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Landesgruppe Rheinland-Pfalz

Regionalkonferenz zur Neuausrichtung




 

Erste Regionalkonferenz zur Neuausrichtung des Verbandes

 

 

Mannheim 11.10.2014

 

In den Räumen des Bildungszentrums der Bundeswehr fand die erste von vier Regionalkonferenzen des Verbandes statt, deren Abschluss bis Ende November 2014 geplant sind.

Neben dem Präsidenten Roderich Kiesewetter, MdB nahmen vom Präsidium der Stellvertreter des Präsidenten  Rainer Erdel, Vizepräsident für Verbandspolitik Lutz-Georg Berkling, Vizepräsident für Wirtschaft und Berufsleben Dr. Stefan M. Knoll. Vizepräsident für Internationale Arbeit Dr. Hans-Jürgen Schraut und Vizepräsident für Information und Kommunikation Sascha Rahn an der Veranstaltung teil. Delegierte von vier Landesverbänden, Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland waren dabei. Neben einer Abordnung des Landesvorstandes Rheinland-Pfalz mit Michael Sauer, Joachim Sanden, Walter Bauer, Bernd Gauch und Udo Sandhoff nahmen weiter Abordnungen aus unseren Kreisgruppen teil.

 

In seiner Rede bezeichnete der Präsident die Regionalkonferenz und die dort thematisierten Sachzwänge als einen Startschuss für die Neuausrichtung und erste flächendeckende Information der Mitglieder. Die Arbeitsgruppe Neuausrichtung des Verbandes arbeite seit 2012 an diesem Konzept.

 

Kiesewetter stellte als Ausgangslage zur Neuausrichtung einen Abriss über die veränderten Voraussetzungen in Europa und speziell in Deutschland als Zuwanderungsland dar. Versprechen vergangener Wahlkämpfe kosteten viel Geld aber die Sicherheitslage von heute, hätte eine andere Verteilung der Geldmittel benötigt. Der Wandel der Gesellschaft habe auch einen Rückgang des ehrenamtlichen Engagements zur Folge. Mit einem Altkanzler Helmut Schmidt zugeordneten Ausspruch „Wer sich nicht verändert, wird verändert“ führte der Präsident die Notwendigkeit des Verbandes zur Veränderung und Neuausrichtung auf. In den Arbeitsabläufen der Reservistenkameradschaften wird sich dadurch nichts ändern. Die Haushaltsmittel für den Verband werden erhalten, so dass sich an der Grundstruktur – Ehrenamt und Hauptamt – sich nichts wesentlich ändern muss. Der Erhalt des Traditionsauftrages ist wichtig und die Neuausrichtung darf nicht als Revolution sonder als Evolution verstanden werden. Die vorgelegte Halbjahres-Leistungsbilanz (Veranstaltungen, Öffentlichkeitsarbeit, Tag der Reservisten, Parlamentarischer Abend, Loyal usw.) des Verbandes könne sich sehen lassen und zeige ein vielfältiges Engagement. der Mitglieder. Dabei erwähnt er aber auch, dass noch viele Aufgaben wie die Mittlerrolle vermehrt wahrgenommen werden müssen.

Was auf jeden Fall erhalten bleibt und den Verband ausmacht aber auch noch durch verschiedene Maßnahmen intensiviert werden muss, sind das Kameradschaftsprinzip, Aufbau von untern nach oben, Präsenz in der Fläche, Klammer über Altersgrenzen und Klammer über Dienstgradgruppen und die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Ehrenamt und Hauptamt. Besonders herausgestellt hat der Präsident die Forderung in einem Koalitionspapier zur Aufstellung eines Inspekteurs im Generalsrang für Reservistenaufgaben. Dies bedeute eine herausragende Aufwertung der Reservistenabeit und der Rerservisten selbst.

 

Die Frage wie der Reservistenverband den erweiterten Auftrag erfüllen kann, muss von allen Mitgliedern beantwortet werden, und es werden dazu Impulse seitens der Mitglieder erwartet.  

 

Die derzeit in vier Pilotprojekten betriebenen Veranstaltungen  IGF / KLF sind lediglich ein Kernpunkt der Neuausrichtung und der neuen Aufgaben, die die Leistungsfähigkeit des Verbandes testen. Wenn der Verband es nicht schaffe, die ihm gestellten neuen Aufgaben zu bewältigen, stelle er seine Zukunftsfähigkeit in Frage.

Wir müssen auch mehr Mitglieder gewinnen, aus dem Bereich der ausscheidenden Soldaten – also rein in die Kasernen und werben. Mitglieder können auch gewonnen werden durch ein attraktives Vereinsleben, Tagungen für Laufbahngruppen. Verbesserung der Weiterbildung der Mandatsträger und der verbandsinternen Kommunikation, sowie Ausbau der Mitgliederleistungen. Dazu soll das Handbuch für die Verbandsarbeit erneuert werden. Die Neuausrichtung verbessert Bereiche, die wir noch gar nicht bedacht haben. Der Dreiklang – Gesellschaft – Bundeswehr – Verband ist zu intensivieren.

 

Die Feinausplanung für die Neuausrichtung ist zum November geplant und wird 2017 in die Tat umgesetzt. Siehe dazu auch die u.a. Folienbilder, die die notwendigen Veränderungen im Verband verdeutlichen. Wichtig dabei ist: Anregungen und Kommentare der Mitglieder werden dazu aufgenommen. Dazu wird ab Donnerstag, 16.11.2014 eine  neue Mailadresse generiert:

 

neuausrichtung@reservistenverband.de

 

Nach der ca. einstündigen Rede des Präsidenten folgten Fragerunden an der ca. 25 Kameraden ihre Fragen an den Präsidenten richteten, die je nach Inhalt von ihm oder seinen Vizepräsidenten beantwortet wurden. Fragethemen waren im wesentlichen Internetauftritt der Gliederungen, Zukunft des Ehrenamtes im Verband, Beitrags-erhöhungen, Senioren im Verband, Erweiterung der Ämterführung von Fördermitglieder, Nachwuchswerbung, Schwierigkeiten mit dem Arbeitgeber bei Wehrübungen. Viele Wortbeiträge beziehen sich auf alltägliche Dinge und selten auf die Neuausrichtung. Darüber wurde auch ein Protokoll geführt, das man  bei der Bundesgeschäftsstelle abrufen kann.

Strukturveränderung setze Beteiligung der Mitglieder voraus, so der Präsident. Dr. Knoll prognostiziert, dass wenn wir es nicht bald schaffen junge Mitglieder zu werben, sei der Verband in zehn Jahren aufgelöst.

Was die vorbereitenden Überlegungen der Landesverbände bis heute zur Neuausrichtung angehe, sehe er  (der Präsident) unterschiedliche Vorgehensweisen. Einige waren schnell und gut, andere tun sich dabei aber schwer.  

Wir sind und bleiben ein Mitgliederverband. Wir müssen uns aber der veränderten politischen und demographischen Situation anpassen.

 

Fragen zur notwendigen Steigerung der Internetnutzung würden auf der in Kürze stattfindenden Bundesmedientagung beantwortet werden.

 

 

 

Text: Elmar Jacques
Bilder: Johann M. Bruhn und Elmar Jacques

 
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