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Kreisgruppe Weserbergland

Kreisgruppe unterstützt Bw Delegation Reservisten „Nord“ bei Trainingsmarsch Nimwegen




Herausforderungen nicht nur für Marschierer!

 

 

 

Samstag, 23. April 2022, 08:15 Uhr: Eine Marschformation, bestehend aus Reservisten vom Gefreiten bis zum Oberst, verlässt mit Dienstflagge voran das Lager Trauen in Richtung Truppenübungsplatz Munster Nord.

Es geht Los

Gleichzeitig eilt ein Unterstützungstrupp mit Dienst-Kfz voraus, um einen Kreuzungsbereich im öffentlichen Straßenverkehr zu sichern, den die Marschgruppe zu passieren hat. Der Sicherungstrupp fährt danach zurück ins Lager, um die nächste Aufgabeanzugehen. Es gilt, an diesem und am darauf folgenden Tag insgesamt 55 Streckenkilometer zu erkunden, zu sichern, einen Sanitätstrupp auf der Strecke zu haben und auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein. Doch alles der Reihe nach:

Vom 19. bis 22. Juli findet in den Niederlanden ein Distanzmarsch statt, auf den sich zwei Reservisten-Delegationen der Bundeswehr – „Nord“ und „Süd“ – vorbereiten.

Absicherung der Marschgruppe

Bei dem als „The walkoftheworld“ betitelten Marsch handelt es sich um die weltweit größte Veranstaltung dieser Art, die seit 1909 jährlich ausgetragen wird und allgemein als die „4Daagse“ bekannt ist. 45.000 zivile und militärische Teilnehmer aus 70 Nationen absolvieren an 4 Tagen hintereinander jeweils 30, 40 oder 50 Kilometer Wegstrecke.Nach anfangs wechselnden Orten findet die Veranstaltung seit 1925 in Nimwegen (niederl. Nijmegen) statt und ziehtheute miteinem breit gefächertem Rahmenprogramm über 1,6 Millionen Zuschauer an.Im Ursprung dienteder Marsch dem Konditionsaufbau und geht zurück auf das niederländische Militär. Aus diesem Grund ist traditionell auch die Bundeswehr mit 350 aktiven Soldaten und Reservisten vertreten – Soldaten haben dabeimit 10Kg-Rücksäcken pro Tag 40 Kilometer abzuleisten.

 

 

 

Vom 22. bis 24.04.2022 wurden vom Lager Trauen bei Munster aus mit 22 Teilnehmern der Reservistenmannschaft „Nord“ unter ihrem Marschgruppenführer, Oberstleutnant Gero Riedel,die erstenzwei von insgesamt sechs Vorbereitungsmärschendurchgeführt. Der Kreisgruppe Weserbergland oblag der Auftrag, dasTraining im Rahmen einer DVagorganisatorisch vor Ort zu unterstützen. Dazu stellten der Feldwebel für Reservistenangelegenheiten, Stabsfeldwebel RelanaHenneking undKreisorganisationsleiter, Oberfeldwebel Oliver Hupe, ein Team zusammen, welches am Freitag, 22.04. um 08:30 Uhr von der Bückeburger Schäferkaserne nach Lager Trauen verlegte. Unterstützend beteiligt war das Internationale Hubschrauber Ausbildungszentrum Bückeburg, das den Stabsfeldwebel Christoph Krüger, zwei Kräfte der Fahrbereitschaft mit Kraftomnibus und zwei PKW 8-Sitze bereitstellte.

 

Im Lager Trauen wurde zunächst der Meldekopf eingerichtet, die Marschteilnehmer aufgenommen und in ihre Unterkünfte eingewiesen, administrative Aufgaben erledigt. Viele der Marschteilnehmer waren bereits mehrfach in Nimwegen dabei, für andere ist es das erste Mal. Die Funktion des Meldekopfes sowie die Einschleusung wurden seitens der Teilnehmer als sehr gut vorbereitet mit reibungslosem Ablauf wahrgenommen.

Abschlussgespräch

Am folgenden Samstag und Sonntag wurde jeweils mit Abrücken der Marschgruppe morgens die Marschüberwachung und San-Betreuung aufgenommen. Zum Auftrag gehörten auch Auf- und Rückbau von Verpflegungsstellen. Die Funktioner zeigten sich mehrfach beeindruckt durch das von der Marschgruppe vorgelegte Tempo, denn es galt, einerseits voraus zu sein, aber gleichzeitig zum Beispiel Schlagbäume nach passieren der Gruppe wieder zu schließen und Streckenposten wieder in Kfz aufzunehmen. Schließlich musste die nächste Station bei Eintreffen der Marschgruppe vorbereitet sein. Dabei konnte so mancher Streckenabschnitt aufgrund des Terrains nur im Schritttempo befahren werden und die Marschgruppe war zügig unterwegs. Es war durchaus eine organisatorische Herausforderung, die mit zwei Kfz im überschlagenden Einsatz bewältigt wurde. Auch nahmen Kameraden den von der Kreisgruppe gestellten Sanitätsdienst während und nach den Märschen in Anspruch. Insgesamt konnte die Veranstaltung wie geplant reibungslos durchgeführt werden. Die Zusammenarbeit mit dem Batteriefeldwebel 6./ArtLehrBtl 325 funktionierte vorbildlich.

 

 

So mancher Erstteilnehmer weiß jetzt, worauf es ankommt, angefangen beim richtigen oder falschen Schuhwerk, bis hin zu körperlich-schmerzlichen Erfahrungen bei Distanzmärschen. Damit wurden aber auch alle Ziele der Veranstaltung erreicht. Oberstleutnant Riedel äußerte die ausgesprochene Zufriedenheit der Marschgruppe mit der Organisation und Durchführung der Veranstaltung und bedankte sich dafür beim Orga-Team.Am Sonntag erfolgte nach der Verabschiedung der Marschgruppe ab 14:00 Uhr der Rückbau des Meldekopfes sowie Abmarsch aus dem Lager Trauen zurück nach Bückeburg.

 

Text und Bilder: Ralf-Markus Lehmann

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