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Die Gäste aus Meppen mit Ostrolekas Stadtpräsident Lukasz Kulin in ihrer Mitte. Reservisten Meppen

Die Gäste aus Meppen mit Ostrolekas Stadtpräsident Lukasz Kulin in ihrer Mitte. Reservisten Meppen

Bildautor: Reservisten Meppen

Reservisten besuchen Ostroleka

Meppen. Die Reservistenkameradschaft Meppen hat ihren jährlichen Besuch in der polnischen Partnerstadt Ostroleka trotz der Corona-Pandemie nicht ausfallen lassen. Sie kümmern sich gemeinsam mit den Polen um die Gräber von Gefalllenen des Ersten Weltkriegs.

1914 bis 1915 war die Gegend am Fluss Narew Frontgebiet. Hier lieferten sich die deutsche Armee und die des russischen Zarenreichs verlustreiche Kämpfe. Die Kriegsgräber wurden in der Zeit der kommunistischen Herrschaft von 1945 bis 1989 nicht gepflegt. Aber in Polen hatte man nicht vergessen, dass auch Landsleute in den Kriegsgräbern liegen. Nach der Teilung des Landes 1815 zwischen Preußen, Russland und Österreich waren Polen in den Armeen dieser Länder wehrpflichtig. Am Narew kämpften 1915 Polen gegeneinander. Dieses Wissen führte dazu, dass einzelne Polen die Grabanlagen nicht länger verfallen lassen wollten. Bei der Herrichtung und Pflege halfen ihnen die Reservisten im Auftrag des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge.

Wenngleich in diesem Jahr kein größerer Pflegeeinsatz möglich ist, sollte dennoch der Kontakt zu den polnischen Freunden gepflegt und vor Ort Überlegungen für die weitere Pflege und Herrichtung angestellt werden. Bei dieser Gelegenheit wurden Kränze und Gestecke als Zeichen des Gedenkens auf den Friedhöfen niedergelegt, berichtet Jürgen Bradler. Für die Fahrt stellte das Autohaus Senger ein Fahrzeug kostenlos zur Verfügung, wofür die Reservistenkameradschaft sehr dankbar ist.

Als Zeichen großer Wertschätzung werteten die Reservisten den Empfang bei Ostrolekas Stadtpräsident Lukasz Kulik, der sich sehr interessiert an der Bewahrung der Erinnerung an dieses Stück deutsch-polnischer Geschichte gezeigt hat.

Anerkennung der gemeinsamen Arbeit gibt es ebenso von deutscher Seite. Der Beauftragte des Volksbunds, Horst Richardt, ehrte die Ortsvorsteherin von Cisk, Anna Kwiatkowska und den Priester Raphael Fiegid mit der Spinoza-Medaille (Bild). Sie wird vom Volksbund an an Personen verliehen, die sich für humanistische Ziele wie Frieden, Völkerverständigung, Versöhnung und Verständigung einsetzen.

Eine weitere Tradition der Reservisten ist es, Spenden für Menschen in Not zu sammeln. So wurde ein Geldbetrag an die Eltern eines schwer erkrankten Mädchens übergeben, dessen Krankenkasse die Behandlungskosten nicht vollständig übernimmt.

Einen nachhaltigen Eindruck machte auf die Reservisten der Besuch des ehemaligen Vernichtungslagers Treblinka. Die Gesamtzahl der hier von Deutschen 1942 und 1943 ermordeten Juden wird auf eine Million geschätzt. Sicher ist, dass es bis März 1943 mehr als 700 000 Menschen waren, wie deutsche Dokumente beweisen, und die Morde in den drei Gaskammern bis Ende August 1943 fortgesetzt wurde.

Mit auf den Rückweg nahmen die Reservisten eine Anfrage eines Polen. Zwei Angehörige von dessen Familie sind als preußische Soldaten im Ersten Weltkrieg in Frankreich gefallen, von einem ist der Ort der Grablegung bis heute unbekannt. Die Meppener wollen jetzt bei der Suche helfen.

Quelle: Meppener Tagespost

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