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„Wir machen es einfach gemeinsam“




Ziel erreicht bei der ersten zivil-militärischen Katastrophenschutzübung seit zehn Jahren, die in dieser Größenordnung Landkreise und Dienststellen des Landes Rheinland-Pfalz eingebunden hat.

Konzentriert und mit großem Engagement bewältigten vom 20. bis zum 21. September 2013 die etwa 500 eingesetzten Kräfte die Anforderungen, die die simulierte Hochwasserlage mit Rekordpegelständen in Ludwigshafen mit sich brachte. Ein Gefahrgutunfall verschärfte dazu noch die Situation. Geübt wurden Abläufe und Zusammenarbeit der verschiedenen Organisationen, eine für den Ernstfall unerlässliche Voraussetzung: „Man muss sich kennen und eine Umgebung schaffen, in der verschiedene Hilfskräfte aus ganz Rheinland-Pfalz lernen, gemeinsam zu arbeiten“, so Oberst Rolf Stichling, Kommandeur des Landeskommandos Rheinland-Pfalz. „Wir machen es einfach gemeinsam“ – und es funktionierte.

Die simulierte Realität

Im Lagezentrum der Landesfeuerwehrschule Koblenz setzten sich in unterschiedlichen Bedienerzellen Mitarbeiter des zivilen Katastrophenschutzes und Soldaten mit der Situation auseinander: Ludwigshafen ist überflutet, die Stadt muss evakuiert werden, taktische und logistische Entscheidungen sind zu treffen und zu organisieren. Abgebildet wird das Szenar mithilfe von Computersimulationsprogrammen. „Alles läuft in Echtzeit ab, es wird wenig Künstlichkeit abgebildet. Auf dem Monitor sieht man sofort, wenn etwas schief läuft, sich beispielsweise ein Fahrzeug verfährt“, erklärt Stabsfeldwebel der Reserve Alfred Lackner vom Kreisverbindungskommando Donnersbergkreis. Er ist bereits zum vierten Mal bei einer simulationsgestützten Rahmenübung (SIRA) dabei. Auch für ihn sind Kommunikation und Miteinander die wichtigsten Übungsziele: „Die gegenseitige Akzeptanz wächst von Übung zu Übung, man kennt die entscheidenden Personen auch im Ernstfall.“ Genauso sieht es Peter Friedrich im Einsatzstab Ludwigshafen, Leiter der dortigen Feuerwehr: „Es läuft wie immer super mit der Bundeswehr, die hervorragende Zusammenarbeit ist seit Jahren gewachsen.“

Zufriedenheit auf Landesebene

„Ich kann mit dem sicheren Gefühl hier herausgehen, dass sich die Menschen bei Ihnen in besten Händen befinden“, kommentierte Heike Raab, Staatssekretärin und Leiterin des Krisenstabs im Rheinland-Pfälzischen Innenministerium, die Situation. Bei einem Rundgang informierte sie sich über den Ablauf und die Aufgabenbereiche der eingesetzten Kräfte. Die Staatssekretärin bedauerte es sehr, dass sich die Bundeswehr in einigen Teilen des Bundeslandes zurückziehen müsse. Daher sei diese Übung auch wichtig, um sich nach der Strukturreform der Streitkräfte auf die veränderte Personallage einstellen zu können. Ihren ausdrücklichen Dank richtete sie an die circa 130 beteiligten Reservisten. Es sei eine große Beruhigung, dieses tolle Engagement und die gute Zusammenarbeit zu erleben.

Für den Ernstfall gut gerüstet

Die Lage ist unter Kontrolle. Nach 26 Stunden endete für die Einsatzkräfte die Übung mit dem Bewusstsein, die gewonnenen Erkenntnisse auch im Ernstfall einbringen zu können. „Allein das Reden miteinander führt zu neuen Ideen und der größte Lernerfolg tritt bereits in der Vorbereitung ein“, resümierte Oberst Rolf Stichling. Landesfeuerwehrinspekteur und Übungsleiter Hans-Peter Plattner würdigte noch einmal die überwiegend ehrenamtliche Mitarbeit der Einsatzkräfte sowie die hohe Professionalität: „Die Übung ‚Starke Nachbarn‘ hat nach Art und Umfang bei der Zivil-Militärischen Zusammenarbeit neue Maßstäbe gesetzt.“

Quelle: LKdo RP
Text: Irene Rech-Thimm/LKdo RP
Fotos: Pascal Rojahn/LKdo RP

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