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Landesgruppe Rheinland-Pfalz

Verband

Das Licht am Ende des Tunnels – Verhaltener Optimismus beim Erweiterten Landesvorstand in Rheinland-Pfalz




Die Reduzierung der 7-Tage-Inzidenz hatte sich in Rheinland-Pfalz auch am zweiten Juni-Wochenende fortgesetzt bis hin zu marginalen Werten deutlich unter 20, was sich deutlich auf die Stimmung der Vorstandsmitglieder, der Beauftragten und der Kreisvorsitzenden auswirkte. Wenn man den Lockdown als eisigen Winter betrachtet, der das Reservistenleben einfriert, dann war plötzlich eine Stimmung wie beim Osterspaziergang in Goethes Faust spürbar:

„Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
Durch des Frühlings holden, belebenden Blick,
Im Tale grünet Hoffnungsglück;
Der alte Winter, in seiner Schwäche,
Zog sich in rauhe Berge zurück.
Von dort her sendet er, fliehend, nur
Ohnmächtige Schauer körnigen Eises
In Streifen über die grünende Flur.“

 

Landesvorsitzender Oberst d.R. Täubert

Das zog sich durch die Lageeinschätzung des Vorsitzenden der Landesgruppe, Oberst d. R. Hans-Ulrich Täubert, der eine Waffenausbildung schon für den Juli ankündigte und für die Beteiligung am Vielseitigkeitswettkampf „Nasser Fuchs“ (voraussichtlich im September im Großraum Bad Kreuznach) warb.

Für die Beteiligung am „Nassen Fuchs“ lud Täubert auch den anwesenden Präsidenten des Reservistenverbandes, Oberstleutnant d.R. Prof. Dr. Patrick Sensburg (MdB) ein. Der notierte sich den Termin (11. September) und versprach, eine Badehose einzupacken, da eine besonders fordernde Station das Schwimmen über die Nahe sein wird.

Der Landesvorsitzende freut sich über die Unterstützung beim „Nassen Fuchs“ durch das Landeskommando wie auch die Stadt Bad Kreuznach und denkt auch, dass die Luftlandebrigade 1 und die regionalen Blaulicht-Organisationen unterstützen bzw. teilnehmen werden.

 

Präsident Reservistenverband OTL d.R. Prof. Dr. Sensburg

Der Präsident des Reservistenverbandes, OTL d.R. Prof. Dr. Patrick Sensburg, MdB verbreitete Zuversicht, was die Zukunft des Verbandes angeht, äußerte aber auch die Sorge, dass der VdRBw über den natürlichen Schwund hinaus Mitglieder verliert, wenn nicht Probleme wie die Absicht der Bundeswehr, die Uniformen der über 65jährigen Reservisten einzuziehen, bald einvernehmlich gelöst werden.

Positiv bewertete Sensburg, dass der Wechsel in der Chefredaktion der Verbandszeitschrift LOYAL von Marco Seliger zum neuen Chefredakteur André Uzulis gut gemeistert wurde, so dass LOYAL weiterhin ein gutes Pfund in der sicherheitspolitischen Diskussion darstellt. Die von der Verteidigungsministerin angekündigte Umstrukturierung der Truppe, die vorrangig Streitkräftebasis und die Sanität betrifft, kann sich seiner Meinung nach positiv für die Reserve auswirken. Er hoffe, dass die ebenfalls von der Ministerin angekündigte Stärkung der Landeskommandos auch tatsächlich realisiert werde. Der Verband setze sich dafür ein, dass für die künftige Rolle der Reserve die Stellen für Reservisten auf 10.000 (entsprechend 3.650.000 Dienstleistungstagen pro Jahr) heraufgesetzt werde. Das sei für das Aufwachsen der Landesregimenter (in Kürze umbenannt in Heimatschutzregimenter) notwendig. Schließlich wünscht sich der Verband eine Zielvereinbarung mit der Bundeswehr; die derzeitige Mittelzuweisung reiche nicht aus – dies auch unter dem Aspekt der Überprüfung der Bundeswehr durch den Bundesrechnungshof. Sensburg hält es für sinnvoll, die gerade von der FDP geforderte Aufhebung der Altersgrenze für Reservisten zunächst einmal mit dem Bundeswehrverband abzustimmen.

