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„Wettlauf zur Maas“




16 Reservisten aus Nordrhein Westfalen führten am Wochenende 10/11. September eine taktische Geländebesprechung als Dienstliche Veranstaltung in den belgischen Ardennen durch. Der 1. stellvertretende Landesvorsitzende, OTL d.R. Peter Weyers, hatte diese Taktikausbildung wieder vorbereitet, die von Oberst Michael Hoppen, Inspizient Ausbildung der Streitkräftebasis, durchgeführt wurde. Gefreiter d.R. Thomas Hambüchen unterstützte dabei. Auf den Spuren von General Rommel mit der 7. Panzerdivision, von Mai 1940, wurde der „Wettlauf zur Maas“ mit den einzelnen Gefechten nachvollzogen.
 
Auf der Fahrt an die deutsch-belgische Grenze konnten sich die Teilnehmer mit der Gliederung der 7. PD, dem Angriffsbefehl sowie der Angriffswege vertraut machen. Am Grenzübergang Steinebrück war der erste Besprechungspunkt. Eine Geländeorientierung und die Gefechtsgliederung für den Angriff mussten vorgetragen werden. Dann wurden die Teilnehmer in zwei Arbeitsgruppen eingeteilt.
 
In Chabrehez hatte eine Kompanie belg. Ardennenjäger eine Brücke über den Bach und Sumpfgebiet „Martin Moulin“ verteidigt. Eine Arbeitsgruppe sollte diese Verteidigung planen und die zweite Arbeitsgruppe den Angriff der 7. PD. ausarbeiten. Hinterher wurden beide Lösungsansätze mit dem tatsächlichen Einsatz und dem Gefecht vom 10. Mai 1940 verglichen. Die Lösungen der Arbeitsgruppe wichen nicht wesentlich vom tatsächlichen Einsatz ab.
 
Nachmittags erreichten die Reservisten die Maas. Zwischen Dinant und Houx ist Rommel an zwei Stellen über den Fluss gegangen und hat Brückenköpfe gebildet. Die Teilnehmer sollten erkunden, welche Stellen sich dafür anboten und beide Maas-Übergänge mit Übersetztruppe, Feuerunterstützung usw. planen. Der Angriff von General Rommel war die Musterlösung. Auch hier kam man zu den richtigen Lösungen.
 
Am Sonntag ging es dann auf das westliche Maasufer. Im Museum „Mai 1940“ im Ort
Haut-le-Wastia, wurde die Gruppe vom Museumsleiter, einem aktiven belgischen Major, empfangen. Über drei Stunden führte er die Besucher durch das Museum und erläuterte anhand von vielen Exponaten und Fotos den Angriff Rommels über die Maas sowie die Panzerschlacht mit den Franzosen bei Flaveaux. Es war interessant, hier einen Einblick in die belgisch-französische Sichtweise der Kämpfe zu bekommen. Anschließend legten die Reservisten in Begleitung des Museumspersonals ein Blumengesteck am Monument der französischen Kürassiere in dem Ort nieder.
 
Die französische Verteidigung am linken, westlichen Maasufer war durch die beiden Arbeitsgruppen zu planen. Von der Burgruine oberhalb von Bouvignes, hatte man den besten Überblick über den Maasabschnitt. Hier trugen die Arbeitsgruppen ihren Entschluss und den Plan für die Verteidigung vor.
 
Hauptfeldwebel d.R. Klaus Rausch war von der Ausbildung ganz begeistert. „Es war das erste Mal, dass ich eine Geländebesprechung mitgemacht habe. Ich habe viel gelernt. Insbesondere auch bei den Erkundungen und durch die Gespräche mit den Teilnehmern aus anderen Truppengattungen, wie Panzertruppe und Artillerie. Diese konnten wertvolle Tipps für Einsatz und Unterstützung geben“.

Auch die Mannschaftsdienstgrade brachten sich stark in die Ausbildung ein. Die jeweiligen Geländeorientierungen erfolgten immer durch Mannschaftsdienstgrade, die eine gute Arbeit machten.
 
Die nächste Taktikausbildung plant OTL Weyers mit Oberst Hoppen im April 2017 wieder im Stützpunkt Winterberg.
 

Text und Fotos: Peter Weyers
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