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Kreisgruppe Südwestfalen

50 Jahre Deutscher Soldatenfriedhof Futa-Pass




Arbeiten auf dem Friedhof

Bildautor: Erhard Lauber

Das 11köpfige Arbeitsteam

Bildautor: Erhard Lauber

Teilnehmer der Gedenkfeier

Bildautor: Erhard Lauber

Soldaten des Einsatzführungsbereiches 2 aus Erndtebrück und Reservisten der Kreisgruppe Südwestfalen bei Gedenkfeier und beim gemeinsamen Kriegsgräbereinsatz in der Toskana

Erndtebrück / Futa-Pass. Soldaten des Einsatzführungsbereiches 2 aus Erndtebrück, Reservisten der Kreisgruppe Südwestfalen des Verbandes der Reservisten und je einen aktiven Kameraden des Bundesamtes für das Personalmanagement der Bundeswehr in Siegburg und des Bundesamtes für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr in Koblenz nahmen jetzt an der Gedenkfeier anlässlich der 50. Wiederkehr der Einweihung des deutschen Soldatenfriedhofes auf dem Futa-Pass in der Toskana teil. Außerdem führten die Soldaten und Reservisten einen Pflegeeinsatz auf Soldatenfriedhof durch. Der Einsatz stand unter dem Kommando von Stabsfeldwebel Erhard Lauber, selbst aktiver Soldat am Standort Erndtebrück und Geschäftsführer des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge für das Wittgensteiner Land. Nach 2002 und 2011 war dieses der dritte Arbeitseinsatz von Soldaten aus Erndtebrück auf dem Futa-Pass.

Letzte Ruhestätte für über 30000 Gefallene

Der Soldatenfriedhof liegt auf einer Bergkuppe, 40 km von Florenz entfernt, unmittelbar am Futa-Pass (952 Meter über dem Meeresspiegel). Mit 30.683 Gefallenen ist der Friedhof Futa-Pass der größte deutsche Soldatenfriedhof in Italien. Aus Feldgräbern und Gemeindefriedhöfen der umliegenden zehn Provinzen Bologna, Florenz, Forli, Lucca, Modena, Pesaro, Pisa, Pistoia, Ravenna und Reggio Emilia hat sie der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge geborgen. Das war notwendig, um die Gräber der Gefallenen zu erhalten und um noch unbekannte Tote zu identifizieren. Vielen Hinterbliebenen konnte der Volksbund nach langen Jahren der Ungewissheit das Schicksal ihres Angehörigen mitteilen. Die Einweihung des Friedhofes fand am 28.06.1969 statt.

Gedenkfeier zur Einweihung des Friedhofes vor 50 Jahren

Anlässlich der 50. Wiederkehr der Einweihung des deutschen Soldatenfriedhofes hatte der Friedhofsverwalter Michael Caldari eine kleine Gedenkfeier organisiert. Diese fand am Freitag, 28.06. statt. Neben den Soldaten und Reservisten aus Südwestfalen nahmen an dieser Gedenkfeier auch Abordnungen der italienischen Luftwaffe, der italienischen Gebirgsjäger (Alpini), der Carabinieri und der deutschen Luftwaffe aus dem italienischen Poggio Renatico sowie zahlreichen Vertretern aus Politik und Gesellschaft aus der Umgebung des Friedhofes statt.

Unterstützung des Pflegedienstes

Zu den Aufgaben der 6 aktiven Soldaten und 4 Reservisten gehörten Mäharbeiten auf dem Friedhof zur Unterstützung des Pflegedienstes, das Schneiden der Hecken und Beete auf dem Gelände sowie Renovierungsarbeiten an den Gebäuden auf der Kriegsgräberstätte.

Kommandeur des Einsatzführungsbereiches 2 besuchte Arbeitskommando

Während des 12tägigen Aufenthaltes in Italien besuchte der Kommandeur des Einsatzführungsbereiches 2 Oberstleutnant Jörg Sieratzki das Arbeitskommando auf dem Futa-Pass und überzeugte sich von der geleisteten Arbeit der Soldaten und Reservisten. Ihm wurde vom Bundeswehrbeauftragten für Nordrhein-Westfalen als Dank für die jahrelange Unterstützung der Arbeit des Volksbundes durch den Einsatzführungsbereich 2 eine kleine Anerkennung überreicht. Außerdem nahm er ebenfalls an der Gedenkfeier zur Wiederkehr der Einweihung teil.

Mit Verdienstnadel des Volksbundes ausgezeichnet

Zwei Mitglieder des Arbeitskommandos wurden während ihres Einsatzes auf dem Futa-Pass für ihr Engagement ausgezeichnet. So wurde für die mehrmalige Teilnahme an Arbeitseinsätzen für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge die goldene Verdienstnadel an Oberstabsgefreiter der Reserve Frank Stache und die bronzene Verdienstnadel an Hauptfeldwebel Christoph Greiner verliehen.

Auch Wittgensteiner fanden auf dem Futa-Pass ihre letzte Ruhestätte

Auch aus der Heimatregion Wittgenstein der Erndtebrücker Garnison fanden auch Gefallene aus Birkelbach, Feudingen, Neuastenberg, Wemlighausen und Wunderthausen ihre letzte Ruhestätte auf dem Friedhof.

Ebenfalls bestattet wurde dort der Gefreite Erwin Sommer, dessen Angehörige nach ihrer Vertreibung aus Schlesien in Girkhausen, dem Heimatort des Kommandoführers Stabsfeldwebel Erhard Lauber dort eine neue Heimat fanden.

Friedhof bot Unterkunft

Untergebracht waren die fleißigen Helfer in der ehemaligen Jugendbegegnungsstätte auf dem Friedhofsgelände. Verpflegt und unterstützt wurden die fleißigen Helfer durch den Chef der Erndtebrücker Truppenküche Ludwig Benner. Der 62-jährige Küchenmeister sorgte mit seinen Speisen für eine sehr gute und reichhaltige Ernährung des 11-köpfigen Arbeitskommandos.

Neben dem Arbeitseinsatz wurde ein Tagesausflug nach Florenz, der Hauptstadt der Toskana unternommen, der für alle Beteiligten ein kultureller und interessanter Höhepunkt war.

Seinen Abschluss fand der Einsatz zur Unterstützung des Volksbundes mit einer Kranzniederlegung zum Gedenken an die dort bestatteten Kriegstoten, der in Auslandseinsätzen gefallenen Bundeswehrkameraden und den kürzlich verunglückten Bundeswehrpiloten.

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