DAS MAGAZIN

Monatlich informieren wir unsere Mitglieder mit der loyal über sicherheitspolitische Themen. Ab sofort können Mitglieder auch im Bereich Magazin die darin aufgeführten Artikel lesen!

Mehr dazu
DER VERBAND

Der Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr (VdRBw) hat mehr als 115.000 Mitglieder. Wir vertreten die Reservisten in allen militärischen Angelegenheiten.

Mehr dazu

Reservistenkameradschaft Emstek

Internationale Zusammenarbeit

Blue Nail (Blå Negl) 2022




„Endlich wieder los, endlich mal wieder etwas mit den Kameraden erleben“

Das war dieses Jahr beim Blue Nail oder wie der Däne sagt “Blå negl “ wieder möglich. Donnerstagabend waren Ausrüstung und Wechselklamotten fertig gepackt, damit es am Freitagmorgen früh mit 3 Fahrzeugen Richtung Dänemark losgehen konnte. Unser erster großer Stop war dann der Scan-Park an der A7, welcher als Treffpunkt vom deutschen Organisationsteam genutzt wurde. Ebenfalls eingetroffen sind hier auch die beiden Reisebusse der deutschen Wettkämpfer. Nachdem alle Formulare bearbeitet waren und die Verpflegung verteilt wurde, ging es dann zusammen in Kolone weiter Richtung Norden.

Die nächste Haltestation war die Ortschaft Velje. Bei der hier stationierten dänischen Heimwehr erhielten wir unsere Ausrüstung. Unter anderem das Sturmgewehr C7A1, welches ein kanadischer Nachbau der amerikanischen M16 ist.

Danach gab es eine kurze Einweisung zu unserem Auftrag durch unseren dänischen Kontaktmann. Der Auftragsinhalt war uns bis zu diesem Zeitpunkt nicht bekannt! Er beinhaltete die Unterstützung der dänischen Heimwehr, indem wir als Jägergruppe eingesetzt wurden. Untergebracht in einer Grundschule operierten wir, in 3 Gruppen aufgeteilt, südlich vom kleinen Ort Hejnsvig. Das Ziel der Jägergruppe ist es, die Wettkampfteilnehmer, zwischen ihren ca. 15 Aufgabenstationen, welche in einem 40 km Rundkurs angeordnet sind, zu stellen. Die Wettkampteilnehmer versuchen somit die Streifenwege und Patrouillenfahrten der Jägergruppen zu umgehen, da bei einer Aufklärung den Wettkampfteilnehmern Punkte abgezogen werden.

Unser erstes zugewiesenes Gebiet war aufgrund unserer Fahrzeuge das Größte. Es erstreckte sich über ca.16 km². Trotz unserer Mobilität, war ein aufgreifen der Wettkämpfer in diesem Gebiet sehr schwierig, dennoch erreichten wir mit unserer Gruppe in dieser Nacht 2 Aufklärungserfolge. Um 0600 ging es dann zurück in die Schule, wo wir nach einem deftigen Frühstück aus Eiern und Speck, zubereitet auf unseren mitgebrachten Gaskochern, das dänische „EPA“ erstmal zur Seite legen konnten.

Nach ca. 6 Stunden Schlaf, neuer Munition und einer kleinen Stärkung (EPA), ging es los in das nächste Aufklärungsgebiet. Dieses erstreckte sich direkt um die Wettkampfstation 5 und man vermutete hier, auf aktuell auszuruhende Wettkämpfer zu treffen. Hier galt somit der gleiche Auftrag, diese aufzuklären und zu stellen.

Der nächste Auftrag, begann dann am gleichen Tag gegen 1800. Dieses Mal in einem wesentlich kleineren Gebiet welches direkt an unserem Unterkunftsort grenzte. Hier gelang es uns, mit unseren Fahrzeugen auf einem Rundkurs von ca. 5 km, einige Wettkampfgruppen welche aus 2 bis 6 Personen bestanden, durch unsere Wärmebild- und Nachtsichtgeräte aufzuklären.

Leider ist während unserer Durchführung in diesem Jahr unser einziger Geländewagen kurzzeitig ausgefallen, was uns einige Stunden Aufklärungsarbeit gekostet hat. Der Geländewagen Typ Wolf ist auf einem Feld steckengeblieben und bis auf die Achsen eingesackt. Aber nach über 2 Stunden erfolglosen Versuchen diesen wieder aus der Lage zu befreien, kam ein dänischer Bauer zur Hilfe. Dieser zog unseren Wolf mit seinem Trecker aus der misslichen Lage. Für diese Hilfe um diese Uhrzeit (ca. 0300) bedankten wir uns selbstverständlich mit einem kleinen Geschenk.

Am nächsten Morgen pünktlich um 0600 war dann alles zu Ende. Jetzt galt es bis 0630 die Schule zu räumen und eine kurze Fahrt nach Billund anzutreten. In dieser eingerichteten Kommandozentrale der dänischen Heimwehr, wurde nach der Waffenrückgabe und Verabschiedung durch die dänischen Kameraden, der lange Heimweg angetreten.

Kommentar von M. Böske (HG dR):

„Es ist zwar immer eine lange Reise für ein so kurzes Erlebnis, dennoch ist die Kameradschaft die man dort zusammen erleben durfte, sei es der Tee den dir dein Kamerad nachts neben seinem Auto kocht, oder die Pizza die dir von einem gebracht wird, zusammen mit den freundschaftlichen Gesprächen vieler Nationen unersetzlich und unverzichtbar.“

Bis zum nächsten Jahr beim Blue Nail!

Mit kameradschaftlichen Grüßen

Verwandte Artikel
Sicherheitspolitische Arbeit

Save the date: Schwedischer Militärattaché Jonas Hård af Segersta zu Besuch in Jena

Die NATO Norderweiterung - welche Chancen, welche Risiken erwarten Schweden und die Bündnispartner? Welche Erwartungen haben sie an den jeweiligen...

06.02.2023 Von Erik Heurich
Sicherheitspolitische Arbeit

Save the date: Schwedischer Militärattaché Jonas Hård af Segersta zu Besuch in Jena

Die NATO Norderweiterung - welche Chancen, Risiken erwarten Schweden und die Bündnispartner? Welche Erwartungen haben sie an den jeweiligen Vertragspartner?...

06.02.2023 Von Erik Heurich

Bücher bleiben in Erinnerung

  Der Hechthausener Jörg Kröncke erzählt die Geschichten der Gefallenen Hechthausen. Er opfert seine Freizeit, um Bücher für sich selbst...

06.02.2023 Von Pressebericht NEZ 03.02.2023 Text und Foto Vanessa Grell