 

Vorsichtiger Optimismus auch bei: Oberstleutnant Heisam El-Araj, Stabsoffizier für Reservistenangelegenheiten im Landeskommando RP

Der Stabsoffizier für Reservistenangelegenheiten im Landeskommando Rheinland-Pfalz Oberstleutnant Heisam El-Araj, beleuchtete in seinem Vortrag die aktuellen Herausforderungen und konzeptionellen Überlegen der Bundeswehr mit Fokus auf die Reserve. Beginnend mit dem Projekt „Freiwilliger Wehrdienst Heimatschutz (FWD HSch) – Dein Jahr für Deutschland“ stellte er die Planungen für die den aktiven Dienst abschließende sechswöchige Präsenzphase im Landeskommando vor. Auch in deren zukünftigem Beorderungsteil gibt es derzeit viel Bewegung: „Die Transformation der RSUKp zur HschKp ist nicht lediglich eine Namensänderung, sondern stellt auch mit neuen Auftragsfeldern einen deutlich höheren Anspruch an das Fähigkeitsprofil der zukünftigen Heimatschutzkompanie Rheinland-Pfalz“, betonte El-Araj im Hinblick auf die daraus resultierenden Herausforderungen an einen nichtaktiven Truppenteil unter den derzeitigen Rahmenbedingungen.

Auch im Bereich der beorderungsunabhängigen Reservistenarbeit (bu ResArb) gibt es offenbar „Licht am Ende des Tunnels“: Das Landeskommando will mit abgestimmten Hygienemaßnahmen immer unter Berücksichtigung des aktuellen Infektionsgeschehens endlich auch einen Exit aus dem „Lockdown“ in der beorderungsunabhängigen Reservistenarbeit realisieren. Das Konzept sieht zunächst im Juli die Durchführung von einer Dienstlichen Veranstaltung in jeder Kreisgruppe vor.

„Wir möchten mit diesen Pilotveranstaltungen erproben, wie wir das Hygienekonzept der Bundeswehr zielführend umsetzen können, um daraus Erkenntnisse und Erfahrungswerte für zukünftige Vorhaben der bu ResArb unter Pandemiebedingungen zu gewinnen. Absolute Priorität hat hier der größtmögliche Schutz vor einer möglichen Infektion der Teilnehmer bei unseren Vorhaben“, so OTL El-Araj. Der Kreisvorsitzende der Kreisgruppe Hunsrück-Trier, Oberstabsfeldwebel d.R. Andreas Gerth zeigte sich sichtlich erfreut über diese Planungen. „Wir wurden mit dem Informationsschreiben des LKdo RP regelrecht von null auf hundert aus unserem mehrmonatigen Dornröschenschlaf geweckt“, so Gerth.

Bei 60 Untergliederungen stehen wichtige Wahlen aus

Der erste Sitzungstag im Best Western Hotel in Kaiserslautern wurde beschlossen mit den Lagevorträgen der Kreisvorsitzenden. Wie ein roter Faden zog sich durch ihre Vorträge die Sorge darüber, dass wegen der Pandemie viele Kameradschaften im Land die von der Satzung geforderten Neuwahlen in 2020 und 2021 nicht durchführen konnten, weshalb die Mandatsträger derzeit nur noch kommissarisch im Amt sind.

 

Wie Feldwebel d. R. Armin Weisenstein, Vorsitzender der Kreisgruppe Westpfalz, vortrug, konnten Corona-bedingt fünf RK-Wahlen in 2020 und weitere vier Wahlen im laufenden Jahr nicht stattfinden.

