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Wingertsmarsch im goldenen Oktober




Unter den Teilnehmern warfen auch zwei Reservistinnen, die durchaus mit den Männern mithalten konnten, hier im Vordergrund Schütze (weibl.) Susanne Winter von der RK Ludwigshafen Süd, die erst vor wenigen Wochen dem Reservistenverband beigetreten ist.

Reservisten zeigten Topkondition und Corona-Disziplin beim Leistungsmarsch in Bad Dürkheim

Warum berichten wir hier so ausführlich über einen Marsch mit gerade mal 20 Teilnehmern?

Weil es die letzte Veranstaltung der Reservisten in Rheinland-Pfalz war, bevor Landeskommando und Landesvorstand wegen des Anstiegs der Corona-Infektionen zunächst einmal für fünf Wochen alle Aktivitäten auf Eis gelegt haben. Und weil noch nicht sicher ist, ob das schon im Dezember wieder hochgefahren werden kann. Weil 20 Marschierende, darunter zwei Reservistinnen, bei der fünften Auflage des Marsches einen neuen Rekord darstellen. Und weil unter Corona-Bedingungen ein größerer Teilnehmerkreis ohnehin riskant gewesen wäre.

Goldenes Oktoberwetter und keine besonderen Vorkommnisse

Bei der Einweisung in die Marschstrecke vor dem Heim der RK Bad Dürkheim im alten Stellwerk neben dem Bahnhof sah alles noch nach einem verregneten Tag aus. Aber pünktlich zum Start um 10.00 Uhr rissen die Wolken auf. Und die Fotos zeigen das goldene Oktoberwetter, das die Stimmung der Marschierenden kräftig aufhellte. Bad Dürkheim verfügt über 855 Hektar Rebanbaufläche unmittelbar neben der Stadt, das sind ungefähr 1200 Fußballfelder. Da bot sich an, statt eines einfachen Leistungsmarsches einen „Wingertsmarsch“ anzubieten. Die Wettkämpfer*innen konnten sich zwischen drei Streckenlängen entscheiden – 6, 9 und 12 Kilometer. Der Erste Marschierer über die Kurzstrecke war nach 48 Minuten wieder am Vereinsheim angelangt und hatte die letzten Meter im Laufschritt zurückgelegt. Und das mit 15 Kilogramm Gepäck auf dem Rücken.

Die (per E-Bike) mobilen Streckenposten mussten nicht eingreifen – alle Frauen und Männer am Start erreichten auch das Ziel und blieben dabei unter der Zeit, der sich auch die aktive Truppe stellen muss, ungeachtet des Durchschnittalters von 42 Jahren. Die beiden ältesten Teilnehmer standen im 60. Lebensjahr, der Jüngste war 30 Jahre alt. Unter den Teilnehmern waren Beorderte der RSU-Kompanie RLP wie auch Reservisten, die die Ausbildung Ungedienter durchlaufen hatten. Die Dienstgrade reichten vom Schützen bzw. Grenadier bis zum Oberstleutnant.

 

Immer noch gut zu Fuß: Mit demnächst 60 Jahren war Kreiskassenwart Uwe Meyer von der RK Ordenswald ältester Teilnehmer. Der ehemalige NVA-Hauptmann ist Reservist der Bundeswehr mit dem Dienstgrad Panzergrenadier d. R.

 

Bemerkenswert war das Marschtempo der Besten auf der längsten Distanz von 12 Kilometern. Der Schnellste war früher im Ziel als viele Reservisten, die nur 9 km zu bewältigen hatten. Ein Kamerad startete außer Konkurrenz, weil ohne Gepäck, hatte aber auf der Strecke seinen Schäferhund dabei, dem der lange Samstagsspaziergang offenbar großen Spaß bereitete.

Gegen 12 Uhr waren auch die letzten Teilnehmer im Ziel und blieben alle im Zeitlimit für die Urkunden. 13mal wurde Gold vergeben, viermal Silber und zweimal Bronze.

 

Hauptmann d. R. Peter Merckel, der Vorsitzende der gastgebenden Reservistenkameradschaft Bad Dürkheim bei der Verteilung der Urkunden, dahinter die Kreisorganisationsleiterin Annette Albrecht . Merckel hob hervor, dass alle im Zeitlimit blieben, obwohl es keinen Zeitbonus für die Älteren gab. Drei Umstände hätten den Marsch unter Corona-Bedingungen möglichgemacht: Die hohe Motivation, eine solche Veranstaltung anzubieten, die kameradschaftliche Zusammenarbeit bei Planung und Umsetzung und die disziplinierte Einhaltung der Corona-Auflagen.

 

Viele Teilnehmer legten Teile der Marschstrecke im Laufschritt zurück.

 

Verabschiedet wurden die Wingertsmarschierer vom Vorsitzenden der Kreisgruppe Vorderpfalz, Oberleutnant d.R. Stefan Nitsche und von der Kreisorganisationsleiterin Annette Albrecht. Beide bedankten sich bei den Aktiven wie auch bei den Helfern für die gezeigte Disziplin und Einhaltung der Corona Auflagen und lobten die sportliche Fitness.

Nach diesem spannenden Vormittag in Bad Dürkheim stehen die Chancen gut, dass es 2021 eine neue Auflage des Wingertsmarsches gibt. Da es erkennbar allen Spaß gemacht hat, ist auch die Chance groß, dass schon wegen der Mundpropanda nächstes Jahr ein neuer Teilnehmerrekord aufgestellt wird.

 

Immer wieder wurden Teilstrecken im Laufschritt zurückgelegt. Den Teilnehmern machte es trotz aller Anstrengung sichtlich Spaß, in dieser Landschaft zu marschieren!

 

Text:      Michael Sauer
Fotos:   Andrea Nitsche / M. Sauer

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