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100 Jahre „Schlacht von Bellewaerde“




In Deutschland sind die Kämpfe des Ersten Weltkrieges entlang der Yser und um den Ypern-Bogen wenig bekannt. Man hat zwar einmal von den „Flandern-Schlachten“ gehört, aber was verbirgt sich dahinter?
 
Reserveoffiziere aus Westflandern und Veteranen des Liverpool-Scottish-Regiments hatten den stellvertretenden Landesvorsitzenden  Oberstleutnant d.R. Peter Weyers eingeladen, an einer gemeinsamen Last Post und an der Einweihung eines Monumentes anlässlich der 100-Jahr-Gedenkfeier der Schlacht von Bellewaerde teilzunehmen.
 
Das Landeskommando Nordrhein-Westfalen genehmigte, aufgrund des Erlasses zur Unterstützung von 100-Jahr Gedenkveranstaltungen, eine „Dienstliche Veranstaltung“, und elf Reservisten begleiteten OTL Weyers nach Ypern.
 
Unter Leitung von Johan Ryheul besichtigten die Reservisten am Vormittag des 16.06.2015 das Schlachtfeld. Am Mittag erfolgte an dem Monument  des Liverpool-Scottish an der Bellewaerde Farm die Gedenkfeier. Das neu restaurierte Monument wurde wieder enthüllt. Ca. 300 Teilnehmer, darunter 40 Angehörige und Veteranen des Regimentes, 10 Dudelsackspieler, der Bürgermeister von Ypern und ein englischer Pfarrer begleiteten die Zeremonie. Der Bürgermeister und weitere Anwesenden legten Kränze nieder.
 
Die Schotten luden die deutschen Reservisten zu der abendlichen Last Post in Ypern ein. Gemeinsam traf man sich am Stadtwall und marschierte zum Menentor. Dort traten die beiden Delegationen an und gedachten der 54.000 vermissten Soldaten des britischen Empires, die auf den Mauern des Menentores eingraviert sind. Nach der Last Post erfolgte, unter Dudelsackklängen, die gemeinsame Parade zum Marktplatz und der Tuchhalle von Ypern. Dort wurden gegenseitig Fotos gemacht. Und natürlich durfte ein Glas schottischer Whiskey nicht fehlen.
 
Am nächsten Tag, auf der Heimfahrt, besuchten die Reservisten aus Nordrhein Westfalen noch den Yserturm in Diksmuide und den deutschen Soldatenfriedhof in Vladslo.
 
Eine informative und eindrucksvolle Fahrt ging zu Ende.

 
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Text u. Fotos: Peter Weyers
 

OTL Weyers und der belgische Historiker Johan Ryheul hielten Vorträge zum geschichtlichen Hintergrund der Kämpfe in Flandern während des Weltkrieges:
 

Am 04.August 1915 überfielen deutsche Truppen das neutrale Belgien um die französischen Truppen entlang der deutsch-französischen Grenze zu umgehen. Nach der Eroberung von Lüttich und Antwerpen erreichten die Deutschen im Oktober den Fluss Yser.
 
In Nieuwpoort öffnete daraufhin der Schleusenwärter bei Flut der Nordsee die Schleusen der Yser und schloss sie wieder bei Ebbe. Das Wasser strömte den Fluss hinauf. Belgische Pioniere sprengten die Deiche der Yser und das Poldergebiet beidseits des Flusses wurde überflutet und in eine Schlammwüste verwandelt. Der deutsche Vormarsch zu den westfranzösischen Kanalhäfen kam hier zum Erliegen. Der deutsche Angriff konzentrierte sich nun weiter südlich auf das Höhengelände bei Ypern. Doch Ypern wurde durch inzwischen eingetroffene britische Truppen hartnäckig verteidigt.
 
Im Mai 1915 standen die Deutschen auf dem „Bellewaerde Ridge“, einem Höhenrücken im Südosten der Stadt. Von diesem Höhenzug konnten sie die Stadt und das offene Gelände davor sehr gut einsehen und das Artilleriefeuer leiten. Das war den Truppen des Commonwealth ein Dorn im Auge und man bereitete eine Offensive vor, um den Höhenzug selbst in Besitz zu nehmen.
 
Am Morgen des 16. Juni 1915, um 02.00 Uhr, begann das englische Artilleriefeuer. Um 04.15 Uhr stürmten  5 britische Regimenter, darunter das Liverpool-Scottish, gegen die deutschen Stellungen. Die beiden Württemberger Infanterieregimenter 246 und 248 mussten den ersten Graben aufgeben, hielten aber die zweite Stellung. Am späten Nachmittag wurden die britischen Truppen durch Gegenangriffe zurückgeworfen.

 
Das Liverpool-Scottish Regiment erlitt über 1000 Verluste.

 

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