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BEITRAG ZUR SICHERHEITSPOLITIK – GEPLANTE ENTWICKLUNG DER BUNDESWEHR ZUM THEMA HEIMATSCHUTZ –




Liebe Kameraden,
da ich keine wissenschaftliche Arbeit erstellt habe, sondern dies eher als journalistische Beiträge betrachte, haben die Papiere natürlich keinen wissenschaftlichen Apparat.
Ich stehe aber gerne für direkte Rücksprache zur Verfügung und kann auch gerne  Materialsammlungen als DVD zur Verfügung stellen.
Die Strategie der Reserve vom stv. GI Laubenthal habe ich auch angehängt,
Ansonsten kann auch bei www.bahnjdbund.de und www.bw-duelmen.de manche Information gefunden werden.
Ich hoffe, das sich  die Stellen im Text, die erst einmal nur Vermutungen sind, auch deutlich markiert habe.
Es geht ja um die Frage, ob als dritte Brigade der Division 2027 im Rahmen der 10.Panzerdivision die Gebirgsbrigade 23 oder Panzerbrigade 21 in Frage kommt. Da habe ich natürlich erst einmal gemutmaßt.
Auch die Überlegungen zur Artillerie halte ich für nachvollziehbar, da die Aufstellung von Brigade-, Divisions- und Korpsartillerie in Bataillonsstärke eine Illusion sein muss.
Die Planer im BMVG werden sich da immer etwas bedeckt halten.
Zuerst stütze ich mich auf eigene Aufzeichnungen aus verschiedensten Quellen, die von mir seit 1980 fortgeschrieben werden und die Strukturveränderungen dokumentieren.
Ich war auch bei drei Vortragsveranstaltungen mit General Bühler zugegen, der die Planungen des Fähigkeitsprofils in seiner früheren Funktion als Planungschef im BMVg vorbereitet hatte.
Aktuelle Grafiken  über das Heer nach 2011 waren auch schon mal in Loyal abgedruckt.
Ich habe den aktuellen Sachstand in der Grafik Heer 2020.* dokumentiert (s.Anhang). Insgesamt empfiehlt es sich auch hier das unten genannte Handbuch aus dem CPM-Verlag
Als wichtige Quelle über den aktuellen Entwicklungsfortschritt der Bw nutze ich sehr gern den Hardthöherkurier. Mit einem der Redakteure Oberst a.D. Friedrich Jeschonnek stehe ich in regelmäßigen Kontakt
In Sachen Logistik und Ausrüstung bin ich als Mitglied im Blauen Bund über unsere Mitgliederzeitschrift auch einigermaßen über die Entwicklungen informiert.
Die Aussagen zur Lutwaffe beruhen auf persönlichen Informationen.
In meiner Datei Heer im Wandel auf www.bw-duelmen.de sind unten im Anhangdieser Mail  Info zu den RSU-Kompanien und Ergänzungstruppenteilen aufgelistet.
Der Entwicklungsprozess in der Bundeswehr seit 1991 wird sehr gut dokumentiert durch die verschiedenen Auflagen des Taschenbuchs Deutsche Bundeswehr von „communication presse marketing“, Sankt Augustin, zuletzt Folge 5, Jg. 2015 (Redakteur W. Flume) http://www.cpm-st-augustin.de/aktuelles/ Dort ua. Information über Gliederungen und Ergänzungstruppeneteile, die aber von mir regelmäßig in Zeitschriften wie Loyal oder Hardthöhemkurier geprüft werden
Auch Texte aus der alternativen Ecke sind manchmal ganz hilfreich. s. im Anhang Kirsch
Für die Informationen zum aktuellen Stand der vier Artillerienataillone habe ich  Wikipedia genutzt, sie aber wie beschrieben durch die aktuelle Webseite der Bw, überprüft- Leider gibt es dort nur Angaben über die Zahl der Batterien, nicht aber über deren Art. Da war die Bw-Seite früherer Versionen aufschlussreicher. Auch hier sind aber ergänzende Info aus dem Harthöhenkurier und eigene Beobachtungen in Munster im März 2020 als Korrektiv eingesetzt. Ich habe also keine Truppenteile und deren Ausrüstung erfunden.
Sehr interessant war jüngst Loyal 12/2020 im Forum Reserve über Umsetzung der Planungen in den Jahren 2023-2031, S.44.-45
-Soldat und Technik 8/2019 berichetete schon früher über die Division 2027
– Reden der Heeresinspekteure Vollmer und Mais habe ich angehängt. Vor allem der Beitrag von Mais mit der Forderung nach angemessener Ausstattung von fünf Panzergrenadierbataillonen und drei Jägerbataillonen lässt Rückschlüsse zu.
