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DER VERBAND

Der Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr (VdRBw) hat mehr als 115.000 Mitglieder. Wir vertreten die Reservisten in allen militärischen Angelegenheiten.

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Landesgruppe Rheinland-Pfalz

Verband

Rückblick und Ausblick beim Erweiterten Landesvorstand in Kirchheimbolanden




Viele Vereine beschließen das Jahr mit einem Weihnachtsessen; bei der Landesgruppe RLP des Reservistenverbandes war es stattdessen eine intensive fünfstündige Arbeitstagung des Landesvorstands gemeinsam mit den Vorsitzenden der sieben Kreisgruppen.

Der Landesvorsitzende, Oberst d. R. Täubert, gab einleitend einen Rückblick über die wieder anlaufenden Aktivitäten der Landesgruppe, der Kreisgruppen und der Reservistenkameradschaften. Einige Kreisgruppen haben offenbar Probleme, bei den anstehenden Mitgliederversammlungen genügend Mandatsträger für einen arbeitsfähigen Vorstand zusammenzubekommen. Bis zur nächsten Sitzung des Erweiterten Landesvorstands in Gerbach sollen sich deshalb die Mitglieder Gedanken machen, ob es Sinn macht Kreisgruppen zusammenzulegen. Vorschläge wie eine Fusion aussehen könnte sollen bis drei Wochen vor der Sitzung in Gerbach beim Landesvorsitzenden und dem Landesgeschäftsführer eingereicht werden. Auch über die mögliche Auflösung von Reservistenkameradschaften muss beraten werden, da es immer weniger Mitglieder gibt, die zur Übernahme eines Mandats bereit sind.

Der Landesvorsitzende, Oberst d. R. Täubert bei seinem Bericht mit Licht und Schatten über die Situation der Landesgruppe Rheinland-Pfalz.

 

Was die Bundesebene angeht, ist laut Täubert die Prüfung der Finanzen auf einem guten Weg, aber noch nicht abgeschlossen. Das Erweiterte Präsidium hatte Ende November in Bonn nach dem Rücktritt von Ralf Bodamer einen neuen Vizepräsidenten für Betreuung und Fürsorge zu wählen. Gewählt wurde Oberst d. R. Dr. Klemens Brosig (bis vor kurzem Landesvorsitzender in Bayern).

Eingaben zu Satzungsänderungen müssen bis 31.03.2023 der Prüfungskommission vorgelegt werden, die nächste EP findet erst im April statt, also nach der Einreichungsfrist. Der Delegiertenschlüssel für die Bundesdelegiertenversammlung Anfang September 2023 in Fulda wurde auf einen Delegierten pro 800 Mitglieder der jeweiligen Landesgruppen (plus den Vorsitzenden der Landesgruppe) festgelegt. Bei knapp über 6000 Mitgliedern in Rheinland-Pfalz stellt RLP also 8 Delegierte.

Die Heimatschutzregimenter Bayern und Nordrhein-Westfalen sind aufgestellt, als nächstes soll Niedersachsen folgen. Zuständig für die Landesregimenter ist das Territoriale Führungskommando der BW und nicht die Streitkräftebasis. Die Grundbeorderung beim Heer lässt noch zu wünschen übrig, der Anlauf gestaltet sich sehr zäh. Die Beschaffung der Ausrüstung geht bei der Bundeswehr nur schleppend voran, für Reservisten wird wohl nicht mehr viel übrigbleiben.

V.l. Oberst d.R. Joachim Knoll und Oberst a. D. Joachim Sanden

Besonders begrüßt wurde vom Landesvorsitzenden Täubert der neue Beauftragte für die Zusammenarbeit der Landesgruppe mit FüSK III 4 BMVg und dem Kompetenzzentrum für Reservistenangelegenheiten der Bundeswehr, Oberst d.R. Joachim Knoll und Oberst a.D. Joachim Sanden, der Ehrenvorsitzende der Landesgruppe und Vizepräsident für Sicherheitspolitik im Präsidium des Reservistenverbandes, der nach langer Krankheit wieder an der Sitzung teilnehmen konnte.

Bericht des Landesgeschäftsführers

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zu Neuigkeiten beim hauptamtlichen Personal berichtet Landesgeschäftsführer Jens Mansmann

Die Stelle der Bürosachbearbeiterin in Zweibrücken ist nach der Pensionierung von Frau Romy Bellaire seit 01.12.2022 mit Frau Ramona Ernst wiederbesetzt. Jens Mansmann stellt die geplanten DVag`s und VVag´s den tatsächlich durchgeführten Veranstaltungen gegenüber. Nach einem starken Rückgang in den Pandemiejahren hat sich die Zahl der ausgefallenen Veranstaltungen 2022 wieder auf ein Normalmaß von 15 Prozent reduziert.