Am 18. September soll eine Kreisdelegiertenversammlung mit Neuwahlen des Vorstands stattfinden. Und für den 13. November plant die Kreisgruppe eine Sicherheitspolitische Veranstaltung in Ramstein. Seit dem 1. Juni wird die Kreisgruppe von einer neuen Kreisorganisationsleiterin betreut. Weisenstein freut sich auf die Zusammenarbeit mit Stabsfeldwebel (w.) d. R. Simone Schäfer, die zurzeit noch von ihrem Vorgänger im Amt, Stabsfeldwebel d. R. Horst Fiebus, eingearbeitet wird. Fiebus übernimmt danach das Amt des Landesgeschäftsführers Saarland.

 

Für die Kreisgruppe Koblenz-Mosel-Ahr informierte Obermaat d. R. Peter Beisicht darüber, dass derzeit für Reservisten das Betreten von Kasernen Corona-bedingt noch nicht erlaubt ist. In der Kreisgruppe konnten wegen der Pandemie zehn RK-Wahlen nicht durchgeführt werden und müssen nun zeitnah nachgeholt werden.

Im Zentrum der Planung stehen in der Kreisgruppe IGF-KLF-Vorhaben, bei denen mit Masse aktive Soldaten bedient werden, die alle geforderten Leistungen an einem Wochenende ablegen können. Das schafft ein gutes Kommunikationsklima und erleichtert die Ansprache ausscheidender Zeitsoldaten bei der notwendigen Mitgliederwerbung des Verbandes. Eine Reihe von Ausbildungsvorhaben wurden in der Vergangenheit und werden auch in der Planung gemeinsam mit der Nachbarkreisgruppe Rhein-Lahn-Westerwald durchgeführt.

Für die Kreisgruppe Rheinhessen berichtete Oberleutnant d. R. Fabian Hofius, der auch Stellv. Landesvorsitzender ist. Er kündigte eine Kreisvorstandsitzung für den 23. Juli an, die sich mit der Vorbereitung der anstehenden Kreisvorstandswahl beschäftigen soll. Der Andrang von Kandidaten für die Wahl sei überschaubar.

Für die Kreisgruppe Eifel kündigte der Vorsitzende Stabsfeldwebel d. R. Georg Schwendemann das 60jährige Jubiläum der RK Wittlich im September an. Geplant sei auch noch eine Sicherheitspolitische Veranstaltung im Herbst in Gerolstein.

 

Für die Kreisgruppe Hunsrück-Trier kündigte Stabsfeldwebel d. R. Andreas Gerth schon für Anfang Juli als Pilotprojekt eine Handwaffen-Ausbildung mit 50 Teilnehmern an. Und im November soll es noch ein „Schießen bei eingeschränkter Sicht“ geben.

Überraschend für viele Anwesende: Andreas Gerth wird aus beruflichen Gründen in einigen Wochen ins Allgäu umziehen, wo er künftig für die Bundesehrverwaltung in Kaufbeuren tätig sein wird. Gerth wird aber die Kreisgruppe von dort aus noch bis zur nächsten Wahl in 2022 führen.

 

Im Mittelpunkt des Berichts des Landesschießsport-Verwantwortlichen Gefr. d. R. Harry Finkenauer stand die To-do-Liste für 2021 mit den Schwerpunkten Mitgliederwerbung, Ausschreibung für Fernwettkämpfe, Arbeitstagung der RAGen Schießsport und einem „Zentralen Landeswettkampf“.

 

Landesgeschäftsführer Feldwebel d.R. Jens Mansmann informierte über die Arbeit der Geschäftsstellen während der Pandemie. Die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind weiterhin überwiegend im mobilen Arbeiten tätig, jedoch durchgehend erreichbar.

