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Allgemein

Von Otto Hahn zur Uran Maschine

Die Geschichte der Atomforschung in Deutschland und Celle 1939-45. Vortrag bei der Reservistenarbeitsgemeinschaft „Militärgeschichte“ Celle

MilGes Vortrag 08.05.19

Kapitänleutnant d.R. Heiko Wolff würdigt Oberleutnant z.S. d.R. Jürgen Harling für 25 Jahre Mitgliedschaft im Verband.

Foto: Heiko Wolff

Bildautor: Heiko Wolff

MilGes Vortrag 08.05.19

Angeregte Diskussion zwischen Dr. Andreas Vogt und dem Publikum.

Foto: Heiko Wolff

Bildautor: Heiko Wolff

MilGes Vortrag 08.05.19

Angeregte Diskussion zwischen Dr. Andreas Vogt und dem Publikum.

Foto: Heiko Wolff

Bildautor: Heiko Wolff

Der deutsche Chemiker Otto Hahn entdeckte 1938 durch Nachweis von Uran-Spaltprodukten die Spaltung des Atomkerns. Schnell wurde über eine friedliche Nutzung der Kernspaltung in einer „Uranmaschine“ spekuliert und bereits 1939 dem Oberkommando des Heeres auch ein entsprechendes Forschungsvorhaben über eine militärische Nutzung von Kernbrennstoffen vorgetragen. Das deutsche Programm zur Nutzbarmachung der Kernspaltung umfasste den Bau eines Kernreaktors, „Uran-Maschine“ genannt, Uran- und Schwerwasserproduktion sowie die Entwicklung von Anlagen zur Uranisotopentrennung. Trotz einiger Erfolge gelang es den deutschen Wissenschaftlern bis Kriegsende nicht, eine selbsterhaltende nukleare Kettenreaktion in einem Reaktor herzustellen.

Auf Einladung der Reservistenarbeitsgemeinschaft „Militärgeschichte“ der Kreisgruppe Celle im Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr (VdRBw) e.V. und der Celler Sektion der Gesellschaft für Sicherheitspolitik (GSP) e.V. hielt kürzlich Dr. Andreas Vogt in der Offizierheimgesellschaft in Celle-Wietzenbruch einen Vortrag über die Stationen der Atomforschung im Dritten Reich – von den Aktivitäten in Berlin, Göttingen und Hamburg über die Forschung am Synchrotronbeschleuniger in Paris und der Schwerwassererzeugung in Norwegen bis hin zu den Versuchsreaktoren in Leipzig und in Haigerloch. Weiterhin beleuchtete er den Betrieb ausgelagerter Anreicherungszentrifugen auf dem Gelände der Celler Spinnhütte von Ende 1944 bis zum 16. April 1945 detailliert. Trotz der Komplexität der Materie gelang es Vogt, den Bogen von theoretischer Kernphysik hin zur geschichtlichen Bedeutung der Ereignisse und den Motivationen der handelnden Akteure zu schlagen und eine lebhafte Diskussion mit dem Publikum zu entfachen.

Im Rahmen der Veranstaltung würdigte der Stellvertretende Vorsitzende der Kreisgruppe Celle, Kapitänleutnant d.R. Heiko Wolff, Oberleutnant z.S. d.R. Jürgen Harling für seine 25jährige treue Mitgliedschaft im Verband mit einer Urkunde und einer Ehrennadel.

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