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1.Info-Veranstaltung RSUKr




Mit einer Auftaktveranstaltung wurden an der Artillerieschule in Idar-Oberstein, die ersten Rheinland-Pfälzer Reservisten über die Aufstellung von Regionalen Sicherungs-und Unterstützungskräften informiert.
Der Landesvorsitzende Oberst d.R. Michael Sauer, betonte in seiner Begrüßungsrede vor den 110 Teilnehmern die aus allen Gliederungen der Landesgruppe angereist waren, die Wichtigkeit dieses Auftrages.

Der VdRBw hat diese Initiative ergriffen, um in Politik und Bundeswehr mit Nachdruck für die Entstehung dieser neuen regionalen Reserveeinheiten mit dem Hauptauftrag „Heimatschutz“ zu kämpfen. Nur so können Attraktivität für Reservisten und nutzen für die Bundeswehr in Einklang gebracht werden. Die aktive Mitarbeit des Reservistenverbandes bei der neuen Konzeption der Reserve der Bundeswehr trägt nun bereits die ersten Früchte.

Der Landesvorsitzende betonte: „Die RSU-Kräfte bieten- anders als die Kreisverbindungskommandos auch für Mannschaftsdienstgrade und Unteroffiziere o.P. eine neue Chance um eine Reservistenkarriere zu verwirklichen. Das Landeskommando und die Landesgruppe ziehen an einem Strang. Auch das soll heute spürbar und greifbar für jeden werden.Wenn Sie heute Nachmittag nach Hause fahren, sollen Sie das Gefühl haben, das war ein guter Tag für uns Reservisten in Rheinland-Pfalz.“

Der StOffzRes des Landeskommando Rheinland-Pfalz, Oberstleutnant Andreas Meunier, zeigte in einem Vortrag die beabsichtigte Vorgehensweise bei der Aufstellung der RSUKr in Rheinland-Pfalz auf. An einem Zeitstrahl verdeutlichte er die Verfahrensweise in den nächsten Monaten bis zur geplanten Indienststellung im nächsten Jahr. Es gelte jetzt vor allem, aus den gemeldeten Interessenten geeignetes Führungspersonal zu identifizieren.

In einer Ausbildung der Ausbilder soll der erste Grundstein für eine einheitliche und niveauvolle Basisausbildung für alle Angehörigen der der zukünftigen Kräfte gelegt werden. In einem Workshop, der nach den Sommerferien bereits unter Einbeziehung von Reservisten stattfindet, gelte es dann die Rahmenbedingungen für die Ausbildungsgestaltung festzulegen. Es kommt herbei besonders darauf, an eine vernünftige Lösung zu finden, um den Reservisten in seinem Spannungsfeld zwischen Beruf und Familie nicht zu überfordern. Dennoch darf die Qualität der Ausbildung darunter nicht leiden, um eine durchgängige Einsatzbereitschaft der Reservisten sicherzustellen. OTL Meunier betonte: „Für uns gelten nach wie vor die Grundsätze- Reservisten führen Reservisten und Reservisten bilden Reservisten aus.“

Hauptmann d.R. Heisam El-Araj der im Rahmen seiner Beorderung beim Landeskommando als Projektoffizier eingesetzt ist, machte den Reservisten den neu eingeschlagenen und modernen Kurs des VdRBw unter dem neu gewählten Präsidium deutlich. Dabei machte er darauf aufmerksam, das der gelebte Claim – Heimat- Sicherheit-Zusammenhalt in Verbindung mit einem nachweisbaren nutzen für Gesellschaft und Bundeswehr den Verband zukunftsfähig und attraktiv macht. Bezeichnet sei hier die Aussage des Präsidenten Oberst a.D. MdB Roderich Kiesewetter, der an die Mitglieder appelliert hat: „Wir müssen auch in Zukunft zeigen, dass wir unser Geld wert sind.“
Vor diesem Hintergrund gelte es, durch einen professionellem Informationsfluss möglichst viele Reservisten zu einer aktiven Mitarbeit bei den RSUKr zu motivieren.

Als dritten Referent des Tages, konnte mit Herrn Medizinaloberrat Kai-Uwe Spaniol vom Kreiswehrersatzamt Koblenz, auch das Thema ärztliche Untersuchung gemäß ZDv 46/1 bei Beorderung und Antritt einer Wehrdienstleistung erörtert werden. Zentrale Rolle spielten hier die neuen Tauglichkeitsgrade sowie mögliche Ausnahmereglungen für Reservisten. Mit dem neuen Tauglichkeitsgrad 6 können auch Reservisten mit „kleineren Blessuren“ weiterhin Dienst leisten. Er sprach hierbei spezifische Gesundheitsstörungen und Krankheitsbilder an. Allerdings gibt das Thema BMI (Body-Maß-Index) nur wenig Spielraum für den untersuchenden Arzt. Bereits ab einem BMI von 30, ist ein Reservist vorübergehend untauglich, ab BMI 35 untauglich. Auf Unverständnis stoß dabei bei den Reservisten, das diese Regelung nur für Reservisten Anwendung findet. Des Weiteren entgegnenden die Reservisten, dass Sie es als ungerecht empfinden würden, wenn Bürger die Ihren Körper im Arbeitsleben verschleißen, dann auch noch Probleme bekämen, wenn sie sich unter dem Motto „Tu was für Dein Land“ für die Gesellschaft einbringen wollten. Aber zum Beispiel als Bauarbeiter weiterhin acht Stunden am Tag harte körperliche Arbeit leisten. Im Anschluss stand der Musterungsarzt den Reservisten in Einzelgesprächen zur Klärung von speziellen Fragen zur Verfügung.

Als Fazit des Tages wurde eindeutig klar, das bei den Reservisten es in Zukunft eine militärische Ausbildung gibt, die noch stärker als bisher an den Bedürfnissen der  aktiven Truppe ausgerichtet ist.

Text: red.
Bilder: Thomas Brammer-Türck

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