Von der Bundesgeschäftsstelle wurden Beschallungsanlagen für alle Geschäftsstellen beschafft, die demnächst verteilt werden. Mansmann bittet die Gliederungen darum, die noch ausstehenden Wahlen zügig durchzuführen, auch wenn es nicht leicht sein wird, die Mandate in den Kreisgruppen und Kameradschaften zu besetzen. Beschaffung von Werbematerial geht nur noch über die einzelnen Gliederungen. Die Geschäftsstellen haben einen Werbekatalog zur Bestellung von Werbemitteln über den Verband bekommen. Es können aber auch Werbemittel in Eigenverantwortung bestellt werden. Am Ende verteilt der Landesgeschäftsführer noch Dankurkunden der Kriegsgräberfürsorge für die Sammlungen in 2020 – mit der Bitte, diese in die Untergliederungen weiterzugeben und im angemessenen Rahmen zu verleihen.

Alle Entscheidungsträger in den Gliederungen müssen wissen: Dienstliche Veranstaltungen sind laut Landeskommando ab Juli wieder möglich. Begonnen wird mit der Handwaffen-Ausbildung. Auch die Aussetzung der Verbandsveranstaltungen wurde vom Landesvorstand aufgehoben. Die Vorstände der Kreise und RKen können und sollen nun im Rahmen der Vorgaben in eigener Zuständigkeit entscheiden.

Abschiede und Ehrungen

Vom Präsidenten des VdRBw, Oberstleutnant d. R. Professor Dr. Patrick Sensburg und vom Vorsitzenden der Landesgruppe RLP, Oberst d. R. Hans Ulrich Täubert wurden in Kaiserslautern die ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder Fregattenkapitän d. R. Jürgen Lemke und Hauptfeldwebel (w) d. R. Manuela Zeller für ihre Verdienste um die Landesgruppe ausgezeichnet. Manuela Zeller bleibt weiterhin Schatzmeisterin der Kreisgruppe Rheinhessen und erhielt vom Präsidenten eine Urkunde für 20jährige Mitgliedschaft im Verband.

Der bisherige Beauftragte für Internationale Beziehungen, Fregattenkapitän d. R. Jürgen Lemke hatte sein Vorstandsamt (die Nachwahl war im April 2021) an OTL Hajo Breves übergeben, hat aber eine neue Aufgabe als Beauftragter für die Zusammenarbeit mit der Landesregierung übernommen.
Lemke erhielt zum Abschied aus den Händen von Oberst d. R. Täubert die Landesmedaille in Silber.

Für seine jahrzehntelangen Verdienste um die sicherheitspolitische Arbeit in der Landesgruppe erhielt der demnächst 83jährige Oberstleutnant d. R. Armin Letocha von der RK Rhein-Ahr vom Ehrenvorsitzenden der Landesgruppe, Oberst a. D. Joachim Sanden die Ehrennadel des Verbandes in Gold. Sanden ist als Vizepräsident des VdRBw für die sicherheitspolitische Arbeit im Reservistenverband zuständig.

In seinem Schlusswort erinnert Oberst d. R. Täubert daran, dass der Landesverband eine Entscheidung drüber treffen muss, ob eine Broschüre zum 60jährigen Jubiläum der Landesgruppe herausgegeben werden soll. Die Kreisvorsitzenden sollen in ihren Bereichen eruieren, wie groß das Interesse dafür ist. Eine Bezuschussung durch den Bund ist möglich. Denkbar ist auch für die jüngeren Mitglieder der Versand einer Online-Version. Täubert weist auf die außerordentliche Bundesdelegiertenversammlung im Oktober in Fulda hin, die im Mittelpunkt der Besprechung mit den Delegierten am zweiten Tag der Veranstaltung in Kaiserslautern steht. Vizepräsident Sanden erinnert daran, dass bei den Anträgen für die DBV unbedingt Fristen eingehalten werden müssen. Ein entsprechender Fahrplan dazu werde noch verschickt.

Text und Fotos: Michael Sauer

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