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Landesgruppe Rheinland-Pfalz

Harmonische und konstruktive Sitzung des Erweiterten Landesvorstands in Kirn




Am Rande des Sicherheitspolitischen Seminars der Kreisgruppe Hunsrück-Trier tagte am Vormittag des 18. November auch der Erweiterte Landesvorstand im Gesellschaftshaus in Kirn. Satzungsgemäß muss der Erweiterte Landesvorstand (Vorstandsmitglieder und Vorsitzende der sieben Kreisgruppen) mindestens einmal jährlich zusammentreten. Traditionell sind es aber in Rheinland-Pfalz mindestens zwei Sitzungen. Die umfangreiche Tagesordnung musste zügig bewältigt werden, denn anschließend hatte der Landesvorsitzende, Oberst a.D.  Joachim Sanden, noch eine Verpflichtung als Redner zu aktuellen Themen des Verbandes beim Seminar der Kreisgruppe Hunsrück-Trier.

Sanden eröffnete die insgesamt konstruktiv und harmonisch verlaufene Sitzung mit einer Ehrung für den Vorsitzenden der Kreisgruppe Rhein-Lahn-Westerwald, Stabsfeldwebel d.R. Klaus Grollius, der nunmehr seit 40 Jahren im Verband aktiv ist. Sanden zeigte sich erfreut darüber, dass Grollius auch über seinen 65. Geburtstag hinaus der Landesgruppe als wichtiger Mandatsträger erhalten bleibt.
 
 


Einen vorsichtig optimistischen Zustandsbericht gab Schatzmeister Walter Bauer, was Mitgliederentwicklung und Kassenstand angeht. Der Stabsfeldwebel d.R. aus Gerbach ist das dienstälteste Mitglied des Landesvorstands. Zum Stichtag 14. November 2017 hatte die Landesgruppe RLP 6567 Mitglieder und konnte sich damit stabilisieren. Mitgliederwerbung, so der Schatzmeister, bleibt aber auch weiterhin eine wichtige Aufgabe, auch unter dem Aspekt der sonst drohenden Überalterung des Verbandes.
Die finanzielle Situation der Landesgruppe ist stabil, auch wenn mit 11.000 Euro rückständiger Beiträge die Bilanz ein wenig trüben. Deshalb wird Anfang Dezember ein weiterer Beitragseinzug erfolgen, der 2018 noch durch ein Inkassoverfahren durch ein externes Unternehmen ergänzt wird.

Walter Bauer, der im Landesvorstand auch die Ehrungen koordiniert, erinnerte daran, dass bei den Anträgen auf Ehrung eines Reservisten die einzelnen Stufen eingehalten werden müssen. Konkret heißt das: begonnen wird mit der Landesmedaille in Bronze. Danach folgt die Ehrennadel in Bronze. Erst danach kann die Landesmedaille in Silber und später in Gold verliehen werden.

Jürgen Lemke, Fregattenkapitän d.R. aus Undenheim berichtete über seinen  Verantwortungsbereich, die Internationale Zusammenarbeit: Bei den Partnern aus Burgund gab es einen Wechsel in der Führung des französischen Reserveoffizierverbandes der Region Burgund-Franche-Comté, daher brach zunächst einmal der Kontakt ab. Mittlerweile ist der Kontakt zwischen unseren Verbänden wiederbelebt. Im nächsten Jahr steht das 10jährige Jubiläum unserer Partnerschaft an, das gebührend begangen werden soll.  Angedacht ist z.B.  ein internationaler Wettkampf mit gemischten Teams.

Die Landesgruppe RP ist seit Jahren Mitglied in den Partnerschaftsverbänden Rheinland-Pfalz/Burgund-Franche-Comté und Rheinland-Pfalz/Oppeln-Mittelböhmen. Zum Jahreswechsel 2017/2018 wird der Partnerschaftsverband Rheinland-Pfalz/Oppeln-Mittelböhmen aufgelöst, gleichzeitig wird der Partnerschaftsverband Rheinland-Pfalz/Burgund-Franche-Comté umgegliedert in „Partnerschaftsverband 4er Netzwerk Rheinland-Pfalz/Burgund-Franche-Comté/Oppeln/Mittelböhmen.“

Lemke hat für die Landesgruppe an mehreren Mitgliederversammlungen teilgenommen, in denen die erforderlichen Satzungsänderungen erarbeitet wurden.

 


Eine positive Bilanz der Wettkampfsaison 2017 zog der Wettkampfbeauftragte, Oberstleutnant d.R. Matthias Lötzke und erinnerte an den die erstmalige Teilnahme eines deutschen Teams bei einem Internationalen Militärwettkampfs im Oktober in Lettland, wo sich die Mannschaft aus RLP achtbar geschlagen und den 11. Platz von insgesamt 28 Mannschaften erreicht hat.
Noch höher zu bewerten sei der Sieg der RLP-Wettkämpfer bei dem Wettkampf Wettbewerb „Blue Nail“ in Dänemark. Bei diesem seit 19 Jahren ausgetragenen und wohl anspruchsvollsten Wettkampf in Europa hat noch nie vorher ein deutsches Team gesiegt.
 




 


Über die Schwerpunkte der militärischen Ausbildung im kommenden Jahr informierte Oberstabsfeldwebel Bernd Gauch. Im Mittelpunkt stehen die Deutschen Reservistenmeisterschaften im Juni 2018 in Garlstedt und Oldenburg, bei der zwei Teams der Landesgruppe (jeweils 6 Reservisten) am Start sein werden.
 


Im Kalender 2018 stehen weitere Großveranstaltungen: So findet am 14 April findet der Pfälzer Sommer-Biathlon in Germersheim statt. Die Reservistenarbeitsgemeinschaften Schießsport tragen ihre Landesmeisterschaften am 1. September in Koblenz aus. Eine Woche später findet der Landesvielseitigkeitswettkampf in Ramstein-Landstuhl statt. Letzte Großveranstaltung im Jahr ist der Landesschießwettkampf am 13. Oktober in Germersheim.

 

Zur Situation der  Reservistenarbeits-gemeinschaften Schießsport trug  der Landesschießsport-Verantwortliche Harry Finkenauer  vor und nannte vier Kernpunkte:

•       Im Reservistenverband wird der Schießsport ausschließlich in den dafür vorgesehenen Reservisten-arbeitsgemeinschaften  ausgeübt.

•       Die Schießsportordnung des VdRBw ist für diesen Zweck im Verband bindend.

•       In waffenrechtlichen Angelegenheiten handeln die Schießsportverant-wortlichen eigenverantwortlich gegenüber den Erlaubnisbehörden.

•       Die Kündigung der Mitgliedschaft in einer RAG-SSp ist umgehend an die zuständige Behörde zu melden, wenn das Mitglied Inhaber einer Waffen-besitzkarte ist.

 

Der Landesvorsitzende stellte den Teilnehmern auch das kurz vorher vom Erweiterten Landesvorstand einstimmig beschlossene neue Wappen der Landesgruppe Rheinland-Pfalz vor.
Es wurde nach der simplen, aber erfolgsversprechenden Regel gestaltet: Ein gutes Wappen muss einfach sein.


Auf infanteriegrünem Untergrund sind die Konturen des Bundeslandes Rheinland-Pfalz dargestellt. Die Fläche ist in den Bundesfarben schwarz-rot-gold ausgefüllt und dient als Untergrund für das Eiserne Kreuz der Reservisten.

Text: Red./MS
Fotos: Michael Sauer

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