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Auch Rettungshubschrauber landet wieder am Schloss

Das Schloss Rheydt ist am Samstag, 1. Oktober, vermutlich der sicherste Platz in ganz Deutschland: Mehrere hundert Soldaten, Polizeibeamte, Feuerwehrleute, der Zoll, das Technische Hilfswerk, Justizmitarbeiter und Rettungsdienste werden den ganzen Tag über rund um das Wasserschloss präsent sein ­– als Teilnehmer am „38. Internationalen Mönchengladbacher Militärwettkampf“. Angeschlossen ist wieder ein bunter „Tag der Begegnung mit der Bundeswehr“ für die ganze Familie.

Der nagelneue Rettungshubschrauber LUH SAR setzt am Schloss Rheydt zur Landung an. Foto: Bundeswehr

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Morgendliches Antreten der Funktioner zum 37. IMM

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Kraftakt gegen die Stoppuhr: 80 Kilo wiegt diese Puppe, den hier ein Team über die Hindernisbahn schleppen muss. Foto: Helmut Michelis

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Station Biathlon Schlosswiese

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Bundeswehr und Reservisten laden am 1. Oktober zum internationalen Militärwettkampf mit buntem Rahmenprogramm nach Rheydt ein

 

Das Schloss Rheydt ist am Samstag, 1. Oktober, vermutlich der sicherste Platz in ganz Deutschland: Mehrere hundert Soldaten, Polizeibeamte, Feuerwehrleute, der Zoll, das Technische Hilfswerk, Justizmitarbeiter und Rettungsdienste werden den ganzen Tag über rund um das Wasserschloss präsent sein ­– als Teilnehmer am „38. Internationalen Mönchengladbacher Militärwettkampf“. Angeschlossen ist wieder ein bunter „Tag der Begegnung mit der Bundeswehr“ für die ganze Familie.

 

Die Veranstaltung wird um 12.30 Uhr durch Brigadegeneral Dieter Meyerhoff vom Landeskommando Nordrhein-Westfalen offiziell eröffnet, schwungvoll begleitet vom Ausbildungsmusikkorps der Bundeswehr aus Hilden. Ein buntes Rahmenprogramm auf der Bühne im Innenhof mit viel Musik schließt sich bis in den Abend hinein an. Der neue Rettungshubschrauber LUH SAR, im letzten Jahr erstmals beim IMM präsentiert, wird wieder auf dem großen Parkplatz westlich vom Schloss landen. Dort werden auch erneut historische Militärfahrzeuge der Bundeswehr ausgestellt. Die wird es diesmal zusätzlich im Mini-Format geben: Die Reservistenarbeitsgemeinschaft Militärmodellbau aus Celle hat sich mit ihrem außergewöhnlichen Fahrzeugpark im Maßstab 1:87 bis 1:8 angesagt.

 

Die große Turnierwiese vor dem Schloss wird mit einer Hindernisbahn, einem Kletterturm und einer Biathlon-Anlage bestückt, bei der umweltfreundlich mit harmlosen Laser-Gewehren geschossen wird. Zuschauen und Mitfiebern sind auch hier ausdrücklich gewünscht. Bei den 15 verschiedenen Aufgaben seien „Köpfchen, Kraft und Kondition wieder gleichermaßen gefordert“, verspricht Hauptmann der Reserve Markus Stops, der bereits zum fünften Mal die IMM-Leitung übernommen hat. Diese völkerverbindende Veranstaltung ist der älteste Vielseitigkeitswettbewerb seiner Art weltweit. Überschattet wird das internationale Treffen diesmal vom Krieg in der Ukraine: 29 Teams aus vier Nationen haben sich bislang angemeldet, weniger als sonst, weil viele „Stammgäste“ voraussichtlich auch über dieses Wochenende in ihren Stäben und Einheiten Dienst leisten müssen. „Wir sind aber flexibel, wenn kurzfristig doch noch jemand teilnehmen kann“, sagt Stops. „Schließlich ist es seit 1984 unser Ziel, Brücken zu bauen zwischen den Nationen. Außerdem wollen wir gemeinsam Flagge zeigen. Das ist uns gerade jetzt besonders wichtig.“

 

Verteidigungsministerin Christine Lambrecht, die den Siegerteller stiftet, würdigt dieses jahrzehntelange Engagement der ehrenamtlichen Reservisten in ihrem Grußwort: „Die Weltlage macht uns dieses Jahr drastischer denn je bewusst, wie wichtig Verständigung und Partnerschaft sind. Der IMM ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie das über den Sport gelingt, wenn wir hier bei uns die Tore öffnen und Brücken bauen zwischen Freunden und Verbündeten: beim Kampf gegen die Stoppuhr genauso wie bei der gemeinsam verbrachten Zeit dazwischen und danach.“ Weiter schreibt Lambrecht: „Hinter so einer Veranstaltung stecken immer großes Engagement und viele helfende Hände. Ich danke aus ganzem Herzen allen, die diese Veranstaltung Jahr für Jahr auf die Beine stellen und so mit viel Leidenschaft und persönlichem Einsatz die Tradition des IMM fortführen.“

 

Oberbürgermeister Felix Heinrichs, der Schirmherr des 38. IMM, freut sich ebenfalls auf die Veranstaltung: „Neben den verschiedenen Wettkämpfen steht der Kontakt zwischen den unterschiedlichen Nationalitäten, zwischen Aktiven und Reservisten, Zivilen und Militärs im Mittelpunkt. Nicht selten wurden bei den vergangenen IMM bleibende Freundschaften über Grenzen hinweg geknüpft.“ Mehr als 1000 Zuschauer waren im vergangenen Jahr vor Ort. Der Besuch im Schloss Rheydt werde sich für Zuschauer jeden Alters lohnen, versprechen die Veranstalter, das Landeskommando Nordrhein-Westfalen der Bundeswehr und die Kreisgruppe Niederrhein im Reservistenverband.

 

Der Wettkampf beginnt bereits um acht Uhr. Eine Siegerehrung im Innenhof des Schlosses, wo auch Info-Stände aufgebaut sind und mittags wieder gegen eine Spende für einen guten Zweck zur legendären Bundeswehr-Erbsensuppe eingeladen wird, wird den 38. IMM gegen 20.30 Uhr abschließen. Der Eintritt ist den ganzen Tag über frei.

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