-Das Fähigkeitsprofil von 2018 für 2031 dürfte noch auf der Webseite Bw abzurufen sein. Aus einem durchgesickerten Dokument für Frontal 21 war im Fernsehen im Mai 2017 kurz eine Grafikentwurf  über die Planungen nach dem „Bühlerplan“ von 2017 zu sehen., die gut mit den neueren Entwicklungen abgeglichen werden kann. Siehe Anhang „Modell Heer Rahmennation.*“. Es ist aber eineaus dem TV-Bild abgeleitete Eigenbaugrafik, nicht offiziell! Sie deckt sich auch nicht ganz mit meinen neueren Ausführungen. GbBrig 23 als Teil der 10. Division. Anstelle der Brig D/ ein neuer mechanisierter Verband zusammen mit der Luftlandebrigade  unter dem Dach einer gekürzten Division.
Hier noch Auszug aus dem Anhang meiner Datei „Heer im Wandel“ ( http://bw-duelmen.de/data/documents/Heer-im-Wandel-8-16-.pdf)
Typ 1 mit aktiven Teilen:
-Panzerbataillon 414 Munster ,    wurde bis 2016 zu einem aktiven Verband in Loheide (Bergen) mit einer niederländischen Kompanie ausgebaut und der PzGrenBrig 43 (NL) unterstellt.
-Gebirgspanzerbataillon 8 Pfreimd,     1. und 2.Kp nicht aktiv in Pfreimd, die 3. Kp aktiv in Pfreimd und 4.Kp aktiv. in Bad Frankenhausen wurden zur Aufstellung des sechsten Panzerbataillons 363 in Hardheim vewendet.
In einem Beitrag des Freundeskreises der Offiziere Panzertruppe war aber von der Aufstellung eines siebten Panzerbataillons die Rede. Meine Annahme ist, dass das Gebirgspanzerbataillon 8 wieder aufgestockt wird. -Beim Panzerbataillon 203 in Augustdorf wurde Anfang 2020  eine Ergänzungskompanie aufgestellt, was es so bisher noch nicht gab.
-Pionierbataillon 901 Havelberg,    u.a. eine Schwimmbrückenkompanie 3./PiBtl 901 mit Faltschwimmbrückengerät in Havelberg, eine amphibische Kompanie 4./PiBtl 901 mit M3-Gerät in Minden und eine Baumaschinenkompanie 5./PiBtl 901 in Bogen In Minden wird das Pionierbataillon 130 als deutsch-britischer Verband wieder seine alte Brückenpionierrolle übernehmen. Dafür entsteht ein neues Panzerpionierbataillon 90 für die Panzerlehrbrigade 90.
Typ 2 nicht aktiv:
Panzergrenadierbataillon 908 Viereck
Panzergrenadierbataillon 909 Marienberg
Jägerbataillon 921         Schwarzenborn
Pionierbataillon 905         Ingolstadt (1.- 2.Kp Ingolstadt, 3.Kp Holzminden, 4.Kp Gera, alle nicht aktiv)
Unterstützungsbataillon Einsatz 1 Oldenburg
Unterstützungsbataillon Einsatz 10 Veitshöchheim
4./Pionierbataillon 803     Havelberg
4./Pionierbataillon 130     Minden
4./Pionierbataillon 4         Bogen
5./Aufklärungsbataillon L 3     Lüneburg
5./Aufklärungsbataillon 13     Gotha
5./Aufklärungsbataillon 230     Füssen
6./Gebirgsjägerbataillon 231     Bad Reichenhall
6./Gebirgsjägerbataillon 232     Bischofswiesen
6./Gebirgsjägerbataillon 233     Mittenwald
6./Artilleriebataillon L 325     Munster
7./Artilleriebataillon 345     Idar-Oberstein
6./Artilleriebataillon 131     Weiden
11.*/Fallschirmjägerregiment 31     Seedorf     * imWeb-Auftritt 10.Kp
9.*/Fallschirmjägerregiment 26     Zweibrücken     * imWeb-Auftritt 10.Kp
5./Versorgungsbataillon 7     Ahlen
5./Versorgungsbataillon 131     Bad Frankenhausen
5./Versorgungsbataillon 142     Hagenow(Transportkompanie, nicht aktiv)
5./Gebirgsversorgungsbataillon 8     Füssen
Nicht aktive Ergänzungstruppenteile der Streitkräftebasis
ABC-Abwehrbataillon 906 Höxter**
ABC-Abwehrbataillon 907 Bruchsal**
ABC-Abwehrkompanie 954 Höxter**
ABC-Abwehrkompanie 955 Bruchsal**    ** werden in den drei geplanten ABCAbwRegimentern aufgehen.
