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RK Harsefeld beim „Internationalen Marine Museum Hamburg“




FKpt d.R. Joachim Gaulke und OGefr. d.R. Hauke Deden neben dem Modell des Schlachtschiffes BISMARK und der Büste des Namensgebers.

Aufgrund der Vielzahl ausgestellter Objekte dieses wirklich beeindruckenden Schifffahrtsmuseum wurde der erste Besuch dieses Museums am 11. August 2018 mit dem Deck 5 mit dem Ziel einer Fortsetzung in 2019 abgeschlossen. Dieser Fortsetzungsbesuch umfasste jetzt die noch offenen, d.h. nicht besichtigten Decks 6 bis 9 und damit wurde der zweite Teil dieser Veranstaltungsreihe „Entwicklung der Schifffahrtsgeschichte in den letzten 3.000 Jahren“ der RK Harsefeld erfolgreich abgeschlossen.

Die Decks (Besichtigungsebenen)

Jedes dieser Decks beinhaltetet eigene, Seefahrts-/Marinebezogenen Themenkreise, wobei die aus-gestellten Artefakte oft mit einem Videofilm ergänzend werden, in denen sehr gut die An- und Ver-wendungen ersichtlich werden.
Zwei dieser Decks sind ausschließlich dem Schiffmodellbau gewidmet. Wobei es sich hier nicht die hobbymäßig hergestellten Schiffsmodelle usw. handelt, sondern ausschließlich um historisch wertvolle und authentische Werftmodelle, die in den unterschiedlichsten Maßstäben ausgestellt sind.
Neben den sehr unterschiedlichen, ausschließlich dem Verwendungszweck „Fracht fahren“ dienenden Schiffen, und hierzu gehören neben den jetzt fahrenden Container-Schiffen auch die vielfältigen Ver-sionen der Passagierschiffe, war die Sparte „Entwicklung der Kriegsschiffe“ (Über- und Unterwasser) in ihrer vielfältigen Bandbreite dargestellt. Sehr interessante Bereiche war u.a. die Modelle der letzten Großkampfschiffe der ehemaligen Kriegsmarine (u.a. GNEISENAU, SCHARNHORST, TIRPITZ und BISMARK) sowie der Japanischen Marine. Hier was als Modell das größte, je gebaute Kriegsschiff, die „YAMAMOTO“, ausgestellt.
Sehr beeindruckend war auch die Ausstellung der U-Boote, die neben den ersten Anfängen (Turtle, USS „HUNLEY“, Brandtaucher), die beginnende, bis jetzt andauernde Typenvielfalt in Verwendungs-zweck und Größe darstellt.
Ein kleiner Teil dieser Ausstellung war dem U-Boot „U 96“ (Klasse VII C) gewidmet. Bandbreite dieser Artefakte umfasste neben der originalen Reichskriegsflagge dieses Bootes, auch Fotos der Crew, die von dem seinerzeitigen Kriegsberichterstatter Leutnant z. See Lothar-Günter Buchheim während seiner Feindfahrt als Kriegsberichterstatter auf diesem Boot bei dessen siebter Feindfahrt machte. Diese wurden in einem historischen/originalen Fotoband zusammengestellt und die Reise selbst in seinem Buch „Das Boot“ umfassend beschrieben. Beide Exemplare liegen dort ebenfalls aus.

Schatzkammer

Ein besonderes „Highlight“ dieses Museums ist die so bezeichnete „Schatzkammer“. Neben div. sil-bernen Schiffsmodellen sind hier auch, umfangreich und prunkvoll ausgestattet, diverse silberne Tischdekorationen zu sehen, die die gedeckte Tafeln während der Kaiserzeit in Sachen „Marine, See-fahrt usw.“ auch während der Essenszeiten stets präsent erschienen ließen. Der hiesige Höhepunkt ist eine ausgestellte, von dem Hamburger Juwelier Wempe hergestellte Kogge aus purem Gold. Hier wurden sogar die nicht sichtbaren Teile (Spanten) sowie die ebenfalls komplett vorhandene Innenein-richtung (Tisch, Stähle usw.) aus diesem edlen Metall hergestellt.

Sehr beeindruckend waren auch die Modelle der seinerzeit von französischen Kriegsgefangenen her-gestellten Knochenschiffe. Diese Modelle dienten dieser Gruppe von Gefangenen durch den späteren Verkauf ausschließlich dem Gelderwerb, um sich auf diese Weise einige Annehmlichkeiten während ihrer Zeit der Gefangenschaft leisten zu können.
Als Material für die Herstellung dieser Schiffe dienten ausschließlich die Knochen der verspeisten Tiere, die einige dieser Gefangenen anschließend mittels einer großen Fingerfertigkeit zu historisch absolut authentischen Schiffe ihrer Zeit führte. Das IMM besitzt derzeit hiervon die weltgrößte Samm-lung von Modellen dieser Machart.

Sonstiges

Schiffsmodelle: Neben dem Superlativ „weltgrößte maritime Privatsammlung“ beinhaltet dieses Muse-um in ihrem Bestand auch eine riesige Anzahl von Miniatur-Schiffsmodellen im Maßstab 1:1.000 bzw. 1:1.250. Diesen Miniaturmodellen („Wiking-Modell“) ist mit dem Deck 9 eine komplette Ausstellungs-etage zugewiesen, um auf diese Weise die große Vielzahl der Verwendungsmöglichkeiten aufzuzei-gen. Interessant dabei ist, dass aufgrund des einheitlichen Maßstabes 1:1.250 aller ausgestellten Miniaturen eine wirklich beindruckende, optische Vergleichbarkeit geschaffen wurde. Hiervon wurde u.a. auch während des Weltkrieges von allen Luftwaffen (Luftwaffe, Britisch and American Airforce usw.) umfassend zum Erkennen jeweils eigenen bzw. der gegnerischer Schiffe von Flugzeugen aus Gebrauch gemacht. Aufgrund des identischen Maßstabes entsprachen diese Modelle eine reale Grö-ße aus 2.000m Höhe, sodass bei den jeweiligen Luftwaffen mit diesen Modellen umfassende Schu-lungen zur „Freund-Feinderkennung“ durchgeführt wurden. Das hatte übrigens während des Kriegs zur Folge, dass die Wiking-Werke als „kriegswichtig“ eingestuft wurden und nach dem Krieg die Fort-führung der Produktion dieser Modell seitens der Siegermächte sofort verboten wurde, wobei noch vorhandene Modelle alle vernichtet werden mussten. Erst ab 1949 wurde mit der Produktion dieser Modelle wieder angefangen, doch ihren seinerzeitigen Erfolg erreichten sie nie wieder. Alleine in der Ausstellung des Decks befinden sich ca. 30.000 (!!!) Exemplare dieser „Wiking-Modelle“.

Bilder

Ebenfalls beeindruckend ist das weitere Feld der Marinemalerei. Hier ist ein großer Teil der Ausstellung des Deck 7 diesem Genre gewidmet, doch aus Zeitgründen sahen wir uns diese Ausstellung nur sehr oberflächlich an.

Nutzung und Forschung: Neben den rein seefahrtsbezogenen Themen sind u.a. auch die Themen Forschung (Geologie, Kontinentaldrift) und Nutzung (Fischfang, Erdölförderung, Unterwasser-Bergbau usw.) umfassend mit vielen ausgestellten Artefakten (Forschung) sowie den diversen Fangmethoden und Fischarten usw. dargestellt.

Abschluss: Ein wirklich sehenswertes Museum, doch auch mit zwei Besuchstagen „kommt man nicht durch….“

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