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Team aus der Mongolei war Überraschungsgast beim IMM




Mönchengladbach. Die Nationalhymne der Mongolei ist wohl erstmals gespielt worden auf dem Hof der Liegenschaft der Zentralen Militärkraftfahrtstelle in Mönchengladbach-Rheindahlen. Denn nur wenige Stunden zuvor hatten sich zum 34. Internationalen Mönchengladbacher Militärwettkampf (IMM) als „Überraschungsgäste“ noch vier Soldaten aus Asien angemeldet. Die Lehrgangsteilnehmer am Bundessprachenamt in Hürth überzeugten durch einen bärenstarken Auftritt. Sie legten die 14,5 km lange Strecke nicht wie viele andere starke Teams im Laufschritt, sondern sogar im Sprint zurück und bewältigten auch die zehn Stationen vom Pistolenschießen bis zum sicherheitspolitischen Quiz bravourös, was der Kommandeur Landeskommando, Brigadegeneral Peter Gorgels, und zahlreiche prominente Besucher, an der Spitze der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesinnenministerium, Prof. Dr. Günter Krings, aufmerksam verfolgten.
 
So war am Ende des ältesten regelmäßig durchgeführten Militärwettkampfs in Europa niemand sonderlich überrascht, dass die Mongolei Platz eins in der Wertungsgruppe „Aktive Soldaten international“ erkämpft hatte, gefolgt von US-Soldaten aus Grafenwöhr und britischen Militärpolizisten, die in  Paderborn stationiert sind. Die weiteste Anreise hatte allerdings eine vierköpfige Mannschaft der Nationalgarde Lettlands aus Jekabpils (Jakobstadt). Die 1800 Kilometer Autofahrt über Litauen und Polen waren unbestreitbar der erste Härtetest, für den es allerdings keine Pokale und Medaillen gab.
 
Der IMM gilt als Treffen der Nationen: Teilnehmer aus 23 Staaten waren bisher dabei, darunter sogar aus Neuseeland. Diesmal waren acht Nationen vertreten. Dennoch machten Teams der Bundeswehr den Gesamtsieg unter sich aus: Den Siegerteller der Bundesverteidigungsministerin mit der eingravierten Unterschrift von Ursula von der Leyen holten sich einmal mehr die sieggewohnten Reservisten aus dem hessischen Marbach. Auf die Plätze zwei und drei der Gesamtwertung kamen aktive Soldaten der 2. Kompanie des Fallschirmjägerregiments 31 aus Seedorf und des II. Bataillons des Objektschutzregiments der Luftwaffe aus Schortens (beide Niedersachsen). In der Wertung Reservisten siegte die RK Marbach vor der 10. Kompanie des Fallschirmjägerregiments 26 aus Zweibrücken und dem Kreisverbindungskommando Heinsberg.
 
„Wir wollen mit dem IMM Brücken bauen zwischen den Nationen“, umriss Oberleutnant der Reserve Markus Stops (37), der Leitende des IMM, der im Zivilberuf als Produktionsleiter in einem mittelständigen Unternehmen für Stromversorgungssysteme tätig ist, das Ziel des Wettbewerbs. „Wir haben uns deshalb sehr gefreut, dass sich erstmals auch ein Team aus Drammen in Norwegen angemeldet hatte.“

Für den Mönchengladbacher Kurt Küppers (69) war es ein ganz besonderer IMM: Der Feldwebel der Reserve, der sich unter anderem um die Verpflegung der insgesamt rund 300 Teilnehmer und Gäste kümmerte, hatte genau vor 50 Jahren im Rahmen der Wehrpflicht erstmals die Uniform der deutschen Bundeswehr angezogen. Als rüstiger Rentner engagiert er sich bis heute in der Kreisgruppe Niederrhein des Reservistenverbandes. Auch beim 35. IMM, der wahrscheinlich am 30. Juni 2018 veranstaltet wird, will er wieder dabei sein.

Helmut Michelis

 

 
 
 

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