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Reservistenkameradschaft (RK) Cuxhaven veranstaltete erstmalig mehrtägige Fahrt




Bildautor: Manuela Tönies

Mitglieder der RK Cuxhaven haben eine mehrtägige sicherheitspolitische Fahrt nach Thüringen unternommen. Hauptthema waren Gedenkstätten der Zwangsarbeit in Konzentrationslagern (KZ). Erstes Ziel war das Außenlager Juliushütte in Ellrich. Bei diesem Lager mussten von Anfang Mai 1944 bis April 1945 durchschnittlich 8000 männliche KZ-Häftlinge arbeiten. Es handelte sich anfangs um ein Außenlager des KZ Buchenwald bei Weimar, ab November 1944 wurde es dem KZ-Mittelbau Dora unterstellt.

Die Besichtigung hat der RK-Vorsitzende Unteroffizier der Reserve (Uffz d.R.) Jürgen Klindworth geleitet und alle eingehend über das Lager und einzelne Gebäudeteile informiert. Heute sieht man leider nur noch Fundamente und einzelne Ruinenreste, da durch die innerdeutsche Grenze, die hier durchführte, vieles zerstört wurde. Am Gedenkstein des Lagers wurde ein Kranz niedergelegt und eine Gedenkminute abgehalten. Anschließend führte die Exkursion in das Grenzmuseum Bad Sachsa. Dieses recht kleine Museum ist gefüllt mit Zeitzeugendokumenten, Dioramen und Filmen über die Zeit der deutschen Teilung und auf jeden Fall einen Besuch wert.

Am nächsten Tag ging es nach Nordhausen zum KZ-Mittelbau-Dora, dort erfolgte eine Führung durch die Stollen der Gedenkstätte. In diesen Stollen mussten Zwangsarbeiter für die deutsche Rüstungsindustrie arbeiten, unter anderem für die V2 Rakete. In den Stollen selber konnte man allerhand Reste dieser Industrie besichtigen, inkl. Bauteilen besagter Raketen. Mehr als 60 000 Menschen aus fast allen Ländern Europas, vor allem aus der Sowjetunion, Polen und Frankreich, mussten zwischen 1943 und 1945 im KZ-Mittelbau-Dora Zwangsarbeit
für die deutsche Rüstungsindustrie leisten.

Die Todesrate durch Zwangsarbeit und Hunger war in diesem Lager extrem hoch, denn jeder dritte von ihnen starb. Danach besichtigte die Gruppe noch das Gelände, inkl. dem Krematorium des Lagers an dessen Denkmal wurde ebenfalls ein Gesteck niedergelegt und eine Schweigeminute abgehalten. Letztes Ziel der Exkursionen war das Kyffhäuserdenkmal. Dort war ausgiebig Zeit für die Besichtigung und natürlich konnte auch der Turm erklommen werden. In gemütlicher Runde konnte am Abend dann wieder das Erlebte gemeinsam im Hotel
diskutiert werden. Nach einer erholsamen Nacht reiste die Gruppe wieder nach Hause.

 

 

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