gegen Napoleon im Jahr 1815.

Dieses historische Ereignis war das Thema der Veranstaltung am 22.09. die vom Arbeitskreis der Reserveoffiziere der Kreisgruppe Braunschweig präsentiert wurde.

In mehreren Phasen wurde der Verlauf der Schlacht bei Waterloo, das damals zum Königreich der Vereinigten Niederlande gehörte, von dem Referenten Oberstleutnant d.R. Michael Gandt detailliert dargestellt. Anhand der Präsentation konnte sich dir Teilnehmer der Veranstaltung ein genaues Bild vom damaligen Geschehen machen. Es wurde die damals übliche Bewaffnung, die Waffengattungen und die Befehlshaber beider Seiten vorgestellt.

    

Am 18. Juni 1815 standen sich 72.047 französische Truppen unter der Führung von Napoleon und 67.661 Truppen der Koalition unter der Führung von Wellington gegenüber. Zusätzlich hatte Wellington die Preußen unter der Führung des „Haudegen“ Marschall Gebhard Leberecht von Blücher (Marschall Vorwärts) mit eine Truppenstärke von 48.000 Mann als verbündeten.

   

Erwähnenswert ist, dass das Herzoglich Braunschweigische Korps („Schwarze Schar“) unter der Führung von Herzog Friedrich Wilhelm von Braunschweig zu den Koalitionstruppen gehörte und an der Schlacht bei Quatre-Bras (Ort südlich von Waterloo) am 16. Juni 1815 teilnahmen. In diesem Gefecht wurde der Herzog von Braunschweig durch eine Gewehrkugel tödlich getroffen.

Über das Schlachtfeld und den Verlauf konnte Michael Gandt sehr genaue Angaben machen, da er in diesem Jahr als Kommandoführer im Rahmen des Kriegsgräberpflegeeinsatzes, mit Kameraden der Kreisgruppen Braunschweig und Südheide in Belgien war und das Schlachtfeld bei Waterloo im Rahmen der Betreuungsmaßnahmen besuchten.

Durch Fehleinschätzung der Franzosen konnten die Truppen der Koalition mit den Preußen, den Sieg über die französischen Truppen erringen und somit die Herrschaft Napoleons in Europa beenden. Napoleon ging im Anschluss in sein zweites Exil auf die Insel Sankt Helena, wo er im Alter von 52 Jahren 1821 verstarb.

Mit über 53 000 Toten, die die Schlacht gefordert hatte, war die Landschaft bei Waterloo am nächsten Morgen übersät mit den Leichen und Verwundeten.

Seltsamerweise wurden bis heute kaum Überreste von den vielen Gefallenen gefunden. Laut einem britischen Archäologen wurden Jahrzehnte später, die Knochen von den Einheimischen zu Dünger oder für die Raffination von Zucker verarbeitet. 

Wie auch in den folgenden Kriegen, wurde das Bild Europas neugestaltet.

Nach Beendigung der Präsentation überreichte der Leiter der AKRO Oberstelutnant d.R. Uwe Hartmann, dem Referenten Oberstleutnant d. R. Michael Gandt ein Taktisches Hinweisschild (Stabskompanie PzGrenBrig 1) und eine Edelen Tropfen als Dankeschön für seinen Vortrag.

BU

Foto 1 (Titelbild):  OTL d.R. M.Gandt

Foto 2 bis 5: OTL d.R. M.Gandt, Teilnehmer der Veranstaltung

Foto 6 bis 8: Napoleon, Wellington, Blücher

Foto 9: Herzog Friedrich Wilhelm

Foto 10 bis 13: OTL d.R. M.Gandt und OTL d.R. U.Hartmann, Teilnehmer der Veranstaltung

Fotos: Eduard Mirwald, Wikipedia

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