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Allgemein

Sicherheitspolitisches Seminar auf Schloß Gimborn




Schloß Gimborn, Tagungsstätte der „International Police Association“ war zum wiederholten Mal der Ort, an dem das SiPol-Seminar der Kreisgruppe Bergisch Gladbach erfolgte.

Die hochwertigen Seminare der Kreisgruppe auf Schloß Gimborn  haben Tradition und sich zwischenzeitlich herum gesprochen. So haben 59 Kameraden teilgnommen. Einer reiste extra aus Berlin an. Der scheidende Kreisvorsitzende und Leitende, Oberstleutnant d.R. Peter Weyers, konnte auch zwei Frauen begrüßen.
10 Reservisten musste aus Kapazitätsgründen abgesagt werden.

Der Leitende verwies bei der Einführung auf die Besonderheit der jährlich stattfindenden Seminare: Es gibt immer ein Hauptthema, das verschiedene Referenten aus unterschiedlichen Blickwinkeln aufgreifen und beleuchten.

Diesmal ging es um „Hybride Kriegsführung“ 

Der sicherheitspolitische Beauftragte der Kreisgruppe, OTL a.D. Manfred Kassner, erläuterte zu Beginn, was man unter dieser Bezeichnung versteht.

Dr. David Schiller bezeichnete „hybrid“ als neues Modewort. „Unkonventionelle Kriegsführung“, was sich dahinter verbirgt, hat es immer schon gegeben. Große Armeen und Staaten können auch durch Nadelstiche geschwächt und handlungsunfähig gemacht werden. Dabei gibt es keine lineare Kriegsführung mit Frontenkrieg mehr. Der Gegner wird von der einen Seite als Terrorist, von der anderen Seite als Freiheitskämpfer bezeichnet.

Oberst a.D. Friedrich Jeschonnek beleuchtete anschließend die russische Konzeption und Sichtweise der unkonventionellen Kriegsführung.  Der russische Generalstab hat hierzu ein eigenes Konzept entwickelt, um mit nicht-militärischen Mitteln Länder und Gebiete zu annektieren:

Demonstration, Beeinflussung der Presse, Falsch-Informationen (Fake-Niews), Aufstand von Teilen der Bevölkerung (Ausbildung und Materialgestellung durch eig. Kräfte), Blosstellung der Staatsmacht, Zuhilfekommen der Aufständischen.

Während in der Zeit mit NATO bzw. UNO verhandelt wird, werden Fakten geschaffen.

Oberst a.D. Otto Jarosch, ehemaliger Kommandeur Cyber, berichtete über Cyberkrieg, Cyberkrimminalität, Eindringen in Computernetzwerke; Abwehr und Angriff dagegen.

Dazu beschäftigt Russland und China bereits heute Hunderttausende Computerexperten, um weltweit in Datennetze einzudringen. So wurden 1996 in Estland Kommunikationsnetze, Energie- und Wasserversorgung lahmgelegt. Im letzten Jahr wurde ein Trojaner in das Intranet der Bundesregierung eingeschleust: Alle Computer und Hardware mussten ausgetauscht werden.

Der Sicherheitsberater der Telekom, Stabsfeldwebel d.R. Frank Wagner knüpfte daran an. Tagtäglich gibt es 800.000 Angriffe gegen das Netzwerk der Telekom. Anschließend referierte er über „Hochfrequenztechnik“ zur Unterdrückung von Funksignalen zur Auslösung von EOD und Störung von Drohnensteuerung.

Zuletzt befasste sich OTL a.D. Kassner mit dem Drohnenkrieg und der Abwehr von Rotor- und Flächendrohnen. Dabei steckt die Abwehr von Einzeldrohnen und gegen Masseneinsatz von Drohnen noch in den Kinderschuhen.

Insgesamt war es ein sehr aufschlussreiches Seminar. Die Qualität der Vorträge der Referenten war exzellent.

Auch im kommenden Jahr wird die Kreisgruppe Bergisch Gladbach wieder ein Seminar auf Schloß Gimborn durchführen.

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