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Kreisgruppe Braunschweig

Militärische Aus- und Weiterbildung

Ultimatum – Krieg – Niederlage!




Braunschweig – Die lange Zeit des Stillstandes im Verbandsleben der Kreisgruppe Braunschweig infolge der Corona-Pandemie ist vorüber, obwohl noch einige Unsicherheiten vorhanden sind.

 

 

Wir gehen es an! Mit diesem Weckruf lud der Leiter des Arbeitskreises Reserveoffiziere, Oberstleutnant d.R. Uwe Hartmann, nach fast einjähriger Pause zum Neustart der monatlichen Vortragsveranstaltungen ein. Und sie kamen! 22 an der Zahl.

Der Auftaktvortrag hatte es dann auch in sich. Zu dem Thema „Die Schlacht bei Jena und Auerstedt 1806“ referierte der Kreisvorsitzende Oberstleutnant. d.R. Michael Gandt, M.A., aus besonderem Anlass, denn dieses Kriegsereignis fand vor 215 Jahren statt. Und der Oberkommandierende der preußischen Hauptarmee war der Braunschweiger Herzog Karl Wilhelm Ferdinand.

Die Schlacht – auch Doppelschlacht genannt – bei Jena und Auerstedt fand am 14. Oktober 1806 statt. Zu den militärischen Auseinandersetzungen kam es, als der preußische König Friedrich Wilhelm III. Napoleon das Ultimatum überreichen ließ, er solle seine Truppen hinter den Rhein zurückziehen. Das reizte den damals mächtigstem Monarchen Europas so sehr, dass er seine kampferfahrene, schlagkräftige französische

Armee bedingungslos einsetzte, so der Referent und Historiker in seinen Ausführungen. Der preußische König unterschätzte Napoleon und hatte außer Sachsen keine weiteren Verbündeten zur Stelle. Auch waren seine eigenen Truppen schlecht ausgebildet, ungenügend ausgerüstet und unerfahren im Kampf. Außerdem waren seine Soldaten sowie die Truppenführung hoffnungslos überaltert und in der Kampfführung unfähig klaren Weisungen zu erteilen. Dadurch behinderten sie sich teilweise gegenseitig. Obwohl die preußischen Truppen anfangs zahlenmäßig überlegen waren, konnten sie dem Druck den französischen Kräften nichts entgegensetzen. Sie waren hoffnungslos unterlegen. Die verheerende Niederlage auf den Schlachtfeldern von Jena und Auerstedt binnen weniger Stunden gegen die französischen Truppen führte unter den preußischen Truppen zu Chaos und Flucht. Die Armee löste sich teilweise auf. Als der preußische Oberkommandierende durch eine schwere Verwundung – an der er später auch verstarb – ausfiel, war die Niederlage nicht mehr abzuwenden. Auch der preußische König und seine Gemahlin konnte mit Glück der Gefangennahme entkommen und flüchteten nach Berlin und danach in Richtung Ostpreußen.

Das alte Preußen, das Friedrich der Große mit drei Kriegen zu einer Großmacht führte, zerstörte Napoleon in kurzer Zeit.

Auf den Schlachtfeldern von Jena und Auerstedt verloren die Preußen 33 000 Soldaten durch Tod oder Verwundung; die Franzosen 15 000.

Mit den Friedensverträgen von Tilsit beendeten Preußen, Sachsen und Russland 1807 den Krieg. Osteuropa wurde in eine französische und russische Interessensphäre geteilt. Mit der militärischen Niederlage hat sich auch Preußens rückständiges Staatssystem offenbart. Umfassende Reformen folgten.

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Der  Referent des Abends, Oberstlt d.R. Michael Gandt, MA

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Der AKRO-Leiter, Oberstlt d. R. Uwe Hartmann bedankt sich mit einem Präsent beim Referenten Oberstlt d.R. Michael Gandt, MA.

Fotos:Schell

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