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Gedenken an Grenzöffnung in Schmarsau




Gedenken an Grenzöffnung in Schmarsau

Bildautor: Axel Schmidt

Reservisten organisierten Treffen mit Altmark-Delegation

Schmarsau. Im Vorgriff auf die Grenzöffnung am 18. November 1989 an der heutigen Landesstraße 260 zwischen Schmarsau und Schrampe hat die Reservistenkameradschaft (RK) Lüchow unlängst eine kurze Gedenkfeier an der Landesgrenze zwischen Niedersachsen und Sachsen-Anhalt organisiert. Mit dabei waren der Arendseer Bürgermeister Norman Klebe und der stellvertretende Bürgermeister der Gemeinde Lemgow, Christian Frahm.
Der Schmarsauer Andreas Tilsner, Vorsitzender der RK Lüchow, hatte die Idee dieses Treffens gemeinsam mit Hans Thiele, Vorsitzender der RK Altmark und Landesvorsitzender des Verbands der Reservisten der Deutschen Bundeswehr in Sachsen-Anhalt, vorbereitet. Im Beisein einer ganzen Reihe von Zeitzeugen der damaligen Grenzöffnung freute sich Tilsner darüber, dass es gelungen sei, ehemalige Soldaten aus West und Ost an solch einem Anlass zusammen zu bringen. Hans Thiele erinnerte daran, wie brenzlig die Situation im November 1989 gewesen war. Damals hätten die Grenztruppen mit scharfer Munition geladene Waffen getragen. Dass damals nirgendwo an den Brennpunkten der friedlich erwirkten Wiedervereinigung kein einziger Schuss gefallen sei, sei der besonderen Besonnenheit der Uniformierten in der DDR zu verdanken. „Im schlimmsten Fall hätten ja dann sogar Verwandte auf einander schießen müssen“, gab Thiele zu bedenken.
Arendsees Bürgermeister Klebe erinnerte daran, wie froh und dankbar die Menschen für die Grenzöffnung nach Schmarsau gewesen seien. Die Autoschlange habe sich damals bis hinter Schrampe gestaut. Sie sei ein Symbol für den Wunsch nach Reisefreiheit gewesen. Die friedliche Grenzöffnung sei bislang weltweit einmalig, gerade wenn man an die aktuell geteilten Staaten Koreas denke. Lemgows stellvertretender Ratsvorsitzender Christian Frahm wünschte sich, dass die Öffnung nach Sachsen-Anhalt so bleibe und schrittweise weiter entwickelt werde. Er sei zu Zeiten der Grenzöffnung gerade mal ein Jahr alt gewesen.
Im Anschluss an die kurze Gedenkfeier ging es ins Gasthaus „Vierländereck“ in Ziemendorf. Dort berichtete der ehemalige Förster des Reviers Planken, Ulrich Herbst aus Schletau, über seine Erlebnisse an der innerdeutschen Grenze in der Gartower Forst. Ferner schilderte ein Mitglied der RK Altmark über seinen Einsatz als Minenspezialist bei den Grenztruppen der DDR.

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