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ZU GAST IN WESEL ZUM DREITÄGIGEN INFANTERIEAUSBILDUNGSBIWAK 21. BIS 23. OKTOBER 2022 – EINE VERANSTALTUNG DES LANDESKOMMANDO NRW – AUSGEFÜHRT DURCH DIE KREISGRUPPE RHEIN – RUHR – TEIL 6




Unsere Gruppe setzt sich bei fast völliger Dunkelheit in Bewegung. Wir wissen nicht wie es unserer Nachbargruppe geht. Wir haben auch keine Zeit darüber nachzudenken.

Wir sind froh wenn wir hier aus diesem Urwald raus sind. Orientierungspunkte sind hier gerade Fehlanzeige. Alles sieht hier gleich aus. Keine markanten Punkte.  Ich passe nun auf, dass ich nicht noch einen Ast ins Auge bekomme. Ich denke optimistisch , bin ja Brillenträger, so schnell wohl nicht. Es ist dunkel und ich folge meinen Vordermann auf gebührenden Abstand. Auf meine beiden Hände verteilen sich nun 8 Verpflegungspacks. Aus dem Segen an mehr Verpflegung wird nun ein Fluch. Unhandlich baumeln die Packs hin und her in dem unwegsamen Gelände. Dazu der schwere Rucksack, Klappsparten, Kampftasche, 3  munitionierte Magazine, Gefechtshelm und unsere Braut auf Zeit, dass Sturmgewehr 36.  Äste versperren den Weg. Baumstümpfe bringen uns immer wieder ins Ungleichgewicht. Die Zeit läuft. Eine Stunde, eine Stunde nur, für so viele Aufgaben. So etwas ist nur in einem funktionierenden Team möglich. „Viele Hände, flinke Hände!“

Wir alle denken wohl gerade dasselbe, wie wird es weitergehen? Was kommt nun als nächstes auf uns zu?

Ich sehe rote Lichter, welche ich kurz danach als Fahrzeuglichter identifiziere. Bald höre ich auch Stimmen in der Ferne. Es ist der Hauptgefechtsstand, den wir nach weiteren paar Minuten endlich erreichen.

Ich sehe dort den Verpflegungswagen und unsere bereits eingetroffene Unterstützungsgruppe. Aufatmen. Das deutet auf eine kurze Pause hin. Die Erwartungshaltung ist auf Grund  Erfahrungswerte  auch auf eine nur sehr kurze Pause minimiert. Und wir werden da nicht enttäuscht. Nur eine kurze Pause ist uns vergönnt. Nichts mit mal länger ausruhen!

Marschgepäck und Waffen ablegen und erst mal was Essen und Trinken lautet der Befehl.

Was für eine Wohltat, denke ich. Ich denke aber schon weiter. Krieg ich den Arsch wieder hoch nach vielleicht zu langer, kurzer  Pause. Denn zu lange pausieren kann sehr übel sein.

Die Hoffnung auf längere Pause wird mir schnell genommen, denn in 15 Minuten wird uns demonstriert werden, wie man sich bei Nacht, in Dunkelheit zu verhalten hat. Was es für Möglichkeiten gibt, nachts aufzuklären. Welche Hilfsmittel es gibt, was man tunlichst in der Nacht vermeiden muss, um nicht aufgeklärt zu werden. Ich kenne das wie wohl alle aus der „Grundi“ aber es ist immer wieder hilfreich sich daran zu erinnern, daran erinnert zu werden!

Wichtige Ausbildungsinhalte zu vergessen, können auch ganz schnell  im Einsatz zum vorzeitigen Ableben führen.

Nach Lehrvorführung erfolgt neuer Lagebericht und neuer Befehl.

Gleichzeitig, während der Ansprache rollen langsam Einsatzfahrzeuge in den Hauptgefechtsstand ein.

Sie werden uns unterstützen.

Es ist ein massiver Frontalangriff auf die feindlichen Truppen geplant. Alle verfügbaren Mittel werden nun eingesetzt.

Wir werden nach Lageeinschätzung , dass unsere Stellungen aufgeklärt sind, welche wir aus diesem Grund aufgegeben haben , vor agieren des Feindes, einen Angriff auf die von uns aufgeklärten feindlichen Stellungen zuvorkommen. Denn auch unsere Aufklärung hat gute Arbeit geleistet.

Unsere Vermutung bewahrheitet sich.

Es wird weitere Munition ausgegeben. An Munition wird es nicht liegen, denke ich mir. Die wird ausreichend verteilt.

Der Gegner soll überrascht werden. In Schockstarre soll er ausgeschaltet werden.

Ich selber werde im Hauptgefechtsstand zur Sicherung zurückbleiben, werde jedoch aus der Ferne weiter berichten.

Fahrzeuge und Marschgruppen setzen sich in Bewegung.

Ihr Ziel vor sich…

FORTSETZUNG FOLGT

 

 

 

 

 

 

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