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Reservistenkameradschaft für Friedensarbeit geehrt




Bild: T. Schult

Auslandseinsatz für den Volksbund in der österreichischen Gedenkstätte Blumau.

Wingst/Blumau. Die Reservistenkameradschaft Wingst zählt zu den Aktivposten in der Gemeinde, wie Bürgermeister Patrick Pawloswski erfreut feststellte. Die Männer um Rolf Lewerenz haben sich nicht nur in Eigenleistung ein schmuckes Vereinsheim hergerichtet, sind Teil des lebendigen Adventskalenders und pflegen den Ehrenhain in Ellerbruch, sie sind auch im Ausland aktiv.

Zum wiederholten Mal haben Mitglieder der Reservistenkameradschaft im Auftrag des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge aktive Erinnerungs- und Friedensarbeit geleistet. Vom 1.-14. September 2019 war eine zwölfköpfige Gruppe auf der niederösterreichischen Gedenkstätte in Blumau im Einsatz. Dort haben sie ihr Leistungsvermögen unter Beweis gestellt und auch schwere körperliche Arbeit nicht gescheut. Über 600 Meter Hecke wurden geschnitten, diverse Bäume gefällt, mehr als 1200 Grabinschriften erneuert, gut 100 Grabsteine gereinigt, eine Marmorplatte mit ca. 400 Inschriften gereinigt und deren Inschriften erneuert und das Eingangsgebäude mit einem neuen Anstrich versehen. Dafür erhielten die Männer nicht nur ein großes Lob vom Schwarzen Kreuz, sondern eine Auszeichnung von seinem deutschen Pendant, dem Volksbund. Kai-Uwe Bielefeld, in seiner Funktion als Landrat auch Kreisvorsitzender des Volksbundes, nahm die Ehrung vor. Er würdigte den Einsatz der Reservisten als aktive Arbeit gegen das Vergessen. Denn 75 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs gerate die Kriegsgräberfürsorge langsam aber stetig aus dem Blick der Öffentlichkeit. Diese im Grundgesetz verankerte hoheitliche Aufgabe der Bundesrepublik werde vom Volksbund übernommen und sie gelte es fortzuführen, als Mahnung für den Frieden.

Spende übergeben

Bild: T. Schult

Bezirksgeschäftsführer Jan Effinger wies auf die altersbedingt abnehmende Mitgliederzahl des Volksbundes hin. Damit werden die finanziellen Unterstützer weniger. Umso wichtiger ist es die Erinnerungskultur aufrecht zu erhalten, durch aktive Arbeit vor Ort. Ein wichtiger Beitrag zur finanziellen Unabhängigkeit sind die Haus-und Straßensammlungen. Auch dafür bedanke ich mich bei den Wingster Reservisten. Auf dieses „Stichwort“ reagierte Rolf Lewerenz sofort und übergab eine Spende in Höhe von 250,00 Euro. Geld, das bei der Übernahme der Schirmherrschaft für das Ehrenhain Ellerbruch an David McAllister während des Neujahrsempfang im neuen Vereinsheim gesammelt worden sei, wie er sagte.

 

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