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Kriegsgräberpflegeeinsatz der RK- Bortfeld




  • Von Werner Keßler StFw. d. Res. u. Kommandoführer
  • 16.09.2018
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Kriegsgräberpflegeeinsatz der RK – Bortfeld in
Krankreich Normandie
Auf dem deutschen Soldatenfriedhof in
Marigny vom 02.09 bis 14.09 2018

Am Sonntag, dem 02.September 2018 um 13:00 Uhr war es endlich soweit: Nach 2-jähriger Unterbrechung, zum 3. Mal machten sich die Bortfelder Reservisten mit Unterstützung der RK Braunschweig und RK Wolfenbüttel wieder auf, um Gräber gefallener Soldaten im Ausland zu pflegen und instand zu setzen.

Diesmal hieß das Ziel, Frankreich Normandie – Marigny.

Kernverband dieses Kriegsgräberpflegeeinsatzes war auch diesmal die RK Bortfeld mit Kommandoführer StFw. d. R. Werner Keßler, Stuffz. d. R. Ralf Scharringhausen, HptGfr. d. R. Horst Meng und Gfr. d. R. Jürgen Christmann. Unterstützt wurde die RK Bortfeld von der RK Braunschweig, mit dem HptGfr. d. R. Hans-Ulrich Fricke und von der RK Wolfenbüttel, mit den Kameraden HptFw. d. R. Eduard Mirwald und SU d. R. Jochen Lomme. Die Kraftfahrer und Helfer bei diesem Einsatz waren die beiden aktiven Kameraden StUffz. Kevin Blümel und HptGfr. Timm Kahlke vom 1. PzPi. Btl. 1 Holzminden.

Nach dem Verladen des Gepäcks in Bortfeld und Verabschiedung durch den ersten Vorsitzenden HptFw. d. R., Martin Szot und Ortsbürgermeister Wolfgang Brandes, ging die Reise Richtung Frankreich los. Mit einer Zwischenübernachtung in der Eschweiler Donnerberg Kaserne wurde die Reise am nächsten Morgen in das 1.076 km entfernte Ziel fortgesetzt.

Ein weiteres Zwischenziel war auf der Strecke der dt. Soldaten Friedhof in Chambree.
Hier besuchten wir das Grab, des Urgroßvaters unseres Kameraden Jochen Lomme, er war der erste Angehörige, der das Grab seiner Familie besuchte. Nach etwa siebeneinhalb stündiger Fahrt erreichten wir unser Ziel Marigny.

Auf diesem Einsatz waren wir Selbstverpfleger, wir mussten uns selbst beköstigen, da wir in einer Ferienwohnung in Saint Sauveur- Lendeline untergebracht waren. Am nächsten Morgen ging es dann zum 12 km entfernten Friedhof in Marigny. Hier liegen 11.169 gefallene Soldaten, die während der Invasion der Alliierten im Juli 1944 und im weiteren Kriegsverlauf 1945 ihr Leben verloren hatten.

Nach der Begrüßung durch die Friedhofleitung und den Friedhofgärtnern ging es an die Arbeit. Es folgte eine Einweisung in die folgenden Arbeiten:
Instandsetzen der Gedenkplatten (50/50cm) auf denen eine Gedenktafel (30/30cm) mit 2 eingravierten Namen gefallener Soldaten verklebt war.

Erster Arbeitsabschnitt:
Diese Gedenktafeln waren abgesackt, mussten aufgenommen werden, mit Mineralgemisch unterfüttert werden und wieder auf ein vorgegebenes Niveau gebracht werden.

Zweiter Arbeitsabschnitt:
Abgesackte Gedenktafeln (30/30cm) aufnehmen und reinigen, zwischenlagern, neue Grabstellen 50 / 50 cm an austrassierten Flächen ausheben, alte Grabstellen mit dem Erdaushub schließen und überschüssigen Aushub abtransportieren. Die neuen Grabstellen mit Flies gegen Unkräuter auslegen, mit Mineralgemisch auffüllen, feststampfen mittels Handstampfer, weiteres Mineralgemisch ca. 2 cm zum ausgleichen auffüllen und neue Gedenkplatten 50/50 auf das richtige Niveau einsetzen. Hierauf wurden dann die gereinigten, gravierten Gedenktafeln mittels einer Schablone und Klebstoff verklebt.

Jeder Teilnehmer konnte sich die Arbeiten, die er am besten ausführen konnte, aussuchen. Es waren körperlich schwere Arbeiten, zumal alle Arbeiten in gebückter bzw. kniender Haltung ausgeführt wurden. Somit hatten wir nach 7 erfolgreichen Arbeitstagen im 1. Abschnitt 580 Gedenktafeln und im 2. Abschnitt 140 Gedenktafeln auf das richtige Niveau gebracht.

Das Wochenende (08.und 09. Sept.) wurde dann mit einer historischen, militärischen Weiterbildung im alliierten Landungsabschnitt der Amerikaner von Omaha Beach verbracht. Besuch des Overlord Museum, in dem Waffensysteme der damaligen Anlandung vom Juli 1944 zu besichtigen waren. Im Anschluss ging es über den amerikanischen Soldatenfriedhof von Omaha Beach sowie ein Rundgang im Stützpunkt des letzten „Widerstandsnestes 62“.

Weiterhin ging es über das Schlachtfeld von „Pointe du Huc“, wo heute noch die Ruinen (Stellungssysteme) der deutschen Wehrmacht zu besichtigen sind. Auch wurde der Ort „Sainte Mere Eglise“ besucht, hier waren damals die amerikanischen Fallschirmjäger gelandet, wobei es nur einen Überlebenden gab. Am Sonntag wurde der Wallfahrtort Sainte Michel besichtig, eine befestigte Abtei aus dem elften Jahrhundert, eine kleine Insel im Wattenmeer.

Zum Abschluss am 12.09. folgte eine Gedenkfeier auf dem Friedhof von Marigny, hier wurden 2 Kränze (Gebinde) in der Krypta, vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. und dem Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr e.V. niedergelegt.

Im Anschluss verabschiedeten sich die Kameraden mit einem geselligen Grillnachmittag und einem Gastgeschenk für die Friedhofgärtner sowie der Friedhofleitung Frau Laurent und Herrn Lehmüller.

Glücklich, aber mit ein wenig Wehmut, traten die 9 Kameraden am 13. 09. die 2 tägige Rückreise an.

 

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