Die Wirtschaftlichkeit der BuRes Arbeit wird weiter geprüft, ein Ergebnis ist Mitte 2023 zu erwarten. Auf Landesebene wird weiter nach einem Beauftragten PSKH gesucht. Vom 11. – 16.12.2022 findet in Sonthofen eine Einweisungslehrgang in die ResArbeit statt. An diesem Lehrgang nehmen Frau Schäfer, Herr Wolk und Herr Kaufmann teil. Die Landesgeschäftsstelle hat weiterhin große Probleme mit den verschiedenen Verwaltungsprogrammen, die unter anderem für die Mitgliederverwaltung und den Beitragseinzug genutzt werden müssen.
Das Thema RK 99 wurde heftig diskutiert, Ziel ist es die RK 99 bis zur nächsten erweiterten Sitzung in jeder Kreisgruppe auf 75% des heutigen Standes zu reduzieren. Es gehen zurzeit im Mittel der letzten Jahre ca. 8.500 € des Beitragsrückflusses im Land auf die Konten der RK 99, anteilmäßig der Anzahl der Mitglieder der einzelnen Kreisgruppen. Dieser Zustand könnte Probleme bei Haushaltsprüfungen nach sich ziehen. Fakt ist, dass jedes Mitglied des Verbands entweder das aktive oder passive Wahlrecht hat, bei Mitgliedern der RK 99 ist dies nicht gegeben, was unserer heutigen Satzung nicht entspricht.

 

Wichtige Termine

Eine „Leuchtturmveranstaltung“ soll der Jahresempfang der Landesgruppe Rheinland-Pfalz am 11. März in der Stadthalle von Kirchheimbolanden werden. Eingeladen werden jeweils drei Mitglieder der sieben Kreisvorstände, die Vorsitzenden aller 114 Reservistenkameradschaften und der 26 Reservistenarbeitsgemeinschaften, alle Landräte, die Führung des Landeskommandos RLP, die Vorsitzenden der Fraktionen im Landtag und Mitglieder der Landesregierung lauf einer von Jürgen Lemke zu erstellenden Liste. Der Reservistenmusikzug Trier wird aufspielen. Im Mittelpunkt steht eine Ansprache des Stellvertretenden Generalinspekteurs Markus Laubenthal. Das Catering wird vergeben, sobald der offizielle Vertrag mit der Stadthalle steht.

Die für den 14./15. Mai geplante Mandatsträgerschulung in Kaiserslautern muss wegen eines Spiels des 1. FCK an diesem Wochenende verlegt werden. Ein anderer Termin oder ein anderer Austragungsort gefunden werden, damit die Schulung nicht ausfallen muss.

Die Landesdelegiertenversammlung soll am 23.09.2023 in Koblenz stattfinden.

Die nächste Sitzung des Erweiterten Landesvorstands findet wahrscheinlich am 25.03.2023 in Gerbach statt.

Weiterbildungen für Leiter beim Handwaffenschiessen finden am 28.01. und 07.10.2023 statt.

 



 

 

 

 

 

 

 

 

Vom Landesvorsitzenden Täubert (2.v.r.) und dem für Ehrungen zuständigen Landesschatzmeister StFw d.R. Walter Bauer (links) wurden zwei verdiente Reservisten geehrt: Der Vorsitzende der Kreisgruppe Westpfalz, Fw d.R. Armin Weisenstein (2.v.l.), erhielt die Ehrennadel des VdRBw in Gold. Der Stellv. Vorsitzende der Kreisgruppe Koblenz- Mosel-Ahr, OM d.R. Peter Beisicht (rechts) wurde mit der Ehrennadel des VdRBw in Silber ausgezeichnet.

Nur geringer Rückgang der Mitglieder im abgelaufenen Jahr.

Landesschatzmeister Walter Bauer stellte die Mitglieder- und Finanzentwicklung der Landesgruppe vor. Anfang Dezember hatte die Landesgruppe RLP 6.148 Mitglieder. Zwei Faktoren beeinflussen die Entwicklung: Der Verband ist überaltert – mit der Folge, dass zwar nur wenige Mitglieder austreten, aber viele Mitglieder sterben. Außerdem ist die Nachwuchswerbung seit dem Aussetzen der Wehrpflicht 2011 erheblich schwerer geworden und jüngere Mitglieder kaum noch zu bekommen.

Im abgelaufenen Jahr hat der Landesschatzmeister den Beitragsrückfluss an die Kreisgruppen zur Weitergabe an die Reservistenkameradschaften ausgezahlt. Walter Bauer stellt unmissverständlich klar, dass drei Voraussetzungen für die Weiterleitung der Beitragsrückflüsse von den Kreisgruppen an die Reservistenkameradschaften vorliegen müssen: Das Konto einer RK muss nach den Bestimmungen der Finanzordnung angelegt sein. Die RK muss einen Vorstand nach unserer Wahl- und Delegiertenordnung installiert haben. Und es wird ein Revisionsbericht, ohne gravierende Beanstandungen für das abgelaufene Jahr benötigt. Fehlt einer dieser drei Punkte, gibt es keinen Beitragsrückfluss.

