Kreisgruppe Lüneburg

Psycho-Soziale Kameradenhilfe

„Die unsichtbaren Veteranen“ – Ein Buch, das man lesen sollte…




AfghanistanInformationen

Weit über 350000 Mal hat die Bundeswehr Soldatinnen und Soldaten in Auslandsmissionen entsandt. Die Veteranen dieser Einsätze sind inzwischen in allen Bereichen unseres Lebens anzutreffen. Eine umfassen und ernsthafte Auseinander-setzung über sie hat es in Deutschland bislang allerdings noch nicht gegeben. Wenn wir ehrlich sind, wurde ihre Anwesenheit durch den größten Teil unserer Bevölkerung noch nicht einmal bemerkt.“

So bewirbt der Miles-Verlag das Buch „Die unsichtbaren Veteranen“, dessen Herausgeber Major Marcel Bohnert und Kapitänleutnant d. R. Björn Schreiber die Berichte von betroffenen Kriegsheimkehrern und ihren Angehörigen zusammengestellt haben.

Marcel Bohnert, Dipl.-Päd., ist Major der Panzergrenadiertruppe und Teilnehmer der zweijährigen Generalstabsausbildung an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg. Dort studiert er auch im postgraduierten Masterstudiengang „Militärische Führung und Internationale Sicherheit“. Major Bohnert dient in der Vergangenheit als Gruppenführer in der „Task Force Zur“ im Kosovo und Chef einer Kampfeinheit der „Task Force Kunduz“ in Afghanistan. Er ist Verfasser zahlreicher Beiträge über den Afghanistan-Einsatz.

Björn Schreiber, Kapitänleutnant d. R., Dipl.-Päd. und M.A. tritt 2001 als Marineoffizier- anwärter in die Bundeswehr ein. Nach dem Studium der Erziehungswissenschaften in Hamburg dient er auf Schnellbooten der Deutschen Marine und absolviert seinen ersten Auslandseinsatz im Rahmen der maritimen Operation UNIFIL. Es folgt 2010 sein erster Afghanistaneinsatz in Mazar-E-Sharif. Im Rahmen seiner neuen Verwendung bei der Zivil-Militärischen Zusammenarbeit (CIMIC) absolviert er von Juli 2011 bis Januar 2012 in Kunduz seinen dritten Auslandseinsatz. Im Anschluss an seine Bundeswehrzeit studiert Björn Schreiber „Friedensforschung und Sicherheitspolitik“. Er engagiert sich politisch in der Außen-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik.

Einer der Herausgeber, Björn Schreiber, ist am 7.April 2017 Gast der Kreisgruppe Lüneburg im VdRBw. Vor interessierten Gästen stellt der Herausgeber, der auch Betroffener ist, im Casino der TKK dieses Buch vor.

Björn Schreiber liest aus dem Buch Passagen unterschiedlicher Autoren vor. Er spannt den Bogen von Soldaten, die im Einsatz Erlebtes nur zum Teil oder gar nicht verarbeitet haben, bis hin zu Angehörigen, die ihre Erfahrungen mit ihren zum Teil traumatisierten Partnern schildern. Schreiber schildert auch aus eigenen Erfahrungen, wie schwer es betroffene Soldaten haben, die aus dem aktiven Dienst der Bundeswehr ausgeschieden sind, ihre Ansprüche geltend zu machen. Dabei geht es in erster Linie um die Anerkennung der Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) als Krankheitsbild. Schreiber berichtet von skandalösen Gutachten, die auch von Veterinärmediziner erstellt werden können und von langwierigen Gerichtsprozessen, die so manchen betroffenen Veteran finanziell in den Bankrott getrieben haben. Er berichtet aber auch von ehrenamtlichen Helfern, die den Bund Deutscher Einsatzveteranen e. V., der oftmals die einzige Hilfe im Kampf um Anerkennung ist, unterstützen. Denn auch wenn nicht alle Betroffene traumatisiert sind, so haben aber alle eine Geschichte.

Während den Ausführungen von Björn Schreiber wird auch deutlich, dass er die Öffentlichkeit aufrütteln möchte. Denn eines muss jedem klar sein: Mit unserer Wahlentscheidung beauftragen wir den Bundestag, die Männer und Frauen der Bundeswehr in die Einätze zu schicken. Aber die Einsätze unserer Soldaten enden nicht mit dem Rückflug in die Heimat. Der überwiegende Teil von ihnen kommt gesund und unversehrt zurück, zum Glück! Aber eben nicht alle. Und hier möchte Björn Schreiber mit seinen Mitstreitern aufrütteln und informieren.

Wer sich dieses Buch kaufen möchte, sollte es direkt beim Verlag www.miles-verlag.jimdo.com/reihe-soldat-und-gesellschaft/ bestellen. Denn dann entfällt die Verkaufsprovision für den Händler und kann zusammen mit den Tantiemen aus dem Verkauf direkt und ohne Abzüge an den „Bund Deutscher Einsatzveteranen e. V.“ zur Unterstützung fließen.

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