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Kreisgruppe Weserbergland

Hameln III beim IMSB 2019




Am 11. Mai 2019 wurde auf der deutschen(Bundeswehr) Standortschießanlage in Augustdorf das 39. Internationale Militärschießen Bielefeld ausgetragen. Verantwortlich für die Durchführung dieser traditionellen Veranstaltung zeigen sich das Landeskommando Nordrhein-Westfalen und vor allem die RK Augustdorf. Seit über einem Jahrzehnt treten dort regelmäßig Mitglieder der Kreisgruppe Weserbergland gegen erfahrene Mannschaften von Militär und anderen waffenführenden Behörden auch aus verschiedenen europäischen Ländern an. Das internationale Flair reichte in diesem Jahr tatsächlich bis nach Australien. Zum wiederholten Mal unterstützte auch die RK Bückeburg die beiden aufgestellten Mannschaften der RK Hameln III.

Bei verhaltener Wetterlage mit ausgesprochener „Mai-Kühle“ wurden mit der Pistole P8 und dem Gewehr G36 insgesamt sieben Disziplinen durchlaufen, bei denen in einer vorgegebenen Zeitspanne eine entsprechend hohe Trefferrate auf verschiedenen Ringscheiben zu platzieren war. Herausforderungen ergaben sich bei der dynamischen Übung „Schnellfeuer aus der Bewegung“ unter körperlicher Belastung. Bevor mit dem G36 jeweils liegend, kniend und stehend auf 100 Meter unter Zeitdruck Präzisionsschüsse abzugeben waren, hatten die Schützen die Magazine selbst mit Gefechtsmunition zu befüllen. Die Übung begann aus der Stellung heraus mit einem Sprint über 80 Meter. Während dessen waren die Magazine an einem Abholpunkt aufzunehmen mit sofortiger Schussabgabe nach Rückkehr in die Stellung. In der Handhabung der Waffen zeigten sich unsere Teilnehmer hier äußerst routiniert.

Hauptsächlich beim Schießen mit der P8, wobei unter anderem zwei Mal 6 Präzisionsschüsse innerhalb von jeweils 10 Sekunden abzugeben waren, musste man sich der doch ernst zu nehmenden Konkurrenz unterlegen zeigen. Zu einem Pokal reichte es in diesem Jahr daher nicht, was die Stimmung unserer beiden Mannschaften aber keinesfalls trüben konnte. Die erzielten Treffer, bei der durchaus die „10“ dabei war, bot vielmehr Anlass zu einer ausgiebigen Bewertung mit dem Zweck der Optimierung bei nächster Gelegenheit. In der Summe zeigte sich ein gleichermaßen vergleichbares wie hohes Leistungsniveau unter den internationalen Mannschaften, was unter anderem Sinn und Zweck dieser Veranstaltung ist. Am Ende des Tages wurden die Sieger aus den angetretenen 56 Mannschaften mit rund 350 Teilnehmern im Lager „Augusta“ vom Kommandeur LKdo NW, Brigadegeneral Torsten Gersdorf, feierlich und unter Beifall honoriert.

Mit Fug und Recht kann man zu der Aussage stehen, dass der Schießwettbewerb unter dem Motto „Dabei sein ist alles!“ stand, kam es doch immer wieder zum Austausch zwischen den Teilnehmern anderer Kameradschaften, bei dem das gemeinsame Ziel „gut abzuliefern“ immer im Vordergrund stand. Jeder ging hier mit dem Gefühl nach Hause, Teil eines „Ganzen“ zu sein, was letztlich durch das Zutun der in Augustdorf stationierten aktiven Truppe noch bestärkt wurde. Als willkommene Abwechslung wurde den Teilnehmern des Schießwettbewerbs nämlich die Generalfeldmarschall-Rommel-Kaserne geöffnet, in der sich Teile der Panzerbrigade 21, vor allem das PzGrenBtl 212 und das PzBtl 203 sich die Mühe gemacht haben, extra im Rahmen des IMSB 2019 ihre Kompetenzen zu präsentieren. Neben Auskunft und Beratung zu den ausgestellten Ausrüstungsgegenständen und Handfeuerwaffen wie dem MG4, MG5 oder dem Scharfschützengewehr G82 im Kaliber .50 wurde hier eine beeindruckende Präsentation von Großgerät geboten. Viele Reservisten zeigten sich interessiert am Kampfpanzer Leopard 2A7 sowie den Schützenpanzern Marder und Puma, die alle auch von innen begutachtet werden durften. Bei dieser Gelegenheit trafen viele Veteranen auf Panzerleute der aktiven Truppe, wobei keine Schranken zwischen den Generationen festzustellen waren. Sofort sprach man dieselbe Sprache, was nicht nur Gelegenheit zu ausgiebiger Fachdiskussionen bot, sondern was vor allem als Symbol für die Identifikation mit der Truppe zu sehen ist. Wem dieser gelungene Ausgleich noch nicht reichte, für den stand auch noch die Tür zum AGSHP offen. Vor allem hatten viele Gäste aus befreundeten Streitkräften das Bedürfnis, im Simulator nochmals ihr Können unter Beweis zu stellen.

Es gelang den Organisatoren, dem gleichermaßen anspruchsvollen wie abwechslungsreichen Tag einen Event-Charakter zu verleihen mit ausreichender Feldverpflegung und hilfsbereitem Funktioner-Personal. Unsere Mannschaften werden in jedem Fall wieder antreten und würden sich über weitere interessierte Schützen aus der Kreisgruppe sehr freuen.

 

Bild oben: Scheiben statt Blech für die RK Hameln III

Bild oben: Torsten Beck

 

Rahmenprogramm Panzergucken

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bild: Michael Harms

 

 

Bericht: Ralf-Markus Lehmann

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