 

Die Lage an der Basis – Berichte aus den Kreisgruppen

Für die Kreisgruppe Westpfalz berichtet Armin Weisenstein zum Stand der Organisation für den Sommerbiathlon 2023. Ein erstes Treffen zum Sommerbiathlon findet mit Volker Paul, Karl-Heinz Wolk, Stabsfeldwebel Kehm, Simone Schäfer, Walter Bauer und Armin Weisenstein in einer der ersten beiden Wochen im Januar, im Pfalzkasino in Germersheim statt.

Georg Schwendemann berichtet über die in der Kreisgruppe Eifel stattgefundenen Veranstaltungen in 2022 und über die Planung für 2023. Im Mittelpunkt steht das 50jährige Jubiläum der Kreisgruppe, dass am 20. August 2023 im Kloster Himmerod in der Eifel begangen werden soll.

Dunkle Wolken hängen über der Kreisgruppe Koblenz-Mosel-Ahr: Peter Beisicht
(erster Stellvertreter des Kreisvorsitzenden Safranski) Peter Beisicht berichtet, dass sein Kreisvorsitzender zurückgetreten und der Schriftführer seit Monaten nicht mehr erreichbar ist. Offenbar ist derzeit niemand bereit, im Kreisvorstand Verantwortung zu übernehmen. Neuwahlen sollen in einer Kreisdelegiertenversammlung am 9. März stattfinden.

Volker Paul berichtet über die Geschehnisse in der Kreisgruppe Vorderpfalz, wo in 2022 Teilnehmer und der Feldwebel für Reservistenangelegenheiten ein Schießen ausfallen lassen mussten, weil der Schießbahnwärter nicht aufzutreiben war. Er stellte die Planung 2023 vor mit dem Schwerpunkt IGF/KLF vor. Die Vorderpfalz will eine eigene Wettkampfmannschaft aufbauen. 2023 soll von der Kreisgruppe auch eine Tagesfahrt durchgeführt werden. Bemerkenswert ist die Rekordsumme von knapp 11.000 Euro, die allein von der RK Landau im abgelaufenen Jahr für die Kriegsgräberfürsorge gesammelt wurde. Der Landesvorsitzende spricht noch einmal das ausgefallene Schießen am 05.11. in der Vorderpfalz an. Er bemängelt, dass bei einigen Veranstaltungen, die er besucht hat, das vorhandene Equipment der Kreisgruppe (von der Lautsprecheranlage hin zur Leinwand usw.) nicht genutzt wurde. Bei zwei Sicherheitspolitischen Seminaren waren die Zuhörer überfordert, weil Bild und Ton bei den Vorträgen mangelhaft waren. Wenn die Kreisgruppen schon Geld in Beamer und Mikrophone investieren, sollten sie diese auch nutzen, statt sich auf die lokal vorhandenen Anlagen zu verlassen.

Medien und Internet

Der Landesbeauftragte für das Internet Jürgen Metzger berichtet, er plane ein Seminar zur Weiterbildung der Kreisinternetbeauftragten. Von der Bundesseite wurde zudem angeregt, dass in jeder Landesgruppe ein Beauftragter für die sozialen Medien installiert wird. Der Pressebeauftragte Michael Sauer schlägt vor, dass Jürgen Metzger dies in Personalunion mitmacht. Michael Sauer spricht die gute und enge Zusammenarbeit mit Jürgen Metzger an. Er legt noch einmal jedem Mandatsträger die Taschenkarte für die Pressearbeit ans Herz, wo allgemeinverständlich erklärt wird, was für einen guten Bericht notwendig ist.

Verschiedenes:

Der Ehrenvorsitzende der Landesgruppe, Oberst a. D. Joachim Sanden bedankt sich für die gute und freundliche Aufnahme in diesem Kreis nach seiner krankheits-bedingten Abwesenheit.

Das Gespräch zur Grundbeorderung von Soldaten sollte ein halbes Jahr vor der Entlassung stattfinden und nicht erst ein paar Tage vor der Entlassung.
Ebenfalls wurde angesprochen, dass es ungünstig ist, wenn in der Woche vor der Entlassung alle Verbände gemeinsam um die „Abgänger“ buhlen.

Volker Paul stellt die Frage in den Raum, ob es nicht mehr möglich ist, ein Schießen für Ausländische Streitkräfte durchzuführen.

Georg Schwendemann regt an, mit den Sitzungen des Erw. Landesvorstandes in die verschiedenen Kreisgruppen – also auch in die Eifel oder in den Westerwald – zu gehen.  Das würde allerdings mehr Aufwand für Reisekosten bedeuten.

Text: Michael Sauer / Armin Weisenstein
Fotos: Michael Sauer

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