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Das Mahnmal im Fockenbachtal




Reservisten aus dem Westerwald kümmern sich seit 45 Jahren um die Pflege

Wenige Wochen vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs erhielt der Oberfeldwebel Friedrich Bruchlos den Auftrag, mit dem damals modernsten zweistrahligen Bomber ARADO 234 B2 („Blitz“) die zwei Tage vorher von den Amerikanern eroberte Rheinbrücke bei Remagen zu zerstören. Er geriet in starkes Abwehrfeuer, wurde getroffen und stürzte mit seiner Maschine, verfolgt von US-Jagdmaschinen in der Nähe von Niederbreitbach im Westerwald ab.  Seitdem galt er als vermisst.

Erst 30 Jahre später fand ein Wanderer zufällig Wrackteile im Fockenbachtal, was dann zur Bergung der Überreste des Bombers und zur Klärung des Schicksals des Piloten führte. Seit damals erinnert ein Mahnmal an den Absturz. Seitdem hat sich Stabsbootsmann d.R. Wolfgang Erdmann aus Neuwied um die Pflege des Mahnmals gekümmert, gemeinsam mit seinen Kameraden von der damaligen RK Oberhonnefeld, die inzwischen in der RK Dreisbacher Land aufgegangen ist.

 

Stabsbootsmann d.R. Wolfgang Erdmann (links) beim Ausbessern des Informationskastens neben dem Mahnmal im Fockenbachtal, zusammen mit dem Vorsitzenden der Kreisgruppe Rhein-Lahn-Westerwald, Stabsfeldwebel d. R. Klaus Grollius. Der Kasten hängt an einer Linde, die neben dem Mahnmal 1985 im Beisein von Friedrich Wilhelm Fürst zu Wied und noch lebenden Mitgliedern des damaligen Kampfgeschwaders 76 gepflanzt wurde.
Foto: W. Erdmann

 

Wolfgang Erdmann (links), Mitglied im Reservistenverband seit 1970, war schon 1975 bei der Bergung des Bombers und seines Piloten dabei. Hier werden die Reste des Bremsfallschirms des abgestürzten Bombers entwirrt.

 

Damit es nicht Beifall von der falschen Seite gibt: Die Reservisten von der RK Dreisbacher Land betreiben im Fockenbachtal keine Glorifizierung von Kriegshelden. Die Tafel sagt unmissverständlich: „Das Mahnmal …. soll Mahnung für alle sein, dass sich ein solches verbrecherisches und menschenverachtendes Regime, wie es zur Zeit des Absturzes noch bestand, nicht wiederholen darf.“ Die nächste Kranzniederlegung soll am Volkstrauertag erfolgen.

 

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