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2.000 Sandsäcke füllten und verbauten Soldaten der Regionalen Sicherungs- und Unterstützungskompanie Rheinland-Pfalz (RSUKp RP) bei einer Ausbildung zur Deichverteidigung für den Hochwasserschutz in Idar-Oberstein. Gemeinsam mit technischen Beratern für die Deichverteidigung des THW aus den Ortsverbänden Ludwigshafen, Mainz und Bad Kreuznach bereiteten sie sich darauf vor, bei Hochwasser Menschen und Sachwerte zu schützen.
 
Als Übungsgelände diente der Kammerwoog, ein Stausee der Nahe bei Idar-Oberstein. Der örtliche THW-Verband unterstützte die Ausbildung organisatorisch. „Wir tun das gerne, da wir bei Großschadenslagen oftmals mit der Bundewehr gemeinsam im Einsatz sind und mit einer solchen Ausbildung einen Win-win-Effekt erzielen“, so der Ortsbeauftragte Roman Hartrampf. Bei der ersten Übung sicherten die Soldaten einen Deich, in der Annahme, er sei auf der wasserabgewandten Seite großflächig durchfeuchtet. Hier bestünde die Gefahr, dass Bestandteile des Deiches ausgespült würden und dieser dann ins Rutschen geriete. Das kann durch einen so genannten Auflastfilter verringert werden. Dabei wird auf der betroffenen Fläche zunächst ein filterndes Geotextil ausgelegt und mit Sandsäcken belegt, um ein Gegengewicht zu erzeugen. Dritter Bestandteil der Deichsicherung sind Drainagerohre, die zwischen den Sandsäcken den Abfluss des durchdringenden Wassers ermöglichen.



Ein Deich wird mit Sandsäcken verstärkt

 

Im zweiten Ausbildungsteil bauten die Teilnehmer eine sogenannte Quellkade. Dabei werden Sandsäcke im Halbkreis um eine Schadenstelle auf der wasserabgewandten Seite eines Deiches aufgestapelt. Das austretende Wasser sammelt sich in diesem auch „Schloss“ genannten Becken. Der dadurch entstehende Gegendruck verringert deutlich die durchsickernde Wassermenge. Idealerweise kann so das Austreten des Wassers gestoppt werden. Dazu bildeten die Soldaten gemeinsam mit THW-Helfern eine Kette, um die 2.000 Sandsäcke an die fiktive Schadenstelle durchzureichen und sie anschließend auf dem gleichen Weg wieder zurückzubefördern.




Drainagen leiten durchdringendes Wasser ab



 
„Wir haben während der Ausbildung erlebt, wie personalintensiv diese Einsätze sind. Im Notfall wird jede helfende Hand dringend benötigt, um die notwendige Durchhaltefähigkeit sicherstellen zu können“, so Oberstleutnant der Reserve Heisam El-Araj, Chef der RSU-Kompanie Rheinland-Pfalz. Neben den vermittelten handwerklichen Fähigkeiten hätten die Soldaten viele praktische Erfahrungen und Eindrücke für einen Einsatz im Rahmen der subsidiären Hilfeleistung der Bundeswehr im Katastrophenfall erlebt. Für die vorbildliche Zusammenarbeit bedankte er sich bei Wolfgang Leipold, Geschäftsführer der THW-Geschäftsstelle Bad Kreuznach.
 
 
Die RSU-Kompanie Rheinland-Pfalz wurde am 15. März 2013 als vierte von bundesweit 30 Kompanien in Dienst gestellt. Sie ist direkt dem Landeskommando Rheinland-Pfalz in Mainz unterstellt und soll in erster Linie zur Verstärkung der aktiven Verbände der Bundeswehr Sicherungs- und Objektschutzaufgaben wahrnehmen. Zu den subsidiären Aufgaben zählt die schnelle Unterstützung im Rahmen der Amtshilfe im Not- und Katastrophenfall. Die 133 Dienstposten der Kompanie sind noch nicht alle besetzt. Es besteht also noch Bedarf an engagierten Reservisten.
 
Weitere Informationen zur RSU-Kompanie RP:
http://www.kommando.streitkraeftebasis.de/portal/a/kdoskb/!ut/p/c4/04_SB8K8xLLM9MSSzPy8xBz9CP3I5EyrpHK94uyk-OyUfL2S1KKixNK0dL0cIK-oQK-ouDS-qEC_INtREQBM3iRJ/
 
 
 

Quelle: Landeskommando Rheinland-Pfalz
Bilder: Michael Gehm
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