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Landesgruppe Rheinland-Pfalz

Landeswettkampf-Mannschaft




Eine Mannschaft für militärische Wettkämpfe auf Landesebene ist in Entstehung.

Am 10.3.2012 trafen sich unter Federführung des Landeskommandos Rheinland-Pfalz zum ersten Mal 20 interessierte Reservisten aus ganz Rheinland – Pfalz in Idar-Oberstein. In einer kurzen Einführung erläuterte der Leitende, Hptm. d.R. Matthias Lötzke, den Anwesenden kurz die Ziele des Vorhabens und ging auch detailliert auf die Hintergründe der Initiative ein.

In den einzelnen Kameradschaften und Kreisgruppen kann oft keine speziell auf militärische Wettkämpfe ausgerichtete Ausbildung betrieben werden. Daher erhalten interessierte Kameraden in Zukunft in Möglichkeit, sich auf Landesebene zu organisieren. Das Landeskommando wird diese Initiative des neuen Landesvorstandes unterstützen. Dies hat unter Anderem den Vorteil, dass eine zielgerichtete Ausbildung die Reservisten auf anstehende nationale und internationale Wettkämpfe vorbereitet. Den Anforderungen an die einzelnen Wettkämpfer kann man auf dieser Ebene durch spezielle, hochwertige Ausbildungen und Trainingsmöglichkeiten besser gerecht werden.

Langfristiges Ziel wird es sein, dass den interessierten Kameraden die Möglichkeit gegeben wird anspruchsvolle, interessante militärische Wettkämpfe für die Landesgruppe zu bestreiten. Derzeit ist geplant an 9 Wettkämpfen im In- und Ausland teilzunehmen.

Voraussetzung zur erfolgreichen Teilnahme an diesen Wettkämpfen ist eine gute sportliche und militärische Leistungsfähigkeit sowie Teamgeist. Motivation und Einsatzbereitschaft der einzelnen Wettkämpfer sind ebenfalls unverzichtbare Grundlage bei diesem Vorhaben. Der Leitende der Ausbildung betonte ausdrücklich, dass motivierten Teilnehmern die Möglichkeit gegeben wird sich in gemeinsamen Ausbildungen und Trainingskursen auf die Anforderungen vorzubereiten. Jeder motivierte Kamerad ist willkommen, je nach Ausbildungsstand und körperlicher Fitness können die Reservisten in verschiedenen Leistungsstufen trainieren und so ihre Fertigkeiten verbessern.

Nach der informativen Einführung verlegten die Teilnehmer nach Baumholder zur Hindernisbahn mit speziellen Anforderungen. Diese Bahn, die vor allem der Selbstüberwindung dient, konnte den Kameraden einen ersten Eindruck vermitteln, auf was es in den Wettkämpfen zukünftig ankommt. Hierzu wurden nach einer Einweisung durch den Jägerfeldwebel der Truppenübungsplatz-kommandantur Baumholder, Herrn StFw. Klever, einzelne Stationen der Hindernisbahn mit besonderen Anforderungen durchlaufen.

Bei den einzelnen Hindernissen, die sehr anspruchsvoll gestaltet sind, kommt es vor allem darauf an, den „inneren Schweinehund“ zu überwinden.Gestartet wurde mit einer der einfachen Stationen, bei der ein ansteigendes Betonrohr zu überwinden war.Hier waren die Kameraden allesamt guter Laune und voller Vorfreude auf die nächste Station.

Bei den weiteren Stationen steigerte sich die Schwierigkeitsstufe immer mehr. Es wurde von den Kameraden mehr und mehr körperliche Leistungsfähigkeit und Kraft gefordert.Auch mentale Stärke war gefordert, um die „instabilen“ Balken zu überwinden. Es galt hierbei primär körpereigene Reflexe zu unterdrücken.

Für die nachfolgenden Hindernisse mussten die Kameraden allesamt Gurtzeug anlegen um die persönliche Sicherheit zu gewährleisten. Bei jedem der nachfolgenden Hindernisse steigerte sich die Schwierigkeitsstufe.Immer höher, immer schwieriger wurden die Stationen, von den Kameraden wurden in zunehmendem Maße sowohl Selbstüberwindung als auch Kraft und Geschicklichkeit abgefordert.

Den krönenden Abschluss fand die Ausbildung am späten Nachmittag an einer kombinierten Station. Zuerst ging es sprichwörtlich „an der Wand hoch“, auf der gegenüberliegenden Seite rutschte man an einem Rohr wieder herab. Dann die Leiter hoch und über einen langen Seilsteg zum nächsten Turm.  An diesem Turm ging es dann mit der Laufkatze wieder nach unten, was den Teilnehmern sichtlich Freude bereitete. Nach dem Rückbau der Station wurde mittels KOM wieder zur Artillerieschule verlegt, wo im Stabsgebäude noch eine kurze Abschlussbesprechung stattfand.

Zusammenfassend bleibt zu sagen, dass die Ausbildung erfolgreich durchgeführt werden konnte. Den teilnehmenden Kameraden und dem Leitenden der Ausbildung hatte das Ganze sichtlich Spaß gemacht und wohl sicher auch Interesse geweckt an ähnlich gelagerten Ausbildungen in der Zukunft. Geplant ist, zukünftig gemeinsame Ausbildungsvorhaben zu organisieren und möglichst regelmäßig miteinander zu trainieren. Weiter ist vorgesehen, etwa 6 spezielle Ausbildungen für die interessierten Kameraden auf Landesebene anzubieten. Unter anderem wird es hierbei auch  Gefechtsmärsche mit Stationseinlagen geben.

Die typische Wettkampfsituation bei militärischen Wettkämpfen besteht meist aus einer Patrouille mit den Stationseinlagen:

  • Marschieren
  • Schießen
  • Klettern
  • Selbst- und Kameradenhilfe

Genau auf diese Anforderungen sollen sich die Kameraden nun vorbereiten, wobei der Teamgeist bzw. die Gruppe als Gesamtheit immer im Vordergrund steht. Gemeinschaftlich will man den Ausbildungsstand und die körperliche Leistungsfähigkeit Zug um Zug auf ein wettkampftaugliches Niveau bringen. 

 Interessierte Kameraden sind aufgefordert, sich für die Initiative zu melden. Weitere Informationen erhalten sie über die jeweiligen Kreisgeschäftsstellen des Verbandes.

Für diejenigen, die  beim Anblick der Bilder „Lust auf mehr“ bekommen haben sei der Hinweis erlaubt, dass am 21.4.2012 die Hindernisbahn Baumholder als landesweite DVag erneut ansteht. Haut rein, die Anzahl der Teilnehmer ist auf 40 begrenzt !

Weitere Bilder wie üblich in der Mediathek unter

www.rk-idar-oberstein.de

Text: Rainer Kunz,
Bilder:  H.J. Schunack, Rainer Kunz  



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