Ministerpräsident Bouffier großer Befürworter der Reserve

Verbandspräsident Oberst der Reserve Oswin Veith, MdB, und der Ministerpräsident Hessens, Volker Bouffier, trafen sich jüngst in der Hessischen Landesvertretung in Berlin. Dabei bekundete Bouffier seine tiefe Anerkennung für das Engagement der Reservistinnen und Reservisten der Deutschen Bundeswehr und für die Arbeit des Reservistenverbandes. Er sei überzeugt, dass die Reserve eine wichtige Rolle in der nationalen Sicherheitsvorsorge spiele, sagte Bouffier.

Verbandspräsident Veith betonte seine Aufgabe, das Potential der Reserve künftig noch stärker mit den Organisationen zu verflechten, die sich dem Schutz der Gesellschaft und der Katastrophenhilfe verpflichtet haben: „Das bleibt indes ein schwieriges Unterfangen solange Reservistendienstleistungen auf freiwilliger Basis geschehen. Wir sind immer auf das Wohlwollen der Arbeitgeber angewiesen. Dort, wo die Reserve die Durchhaltefähigkeit der anderen Organisationen sicherstellen soll – beispielsweise in der Flüchtlingshilfe –, kann die mangelnde Bereitschaft zur Freistellung von Reservisten in der Wirtschaft zum Problem werden. Wir brauchen mehr Verbindlichkeit, gerade dann, wenn es um nationale Interessen geht.“

In freundschaftlicher Atmosphäre diskutierten die beiden Parteikollegen unter anderem auch über das Büdinger Modell. Er sei beeindruckt, wie die Reservistenkameradschaft Büdingen in den 2000er auf freiwilliger Basis einen möglichen Einsatz bei Katastrophen und schweren Unglücksfällen übte, äußerte sich Bouffier, der von 1999 bis 2010 Landesinnenminister in Hessen war. Aus diesem Engagement entstanden letztlich die Regionalen Sicherungs- und Unterstützungskompanien. „Wir leben in Zeiten, in denen genau dieses Engagement aus der Basis essentiell wichtig geworden ist“, betonte auch Verbandspräsident Veith. „Es schlummert viel Potential in der stillen Reserve Deutschlands; wir müssen einen Knopf finden, um es in einen Dienst an unserem Land umzuwandeln.“

Des Weiteren sprachen Veith und Bouffier über die Möglichkeit der Einführung einer smarten Dienstpflicht. „Wir sind davon überzeugt, dass viele Menschen in Deutschland ihrem Land dienen wollen. Die Einführung einer Dienstpflicht wäre natürlich verfassungsrechtlich an die Wehrpflicht geknüpft – das ist eine Schwierigkeit“, erklärte Veith. Bouffier und Veith sehen gemeinsam die Notwendigkeit einer guten Zusammenarbeit aller Blaulichtorganisationen. Es sei zu begrüßen, wenn Polizei und Bundeswehr gemeinsame Großübungen abhielten, so der hessische Ministerpräsident. „Der Ministerpräsident ist der Reserve sehr gewogen. Wir sind sehr dankbar für seine Unterstützung in den Belangen nationaler Sicherheitsinteressen“, sagte Veith.

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