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Kreisgruppe Weserbergland

Exkursion Nordhausen




Im-Rabensteiner-Stollen

Bildautor: Christian Günther

Die diesjährige Leuchtturmveranstaltung der RK Bückeburg „Graf Wilhelm zu Schaumburg-Lippe“ führte nach Thüringen in den Raum Nordhausen. Nicht aus Zufall, sondern als logische Fortsetzung des Besuches des Historisch-Technischen Museums (HTM) in Peenemünde auf der Insel Usedom im Jahr 2019. Dort sind auf dem Versuchsgelände Nachbauten der Flugbombe Fi-103 (V1) und der Aggregats A4 (V2) ausgestellt, die hier bis 1943 entwickelt und gebaut wurden. Wegen Luftangriffen erfolgte dann die Verlegung nach Mittelbau-Dora bei Nordhausen in ein ehemaliges unterirdisches Treibstoffdepot. Dort bauten bis Kriegsende Häftlinge des extra errichten KZ und zivile Arbeiter 10000 V2 und 15000 V1 in einer riesigen unterirdischen Anlage zusammen. Deren Begehung einen düsteren Eindruck hinterließ, hervorgerufen nicht nur durch die Verwüstung der Anlage durch die Sprengung nach Kriegsende. Die Barackenunterkünfte und andere Außenanlagen des weitläufigen Areals sind weitgehend verschwunden, das Leiden der Häftlinge vermittelt eine Dauerausstellung. Auch die jüngere Geschichte konnte im Grenzlandmuseum in Teistungen bei Duderstadt noch einmal aufgefrischt werden. Sowohl an Originalen als auch an vielen Schaubildern und erhaltener Sperranlagen im Gelände. Den Älteren noch aus eigenem Erleben teilweise bekannt. Dank der Unterkunft in der Nordhäuser Altstadt, die trotz des verheerenden Bombenangriffes im April 1945 teilweise erhalten geblieben ist, waren die Wege zum Genuß typischer Thüringer Gerichte kurz und fußläufig. An der benachbarten evangelischen Kirche bot sich sogar die Möglichkeit beim Gießen einer Glocke zuzusehen. Auch die Verkostung der Produkte der Nordhäuser Traditionsbrennerei erleichterte den Kontakt zur einheimischen Bevölkerung. Kopf einziehen lautete die Devise beim Besuch des Rabensteiner Stollen bei Ilfeld, auch bei der Einfahrt mit der kleinen rumpelnden Grubenbahn. Ab Mitte des 18. Jahrhundert fand hier für gut 100 Jahre die Förderung von Steinkohle statt. Schließlich eingestellt wegen der Konkurrenz der höherwertigen Kohle von der Ruhr und aus Oberschlesien. Das Bergleute das heutige Rentenalter längst nicht erreichten wunderte nach dem Besuch niemanden mehr.
Fazit: Wieder eine interessante Exkursion mit vielen neuen Eindrücken. Dazu noch bei durchgehend sonnigem Wetter. Für das ebenfalls das Organisationsteam des Vorstandes verantwortlich zeichnete. Vor Ort hatte Michael Einars alles im Griff, genauso wie Wolfgang Melching seinen Bully.

Raketenantrieb-in-Mittelbau-Dora

 

Grenzlandmuseum-Teistungen

 

Bilder: Christian Günther

Christian Günther
Kreispressewart

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