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Aus der Truppe

Bundeswehr hilft bei der Kontaktnachverfolgung




Landrätin Eva Irrgang begrüßte die ersten 20 von 30 Soldaten, die jetzt das Kreisgesundheitsamt unterstützen. Begleitet wird die Zusammenarbeit von Oberstleutnant Klaus Eifler (ganz links), dem Leiter des Kreisverbindungskommandos.

Kreis Soest – Hand aufs Herz: Wissen Sie noch genau, wen Sie vor 14 Tagen alles getroffen haben? Und am Tag drauf und wieder einen Tag später? Für den Fall, dass jemand positiv auf das neuartige Corona-Virus getestet wird, ist es wichtig, all diese Kontakte zusammenzubekommen, denn nur so können Infektionsketten entdeckt und weitere unkontrollierbare Virusübertragungen verhindert werden. Bei dieser Aufgabe hilft die Bundeswehr jetzt mit.

Die Kontaktnachverfolgung wurde zunächst unter der Aufsicht des Kreisgesundheitsamtes durch Mitarbeiter der Kreisverwaltung durchgeführt. Angesichts der steigenden Zahl an Infizierten und der damit immer größer werden Menge an Kontaktpersonen stoßen die Kapazitäten des Kreises jedoch an ihre Grenzen. Unterstützung kommt daher nun von der Bundeswehr. 

30 Soldaten vom Logistikbataillon 161 aus Delmenhorst wurden dafür abgestellt, die erste Gruppe von ihnen wurde am Montag auf die neue Aufgabe vorbereitet. Jeweils für eine Sieben-Tage-Schicht wird künftig eine Hälfte der Gruppe in Soest im Einsatz sein, während die andere Hälfte sich in Delmenhorst von dem Einsatz erholt. 

„Freuen uns über die Unterstützung“

Landrätin Eva Irrgang begrüßte die Soldaten am Montagnachmittag. „Wir freuen uns, dass wir Unterstützung durch die Bundeswehr bekommen“, sagte sie im Namen der Kreisverwaltung. „Wir haben um Hilfe gebeten und schon ein paar Tage später war sie da.“ 

Bisher seien die Infektionszahlen in Sachen Corona im Kreis Soest sehr gut, weil die Rückverfolgung von Kontakten sehr intensiv durchgeführt worden sei. „Wir waren immer sehr dahinter her, aber langsam wird es schwierig“, so die Landrätin weiter. Die Unterstützung der Bundeswehr bedeute eine Entlastung der Mitarbeiter aus der Kreisverwaltung, die seit Monaten rund um die Uhr an sieben Tagen die Woche in der Kontaktverfolgung tätig sind. 

Irrgang wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass das Gesundheitsamt normalerweise 90 Köpfe zählt, die Belegschaft sei aber mittlerweile durch Mitarbeitende aus der ganzen Kreisverwaltung auf mehr als 200 aufgestockt worden. Trotzdem würden jedoch mittlerweile Kapazitätsgrenzen erreicht und die zusätzliche Hilfe der Bundeswehr sei angesichts der zweiten Corona-Welle unerlässlich. 

Wie Pressesprecher Wilhelm Müschenborn berichtete, ist der Aufwand für die Kontaktnachverfolgung sehr unterschiedlich. Ebenso seien die Reaktionen der Angerufenen sehr verschieden. Die Mehrheit sei erst einmal erschrocken, wenn das Gesundheitsamt anruft, dann aber kooperativ. Es gebe aber auch unwillige Reaktionen oder Kontakte, die nur mit großem Aufwand hergestellt werden können. 

Die in den Kreis Soest abgeordneten Soldaten werden jeweils sieben Tage einschließlich des Wochenendes mit 15 Köpfen tätig sein, hinzu kommen weitere Soldaten für den Fall, dass einzelne Kameraden erkranken. Daher wurden jetzt 20 der Soldaten im Kreishaus begrüßt, ab Dienstag beginnt für sie der besondere Dienst. 

Dafür wurden im Sitzungssaal mit Computern und Telefon ausgestattete Arbeitsplätze eingerichtet. Vorerst ist der besondere Einsatz bis zum 4. Dezember befristet, es besteht aber die Option auf eine Verlängerung. 

Hilfe durch Kreisverbindungskommando

Begleitet wird der Einsatz der Soldaten durch das Kreisverbindungskommando für den Kreis Soest in Abstimmung mit dem Landeskommando der Bundeswehr in Düsseldorf und der Bezirksregierung Arnsberg. Kreisverbindungskommandos gibt es in allen Kreisen, berichtete Oberstleutnant der Reserve Klaus Eifler aus Werl. Der Leiter des Kreisverbindungskommandos und weitere ehemalige Soldaten und Reservisten haben sich insbesondere darum gekümmert, wie die Truppe nach Soest kommt. 

Untergebracht sind die 30 aktiven Soldaten in der Jugendherberge Möhnesee. Im Kreishaus werden sie in mehreren Schichten arbeiten, zu ihrer Mobilität haben sie eigene Fahrzeuge der Bundeswehr dabei. Auch im weiteren Verlauf steht das Kreisverbindungskommando begleitend zur Verfügung.

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