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Reservistenkameradschaft Emstek

Militärische Aus- und Weiterbildung

Durchschlageübung 2022




35 km und 7 Etappen – (Verflucht kalt war es morgens…)

„Übungsstart“

Am 18.03.2022 um 18:30 war Übungsbegin der RK Emstek. Nachdem wir in einem Fahrzeug mit abgedunkelten Fenstern genau 34 Minuten aus Emstek verlegt wurden, hatten wir nach dem Ausstieg 10 Minuten Zeit mit Karte, Kompass und allem was wir finden konnten, unseren ungefähren Standort zu ermitteln. Ein paar Minuten hat es bei der Aufregung gedauert, bis wir das Bushaltehäuschen mit dem Ortsnamen in ca. 300 Metern entdeckt haben und die erste Strecke des Rückmarsches in richtiger Richtung antreten konnten.

Der Rückmarsch war von unserem Orga-Team als Verlegeübung, mit einigen Überraschungen als Vvag. geplant worden.

„Etappe 1 (10km)“

Die ersten ca.10 km orientierten wir uns dann militärisch in Schützenreihe mit unserem Gruppenführer, von dem Ort Petersdorf (eine kleine Bauernschaft nördlich der Gemeinde Garrel) südöstlich in Richtung dem kleinen Ort Tweel. Dort galt es fürs erste nur einen Hof zu finden auf welchen wir übernachten durften.  Dort angekommen galt es zu verpflegen und sein Nachtlager zu beziehen.

„Etappe 2 (10km)“

Am nächsten Morgen bei -2°C, überraschte uns die Kälte aber auch der befreundete Besitzer mit frischen Brötchen und einem starken Kaffee. Danach packten wir zusammen, um unseren nächsten Wegpunkt in ca. 10 km Richtung Ahlhorner Fischteiche zu erreichen.

Kurz vor dem Ziel hörten wir einen lauten Knall und sahen aus der Entfernung eine verwirrte und schreiende Person. Nachdem wir vorgerückt waren, erkannten wir noch eine angesprengte weitere leblose Person. Hier galt es, dass vermutete Mienenfeld zu umgehen und die verwirrte Person zu retten und zur Lage zu befragen. Dabei wurde die Leblose Person im Mienenfeld belassen um keine weiteren Übungsverluste zu riskieren. Hiernach gab es eine Nachbesprechung der Lage mit guten Hinweisen wie in solchen Lagen vorgegangen werden sollte.

„Etappe 3 (5km)“

Nach weiteren 5 km hörten wir aus kurzer Entfernung Schüsse und beim vorsichtigen vorrücken bemerkten wir eine Person mit einer Handwaffe im Wald. Von zwei Seiten umstellen wir diese, entwaffneten sie und stellten sicher, dass sie bis auf weiteres Handlungsunfähig ist. Ein paar Meter weiter, fanden wir dann eine verletzte Person. Das Gebiet um die Person galt es zu sichern, um dann den Verletzten zu versorgen und zu bergen. Bei der Verletzung handelte es sich um einen Lungendurchschuss und einem Anschuss im Arm. Auch hierzu gab es eine detaillierte Nachbesprechung mit guten Informationen wie diese Verletzung notdürftig versorgt werden sollte.

„Etappe 4 (3km)“

Auf den weiteren Weg Richtung Emstek, entdeckten wir noch ein verlassenes Nachtlager welches es aufgrund der hinterlassenden Spuren zu bewerten galt.

„Etappe 5 (2km)“

Unser nächster Stopp war dann in der Haler Heide, auf einem abgesperrten privaten Gelände. Hier mussten wir unsere Treffgenauigkeit mit Paintball und Luftgewehr unter Beweis stellen. Hieraus hat unser Orga-Team einen kleinen Wettbewerb erstellt, in dem der beste Schütze aus beiden Kategorien gekürt worden ist.

„Etappe 6 (2km)“

Im letzten Abschnitt unseres Marsches, kurz vor Emstek wurde ein verunglücktes Fahrzeug in einem Graben festgestellt, daneben lag eine verletzte Person. Hier galt es ebenfalls das Minenfeld zu erkennen und zu umlaufen. Die verletzte Person wurde hierbei nicht direkt gerettet, sondern die Lage gemeldet und zusätzliche spezialisierte Einheiten aus dem Bereich Minenräumung geordert.

„Etappe 7 (3km)“

Nach dieser Lage wurden wir dann per KFZ aufgenommen und zu unserem Endziel nach Mählmoor in Emstek gebracht. Hier wartete schon ein Lagerfeuer und Verpflegung auf uns. Der Abend war aber für die meisten von uns recht kurz, da es für die meisten, nach den zwei aufregenden Tagen und der kurzen Nacht etwas Schlaf nachzuholen galt.
Alles in allem, war es ein sehr gelungenes Wochenende mit viel lehrreichen Vorträgen bei den einzelnen Stationen.

Einen großen Dank geht an diese Stelle an alle Teilnehmer für die gute Leistung und
an das gesamte Orga-Team für die für die mehr als gute Planung und Durchführung dieser Übung.  

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