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Kreisgruppe Rhein-Oberberg

Sicherheitspolitisches Seminar in der Theodor-Heuss-Akademie Gummersbach




Erstmals wurde das Sicherheitspolitische Seminar der Kreisgruppe Bergisch Gladbach in der Theodor-Heuss-Akademie in Gummersbach durchgeführt.
Von Freitag 10. Juni bis Samstag, 11. Juni trafen sich 30 Reservisten der Kreisgruppen aus Bergisch Gladbach und Köln in der Tagungsstätte der FDP-Stiftung.
Danke an die Kreisgruppe Köln für die Beteiligung an den Seminarkosten.

Der erste Vortrag musste bereits am Freitagabend erfolgen, da der Dozent, Michael Hellerforth, in der darauf folgenden Woche selbst für 6 bis 9 Monate nach Mali kommandiert wurde. Er ist in zwei Ländern in den Streitkräften als Reservist beordert: In Frankreich hat er eine Stelle als Major d.R. inne, in Deutschland ist er als Oberstleutnant d.R. beordert.
Wegen seiner besonderen Kenntnisse wird er für die nächsten 9 Monate als Berater des malischen Verteidigungsministers tätig.
Er berichtete über die innenpolitischen Spannungen und der Ursache der Konflikte im Land sowie über die bisherigen Einsatzerfahrungen der Franzosen. Mali war bis 1960 französische Kolonie.
Als die islamischen Kämpfer zusammen mit den Tuareg in den Süden Malis vorstießen und die Städte Timbuktu und Gao eroberten, setzten die Franzosen am 11. Januar 2013 bei der Operation SERVAL rund 5000 Soldaten und Fallschirmjäger ein und stoppten den Vormarsch.

Als nächster berichtete Hauptmann a.D. Andreas Dell am Samstag über seine Einsätze für die UN im Sudan. Hier kamen einige Details der Lebensweise, des Stammesdünkeln der Nordafrikaner und Nomaden zu Tage.
Viele Probleme der heutigen Zeit sind auf die Kolonialmächte zurückzuführen. Vor mehr als 200 Jahren teilten sie Afrika unter sich auf. Dabei wurden die Grenzen mit dem Lineal anhand von Längen- und Breitengraden gezogen, ohne auf die Stammesgebiete und Herschafts-bereiche der einheimischen Bevölkerung Rücksicht zu nehmen.

OTL a.D. Manfed Kassner beschrieb die geografische Lage, erläuterte den Auftrag der Bundeswehr in Mali. Die Bundeswehr soll die malischen Truppen ausbilden und im Norden Aufklärung betreiben. Die dazu eingesetzten Waffensysteme wurde vorgestellt.

Als letzter Referent kam ein Reporter der französischsprachigen Redaktion der Deutschen Welle zum Zuge. Frejus Quenum, im Nachbarland Benin geboren, beschrieb die politische Entwicklung in Mali, die Abhängigkeit der malischen Regierung von der ehemaligen Kolonialmacht und jetziger Schutzmacht Frankreich. Im Gegensatz dazu die stolzen Tuareg im Norden, in den Wüstenregionen Malis, die die Regierung im Süden in der Hauptstadt Bamako nicht anerkennt.

Es war insgesamt ein aufschlussreiches Seminar, was den Hintergrund der Konflikte in Afrika und besonders in Mali einem näher brachte. Leider litt die Teilnehmerzahl unter dem parallel laufendem Tag der Bundeswehr und einer Schießausbildung.

Gerd Kemmerling

Bilder zum Seminar finden Sie in unserer Mediathek: hier

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