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Reservistenkameradschaft Wingst und Umgebung

Tafel der Erinnerung am Ehrenhain Ellerbruch zur Wingst




Es wurde bereits Vieles über die Mahnmale für den Frieden, die Kriegsgräberstätten als Gedenkstätten der Opfer beider Weltkriege geschrieben. Oft wurde dabei Kritik laut, sie seien überholt und in heutiger Zeit veraltet.

 

 

Doch die Soldatenfriedhöfe sind nicht nur Bestandteil unserer Kultur in der Funktion der bleibenden Erinnerung und dem Zeichen des Respekts für die Gefallenen und Toten vergangener Kriege. Sie dienen dazu, das Bewusstsein wachzuhalten, dass der Friede nicht selbstverständlich ist. Er muss von allen Teilen der Gesellschaft an jedem Tag erkämpft werden, dadurch, dass wir alle für unsere Demokratie einstehen und diese leben.

Der Pressewart der Reservistenkameradschaft Wingst, Oberstabsapotheker der Reserve Wilfried Feldhusen fragte sich auf einem Gang mit seiner Ehefrau Ulrike durch das Gelände am Ehrenmal Ellerbruch, ob die Tafel neben dem Aufgang zur ersten Ebene der Grabstätte noch zeitgemäß sei. Sollten Besucher mit dem verwendeten Text ausreichend informiert sein und sollten verwendete Abkürzungen wie „GD“ auch jungen Menschen Aufschluss über deren Bedeutung geben? Er besprach die Angelegenheit mit dem Vorsitzenden der Kameradschaft, Rolf Lewerenz und dieser gab die Idee weiter.

Das Forum Volksbund im Geestland unter dem Bildungsreferenten Karl-Friedrich Boese im Beisein des Landrates Bielefeld befürworteten das Projekt, dass eine Schule im Rahmen einer neuen Gedenkkultur die Erinnerungstafel planen und entwickeln solle.

Die Oberstufe am Gymnasium Hemmoor durfte sich freuen, eine solch interessante und anspruchsvolle Arbeit zugeteilt bekommen zu haben. Und sie lieferten ein hervorragendes Ergebnis – eine veranschaulichende Gedenktafel mit informativem Text, der über die Geschehnisse um die Zeit und den Hergang des Explosionsunglücks an der Portlandzementfabrik Hemmoor in gut verständlichem Text aufklärt.
Einzelpersonen und die Wingster Ortsheimatpflegerin Borchers lieferten wertvolle Hinweise zur Geschichte am Ende des zweiten Weltkrieges, der Zeit der Besatzungsmächte und der Flüchtlingsströme.

Die Kosten sind dankenswerter Weise durch die Kulturstiftung der Weser-Elbe Sparkasse übernommen worden.

Die Wingster Reservisten legten den Eröffnungstermin der Erinnerungstafel auf den Volkstrauertag. Dieser ermöglichte eine wirksamere Darstellung der SchülerInnenarbeit in der Öffentlichkeit und wurde zur zentralen Gedenkveranstaltung des Landkreises Cuxhaven.

Maike Domröse, Vortragende der Festrede in Vertretung der SchülerInnen der Oberstufe des Gymnasiums Hemmoor sagte: “Wir sind genauso alt, wie die Menschen, die damals durch das Unglück sterben mussten. Nur wir haben das Glück, in Freiheit und in einer Demokratie zu leben…“

Wie Recht sie hat.

Die Reservistenkameradschaft Wingst führte die handwerkliche Umsetzung der Aufstellung der Tafel unter Begleitung der Baudenkmalbehörde durch, die ebenfalls dafür erforderliche Genehmigungen erteilte.

Fazit: die Wingst ist um eine Attraktion reicher geworden, beteiligte Menschen unterschiedlicher Generationen sind einander näher gerückt und entwickeln Empathie für das unvorstellbare Leid der Weltkriegsopfer. Besucher bekommen bewegende Informationen über eine Vergangenheit, die von uns allen nie vergessen werden sollte.

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