Drei Feldjägerkompanien
Liste der aufgestellten Kompanien im Rahmen der
Regionalen Sicherungs- und Unterstützungskräfte
„Holstein“ (Husum)
„Schleswig“ (Eutin)
„Hamburg“
„Bremen“
„Nordheide“ (Lüneburg)
„Solling“ (Holzminden)
„Mecklenburg-Vorpommern“(Parow)
„Brandenburg“ (Potsdam)
„Berlin“
„Westfalen“(Ahlen)
„Ruhrgebiet“(Unna)
„Rheinland“(Düsseldorf)
„Nordhessen“ (Frankenberg)
„Südhessen“(Rennerod)
„Sachsen-Anhalt“(Magdeburg)
„Thüringen“ (Erfurt)
„Sachsen“(Dresden)
„Rheinland-Pfalz“(Mainz)
„Saarland“ (Saarlouis)
„Odenwald“(Walldürn)
„Mittelfranken“(Würzburg)
„Oberfranken“ (Bayreuth)
„Mittelfranken“(Nürnberg)
„Oberpfalz“ (Kümmersbruck)
„Niederbayern“(Bogen)
„Oberrhein“(Bruchsal)
„Schwäbische Alb“(Stetten)
„Schwaben“(Kleinaitingen)
„Oberbayern“(Murnau)
Die Liste enthält 29 Kompanien. In anderen Quellen ist aber auch von 30 die Rede.
Die Aufstellungen orientieren sich nicht an taktischen Bedürfnissen, sondern am Reservistenaufkommen in den Regionen. In Bayern waren unterhalb des Landeskommandos noch zwei Regionalstäbe im Norden und Süden zur Führung vorgesehen. Hier läuft jetzt das Pilotprojket Landesregiment mit drei RSU-Kompanien im Norden Bayerns Die Führung einer RSU-Kompanie durch einen Oberstleutnant der Reserve weicht von den klassischen Zuordnungen der Führungsleiste Kompanie zu den Dienstgraden Hauptmann oder Major ab.
Abhängig vom Reservistenaufkommen wären bei einem erfolgreichen Projket zum freiwilligen Heimntaschutz längerfristig vielleicht weitere Kompanien möglich. Ich müsste noch erwähnen, dass die geplanten, aber noch nicht entschiedenen Landesregimenter auch eine Unterstützungskompanie vorsehen. Zur Zeit sind für die Territoriale Reserve ca 8000 Posten im Plan, ca zu Hälfte für die RSU-Kräfte und 403 KVK/ 37 BVK. Das müsste mehr werden. Von den ZMZ-Stützpunkten war lange nichts mehr hören(Info im CPM.Handbuch, s.o.) . Die gehören auch zur Territorialen Reserve. Ich habe sie aber nicht mehr erwähnt.
Hier noch ein kleiner Nachtrag unabhängig von der Quellenfrage:
Im Augenblick beschäftige ich mich mit den Größenordnungen des Personalersatzes vor 1990, insbesondere mit den Wehrleit- und Ersatzbataillonen. Darüber ist wenig geschrieben worden. Ich hatte schon mal den Kameraden Döbrich vom alten VBK 33 interviewt, aber vielleicht weiß Gebhard da noch mehr? Hintergrund dieser Recherchen sind mögliche Rückschlüsse auf den Ersatzbedarf der Struktur 2032 in der BV/LV. Die heute vorhandenen Ergänzungstruppenteile, würden ja als reine personalführenden Ergänzungstruppenteile nicht merh zur Verfügung stehen wenn sie zu nicht aktiven Einsatzverbänden werden sollen.
Die aktuellen Zahlen gehen von 90.000 Reservedienstposten künftig aus, davon beansprucht das Heer 20.000. Die Territorale Reserve wird  ein wenig mehr als 8000 umfassen. SKB und San werden auch etliche Res. benötigen. Bei der Lw hängt das sehr von einer Ausweitung der Bodenorganisation ab, wo ich mal ein paar Fragezeichen anmelden würde. Wie viel Luft bleibt dann da noch für eine Reserve zur Erhänzung von Ausfällen, wenn man eine nachhaltige BV/LV als Abschreckungsfähigkeit plant? Bei meinen Recherchen zur Zeit vor 1990 bin ich auf ca, 160.0000 als reinen Personalersatz in Fers/ WltErs-Einheiten gekommen, die bei den um 1988 als Maximum erreichten V-Umfang von 1,33 Mill etwa 12 % ausgemacht hätten. Da sind die weiteren Auffüllungen nicht drin!   Würde man das auf einen künftigen Bw V-Umfang von 290.000 übertragen wären das ca 34.000 S. Alles viele Unwägbarkeiten, über die man auch nicht gerne spricht.
Mit kameradschaftlichen Grüßen
Jürgen Dreifke
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