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Auf den Spuren der Moorsoldaten




Feierliche Kranzniederlegung auf der Begräbnisstätte Esterwegen

Gleich nach der Machtergreifung 1933 errichteten die Nationalsozialisten im Emsland drei Konzentrationslager für politische „Schutzhäftlinge”: KL Neusustrum, KL Börgermoor und KL Esterwegen. Die Gefangenen mussten die Baracken und Lagerstraßen selber bauen und wurden zur Kultivierung der Moore eingesetzt. Sie bezeichneten sich als „Moorsoldaten”, und anlässlich eines Bunten Abends entstand im Lager Börgermoor das „Lied von den Moorsoldaten“.

Nach der Auflösung der ersten drei Lager als Arbeitslager dienten diese und weitere 12 im Emsland neu gebaute Lager als Strafgefangenenlager der Reichsjustizverwaltung und ab 1939 als Lager für verurteilte Wehrmachtsangehörige, Widerstandskämpfer und Kriegsgefangene. Insgesamt wurden bis Kriegsende etwa 80.000 KZ-Häftlinge und Strafgefangene sowie 100.000 bis 180.000 Kriegsgefangene in den 15 Lagern inhaftiert. Bis zu 30.000 Menschen, überwiegend sowjetische Kriegsgefangene, starben. Über 1.200 Tote fanden ihre letzte Ruhe auf der Begräbnisstätte Esterwegen am Küstenkanal, ca. sechs Kilometer vom ehemaligen Lager Esterwegen entfernt.

Zwei Wochen lang führten 15 Reservisten aus Deutschland und Belgien Pflegearbeiten auf dieser Begräbnisstätte durch, mit dabei zwei Kameraden der RAG Schwimmen. Überwuchernde Bodendecker wurden entfernt, die Randsteine der Begräbnisfelder freigelegt und auf gleiches Niveau gebracht, Gedenktafeln freigeschnitten und vieles mehr. Untergebracht war die Arbeitsgruppe in einer der ehemaligen Bundeswehrhallen auf dem Gelände der heutigen Gedenkstätte Esterwegen.

Nach Abschluss der Arbeiten würdigten der Landrat, der Bundeswehrbeauftragte des Volksbunds für Niedersachsen und Bremen und der Geschäftsführer des Bezirksverbands Weser-Ems während einer Gedenkveranstaltung das Engagement der Reservisten. Das Lied von den Moorsoldaten, das Totengedenken zum Volkstrauertag und die Europa-Hymne umrahmten die feierliche Kranzniederlegung in der Gedenkhalle der Begräbnisstätte, an der auch viele ortsansässige Reservisten teilnahmen.

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