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100 Jahre Soldatenfriedhof Menen




Der Soldatenfriedhof Menen in Flandern ist die größte deutsche Kriegsgräberstätte des ersten Weltkrieges. Hier ruhen fast 48.000 Gefallene. Im Gegensatz zu anderen Friedhöfen gibt es hier kaum unbekannte Tote. Der Friedhof wurde 1917 von der deutschen Truppe nach der dritten großen Flandernschlacht angelegt, in der ca. 450.000 Soldaten verwundet oder getötet wurden.

Den beiden Oberkasseler Kameraden SFw d.R. Carsten Fricke und HG d.R. Uwe Inhülsen kam die Ehre zuteil, die Gedenkfeier des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge in Menen anlässlich des 100. Jubiläums des Friedhofs am 6. Oktober 2017 als Kranzträger zu unterstützen. Vor über 600 Zuschauern, darunter Gesandte aus 15 Ländern, 90 Soldaten aus Neuseeland und Angehörige der Gefallenen, sprachen die Bürgermeisterin der Stadt Menen Martine Fournier, der Gouverneur der Provinz Westflandern Carl Decaluwé, der stellvertretende Botschafter der Bundesrepublik Deutschland Michael Häusler und Volksbund-Präsident Wolfgang Schneiderhan, bevor die 30 Kränze niedergelegt wurden.

Musikalisch begleitet wurde die Zeremonie von einer Sängerin und einem Gitarristen aus Großbritannien, einem Dudelsackspieler und dem Musikkorps der belgischen Marine. Ganz besonders berührt wurden die Zuschauer von einem gemischten Chor der neuseeländischen Streitkräfte, der eine melancholische Maori-Weise vortrug. Die Neuseeländer – wie auch viele Australier – waren anlässlich des 100-jährigen Gedenktages der Schlacht von Passchendaele, in der besonders diese Nationen hohe Verluste erleiden mussten, auf einer Besuchs-Tour auf den flämischen Schlachtfeldern.

In den beiden Wochen vor der Feier hatten die Oberkasseler zusammen mit Kameraden der Marsch- und Arbeitsgruppe NRW/Hessen die deutschen Soldatenfriedhöfe Menen und Langemark gepflegt. In Langemark trugen sie die sterblichen Überreste von 16 deutschen Gefallenen in die Gruft unter dem Kameradengrab, die im Zuge der Bauarbeiten für eine Gas-Pipeline in den letzten Monaten gefunden worden waren. In Gesprächen mit den zahlreichen meist britischen Friedhofsbesuchern stand immer wieder das Volksbund-Motto „Versöhnung über den Gräbern“ im Vordergrund. Auch bei der Teilnahme an der täglich stattfindenden Zeremonie „Last Post“ am Menentor in Ypern gab die Arbeitsgruppe ein gutes Bild ab.

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