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Kreisgruppe Südwestfalen

Letzter Bundeswehrarbeitseinsatz für langjährigen Friedhofsverwalter Michael Caldari auf dem Futa-Pass




Mäharbeiten auf dem Friedhof

Bildautor: Erhard Lauber

Soldaten des Einsatzführungsbereiches 2 aus Erndtebrück und Reservisten der Kreisgruppe Südwestfalen als letztes Arbeitskommando des langjährigen Verwalters auf dem Futa-Pass in der Toskana

Erndtebrück / Futa-Pass. Soldaten des Einsatzführungsbereiches 2 aus Erndtebrück, Reservisten der Kreisgruppe Südwestfalen des Verbandes der Reservisten und ein aktiver Kamerad des Bundesamtes für das Personalmanagement der Bundeswehr in Siegburg führten kürzlich einen Pflegeeinsatz auf dem Futa-Pass in der Toskana durch.

Letzter Arbeitseinsatz der Bundeswehr für langjährigen Verwalter Michael Caldari

Für den langjährigen Verwalter Michael Cadari sollte dieser Arbeitseinsatz der Bundeswehr der Letzte sein, bevor er am 30.11.2022 in den wohlverdienten Ruhestand geht. Michael Caldari war seit dem 01.01.1996 Verwalter auf dem Futa-Pass und hatte den Posten von seinem Vater Umberto Caldari übernommen. In den fast 27 Jahren seiner Tätigkeit als Verwalter betreute Caldari ca. 120 Arbeitseinsätze der Bundeswehr. Vier dieser Einsätze wurden in 2002, 2011, 2019 und 2022 unter anderem von Soldaten und Reservisten aus Erndtebrück durchgeführt. Zu den Aufgaben des Verwalters gehörte zudem noch die Betreuung der Jugendbegegnungsstätte des Volksbundes auf dem Futa-Pass, die aber in 2005 geschlossen wurde.

Zum Abschluss des Einsatzes überreichte das 10köpfige Arbeitsteam eine persönlich gewidmete Schieferplatte aus dem Wittgensteiner Land zur Erinnerung an diesen besonderen Arbeitseinsatz der Bundeswehr.

Der Einsatz stand unter dem Kommando von Stabsfeldwebel Erhard Lauber, selbst aktiver Soldat am Standort Erndtebrück und Geschäftsführer des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge für das Wittgensteiner Land. Für Lauber war es der letzte Arbeitseinsatz als aktiver Soldat, denn er geht zum 31.03.2023 in den Ruhestand. Stabsfeldwebel Lauber hat bereits aber angekündigt, auch als Soldat in der Reserve weiterhin Arbeitseinsätze durchführen zu wollen. Insgesamt hat Stabsfeldwebel Lauber in seiner aktiven Bundeswehrzeit an 20 Arbeitseinsätzen teilgenommen, von denen er 15 als Kommandoführer leitete.

Verwaltung bleibt in Familienhand

In Familienhand bleibt die Verwaltung des größten deutschen Soldatenfriedhofes in Italien. Michael Caldari übergibt das Verwalteramt zum 01.12.2022 an seinen Schwiegersohn Martino Mordini.

Letzte Ruhestätte für über 30000 Gefallene

Der Soldatenfriedhof liegt auf einer Bergkuppe, 40 km von Florenz entfernt, unmittelbar am Futa-Pass (952 Meter über dem Meeresspiegel). Mit 30.683 Gefallenen ist der Friedhof Futa-Pass der größte deutsche Soldatenfriedhof in Italien. Aus Feldgräbern und Gemeindefriedhöfen der umliegenden zehn Provinzen Bologna, Florenz, Forli, Lucca, Modena, Pesaro, Pisa, Pistoia, Ravenna und Reggio Emilia hat sie der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge geborgen. Das war notwendig, um die Gräber der Gefallenen zu erhalten und um noch unbekannte Tote zu identifizieren. Vielen Hinterbliebenen konnte der Volksbund nach langen Jahren der Ungewissheit das Schicksal ihres Angehörigen mitteilen. Die Einweihung des Friedhofes fand am 28.06.1969 statt.

Unterstützung des Pflegedienstes

Zu den Aufgaben der 5 aktiven Soldaten und 5 Reservisten gehörten Mäharbeiten auf dem Friedhof zur Unterstützung des Pflegedienstes, das Freischneiden und Ausrichten der Grabplatten sowie Renovierungsarbeiten an den Gebäuden auf der Kriegsgräberstätte.

Wittgensteiner schon vor über 60 Jahren zur Gräberpflege in der Toskana

Neben den bereits erwähnten Arbeitseinsätzen von Erndtebrücker Soldaten und Reservisten in 2002, 2011, 2019 und 2022 waren Frauen und Männer aus dem Wittgensteiner Land schon wesentlich früher zur Gräberpflege in der Toskana. Junge Menschen aus Wittgenstein reisten im August 1961 zur Pflege von Kriegsgräbern nach Italien. In dieser Gruppe waren neben 39 Sportlern des TuS Erndtebrück waren noch weitere Wittgensteiner Vereine bei dieser Fahrt vertreten: TV Laasphe (3 Teilnehmer), TV Berleburg (3), TV Arfeld (8), TV Schwarzenau (2), TV Feudingen (2) sowie Fotogruppe Feudingen (3). Dieser Einsatz erfolgte auf den deutschen Soldatenfriedhöfen in der Toskana, die Ende der 1960er Jahre aufgelöst wurden. Die hier bestatteten Gefallenen wurden auf den deutschen Soldatenfriedhof auf dem Futa-Pass umgebettet.

Auch Wittgensteiner fanden auf dem Futa-Pass ihre letzte Ruhestätte

Auch aus der Heimatregion Wittgenstein der Erndtebrücker Garnison fanden auch Gefallene aus Birkelbach, Dotzlar, Erndtebrück, Feudingen, Neuastenberg, Wemlighausen und Wunderthausen ihre letzte Ruhestätte auf dem Friedhof.

Ebenfalls bestattet wurde dort der Gefreite Erwin Sommer, dessen Angehörige nach ihrer Vertreibung aus Schlesien in Girkhausen, dem Heimatort des Kommandoführers Stabsfeldwebel Erhard Lauber dort eine neue Heimat fanden.

Friedhof bot Unterkunft

Untergebracht waren die fleißigen Helfer in der ehemaligen Jugendbegegnungsstätte auf dem Friedhofsgelände. In 2020 wurde hier ein neues Blockhaus als Unterkunft für die Arbeitskommandos der Bundeswehr errichtet sowie die Sanitäranlagen renoviert.

Verpflegt und unterstützt wurden die fleißigen Helfer vom ehemaligen Chef der Erndtebrücker Truppenküche Ludwig Benner, der diesen besonderen Arbeitseinsatz nochmals unterstützen wollte. Der 65-jährige Küchenmeister sorgte mit seinen Speisen für eine sehr gute und reichhaltige Ernährung des 10-köpfigen Arbeitskommandos.

Neben dem Arbeitseinsatz wurde ein Tagesausflug nach Florenz, der Hauptstadt der Toskana unternommen, der für alle Beteiligten ein kultureller und interessanter Höhepunkt war.

Seinen Abschluss fand der Einsatz zur Unterstützung des Volksbundes mit einer Kranzniederlegung zum Gedenken an die dort bestatteten Kriegstoten, der in Auslandseinsätzen gefallenen Bundeswehrkameraden.

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