Parlamentarischer Abend: Ministerin kündigt mehr Dienstposten für Reservisten an

Beim Parlamentarischen Abend des Reservistenverbandes in Berlin hat Verteidigungsministerin Dr. Ursula von der Leyen Stellung zur personellen Aufstockung der Bundeswehr und ihrer Reserve genommen. „Die Zeit des Schrumpfens ist in der Bundeswehr zu Ende.“ Das betrifft auch die Reserve: „Die Zahl der täglich fest eingeplanten Reservisten soll von 2500 auf 3000 erhöht werden.“

Sie würdigte zudem „die fantastische Hilfsbereitschaft der Reserve, die keine Selbstverständlichkeit ist“. Unter anderem betonte die Ministerin, dass die Reserve ein unverzichtbarer Partner für die Bundeswehr ist: „Reservisten bieten einen wertvollen Fundus an Lebenserfahrung, Engagement und Wissen.“ Um diese Kompetenzen künftig besser nutzen zu können, soll auch die Kooperation mit der Wirtschaft verbessert werden. Im neu entstehenden Cyberkommando beispielsweise werden Reservisten von Anfang an dabei sein. Um geeignetes Personal zu finden, sollen bestehende bürokratische Hürden gesenkt werden. Beispiel: der Gesundheitscheck. „Ein Reservist im Rechenzentrum muss keinen Marathon laufen können.“

Der Stellvertreter des Präsidenten des Reservistenverbandes, Oberst d.R. Oswin Veith MdB, erinnerte an die sicherheitspolitischen Herausforderungen, vor denen Europa in den kommenden Jahren steht. Er mahnte, jetzt Strategien zu entwickeln, die Deutschlands Sicherheitsvorsorge festigen: „Wir wollen uns für die Stärkung der Territorialreserve einsetzen. In einer Zeit, in der die Bundeswehr vermehrt ihren Kernaufgaben nachkommen muss, sind wir das unterstützende Element im eigenen Land.“

Der Reservistenverband nutzte den Abend auch, um einer besonderen Initiative eine Plattform zu bieten: Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums von Lachen Helfen sprach deren Vorsitzender Oberstleutnant d.R. Roderich Thien zu den Gästen im Tipi am Kanzleramt über das Engagement seines Vereins. Lachen Helfen e.V. versammelt deutsche Soldaten und Polizisten, die sich für Kinder in Kriegs- und Krisengebieten einsetzen. „Wir leisten gezielt Hilfe in Regionen, die die großen Hilfsorganisationen zumeist nicht erreichen können“, sagte er und warb damit für Unterstützung.

Hintergrund

Beim Parlamentarischen Abend des Reservistenverbandes kommen jährlich mehr als 500 Gäste aus Politik, Gesellschaft und Verbänden zusammen, um über aktuelle sicherheitspolitische Fragen sowie über die Aufgaben und Belange der Reserve der Bundeswehr zu diskutieren.

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Informationen zum Reservistenverband
Der Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr e.V. (VdRBw) – so der satzungsgemäße Name des Reservistenverbandes – tritt mit seinen Reservisten aktiv für die freiheitliche demokratische Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland ein. Seit mehr als einem halben Jahrhundert steht der Verband loyal an der Seite der Bundeswehr. Rund 110.000 Mitglieder engagieren sich ehrenamtlich in der Erfüllung ihres parlamentarischen Auftrages als Mittler für die Belange der Streitkräfte in der Gesellschaft.

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