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Landesgruppe Rheinland-Pfalz

RSU Kompanie Rheinland-Pfalz auf dem Truppenübungsplatz Baumholder:




Unter der Leitung ihres gut ausgebildeten Führungskaders absolvierte die RSU Kompanie Rheinland-Pfalz eine 6-tägige Übung auf dem Truppenübungsplatz Baumholder.
Kompaniechef Major d.R. Heisam El-Araj hatte diese Ausbildung detailreich geplant und zusammen mit seinen Führungskräften intensiv vorbereitet.
Zunächst wurden den Kameraden am Montag die theoretischen Grundlagen für den Einsatz der Granatpistole vermittelt. Dazu gehörten insbesondere die Funktion der Kampfmittel, Trageweise, Anwendung/taktischer Einsatz und die Sicherheitsbestimmungen.

Am Mittwoch erhielten die RSU-Soldaten eine Selbstschutz-Ausbildung zu den Themen Retten/Bergen/Löschen. Dazu gab es an diesem Tag reichlich Wasser, auch von oben, also nicht nur zum Löschen. Tröpfchen-, Niesel-, Platzregen!
Oberbrandmeister Jürgen Wahl und Brandmeister Matthias Schumacher von der Truppenübungsplatz-Feuerwehr Baumholder veranschaulichten eindrucksvoll, was zu tun ist, wenn zum Beispiel die Kleidung einer Person Feuer gefangen hat. Lösung: Beherzte Anwendung mit einer Decke. Wie löscht man brennendes Öl in einem Topf? Lösung: Deckel auf den Topf und so die Sauerstoffzufuhr abschneiden. Auf gar keinen Fall Wasser zuführen! (Foto) Explosionsgefahr!

„Absoluter Wahnsinn!“

Am Ende des Tages trafen sich die RSU-Soldaten zum Kameradschaftsabend im Hotel „Stern“ in Baumholder. Es war deutlich zu spüren, dass sich alle inzwischen zu einer gemeinsamen Einheit gehörig fühlen. Durchweg wurden Zusammenarbeit, Professionalität bei der Ausbildung, Kameradschaft, Leistung und ihr Stolz darauf hervorgehoben. Hierzu noch einmal Obergefreiter d.R. Klaus „Sheriff“ Waldmann im Original-Ton: „Absoluter Wahnsinn! Man lernt unheimlich viel! Kameradschaft und Zusammenhalt sind top! Wir kriegen hier wirklich viel geboten!“.

Hauptkampftage

Truppengefechtsschiessen „Freikämpfen aus einem Hinterhalt“ und Übungsschießen mit der Granatpistole als Vorbereitung auf die am Freitag und Sonnabend folgenden "Hauptkampftage", waren die prägenden Themen des Donnerstages. Bereits hier konnten die RSU-Soldaten mit scharfem Schuss aus Gewehr G 36 und Maschinengewehr MG 3 ihre Treffsicherheit auch nach körperlicher Belastung unter Beweis stellen.

Mit dabei waren auch der Stabsoffizier für Reservistenangelegenheiten (StOffzResAng) im Landeskommando Rheinland-Pfalz, Oberstleutnant Andreas Meunier, Fregattenkapitän d.R. Wolfgang Heß als wehrübender StOffzResAng, der Stellvertretende Landesvorsitzende der Landesgruppe, Stabsfeldwebel d.R. Bernd Gauch, zugleich auch Beauftragter für Militärische Ausbildung, sowie der RSU-Beauftragte der Landesgruppe, Oberleutnant d.R. Hans-Joachim Schunack.

Freikämpfen einer Ortschaft

Im Rahmen der erlebnisorientierten Ausbildung wurde den Soldaten der RSUKp RP am späten Nachmittag ein weiterer Ausbildungshöhepunkt geboten. In einer Übungslage wurde eine von der Gruppe „Leuchtende Krieger“ besetzte Ortschaft von der Patrouille "Falke", ausgestattet mit vier Schützenpanzern Marder, freige-kämpft. Dabei stellten 8 Kameraden als Rollenspieler die Gruppe der „Leuchtenden Krieger“ dar. In der "heißen Phase" rollten die Schützenpanzer zeitgleich in die vier Ausfallstraßen der Ortschaft und kämpften mit abgesessenen Teilen die feindlichen Kräfte im leidenschaftlichem Häuserkampf nieder.

Dabei wurde als eines der wichtigen Ausbildungsziele klar, wie schwer es oft ist, Freund und Feind zu unterscheiden. Der Chronist hätte diesen Angriff im Ernstfall wohl nicht schadlos überlebt. Aber wir üben ja noch!

Freitags wurden die bislang gewonnenen Erfahrungen des Feuerkampfes sowie das Niederhalten und die Abwehr gegnerischer Kräfte mittels Maschinengewehrfeuer als Schwerpunktwaffe in der Deckungsgruppe geübt. Da die Zielentfernung zwischen 100 und 400 Metern lag, konnten nur präzise Schüsse zum Erfolg führen. Auch bei dieser Übung wurde deutlich, wie wichtig echter Gefechtslärm für die Ausbildung ist. Mit Adrenalin erhöht sich die Konzentration deutlich, auch wenn das Ziel nicht immer beim ersten Feuerstoß getroffen wurde.

Oberst Nold „.. darauf können Sie alle stolz sein!“

Am Sonnabend nahmen zum krönenden Abschluss der Inspizient für Reservistenangelegenheiten der Streitkräftebasis, Oberst Michael Nold, und Landesgruppenvorsitzender Oberst d.R. Michael Sauer an der von Stabsfeldwebel d.R. Jost Ehringhaus vorgetragenen Lagebesprechung und dem anschließenden Gruppengefechtsschiessen teil.

Oberst Nold zeigte sich bei Gesprächen mit der Führungscrew der Kompanie sowie vor der Truppe sehr erfreut über das gute militärische Auftreten, die professionelle Auftragserfüllung und den hohen persönlichen Einsatz der im Berufsleben stehenden Reservisten. "Die RSUKp RP ist mit dem Stand der Ausbildung und dem inneren Gefüge weit voraus, darauf können Sie alle Stolz sein!"

Beim Abschlussantreten fasste der Kompaniechef den Truppenübungsplatzaufenhalt zusammen:

"Die RSUKp RP hat durch professionelle Zusammenarbeit, gelebte Kameradschaft in Kombination mit einer ausgeprägten Leistungsbereitschaft jedes Einzelnen ein Zwischenziel erreicht, auf das wir alle stolz sein können."

Er dankte der Artillerieschule Idar-Oberstein, die seit der Aufstellung der RSUKp RP mit dem Stellen von Waffen, Ausbildungsgerät und Fahrzeugen in vorbildlicher Weise alle Ausbildungsvorhaben unterstützte.

Fazit:

Es ist beeindruckend, mit welcher Selbstverständlichkeit die RSU-Kameraden unglaublich viel Freizeit opfern und dazu auch noch unangenehme Beeinträchtigungen durch Wetter und militärischen Alltag auf sich nehmen, nur, um „dabei“ zu sein!

Text: Thomas Brammer-Türck/Red.
Fotos: Thomas Brammer-Türck/Michael Sauer

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