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Landesgruppe Sachsen

20-Kilometer durch die „Dübener Heide“, die es in sich hatten




Am Samstag, dem 30.04.2016 fand, nunmehr schon in der 8. Auflage, der Ausbildungsmarsch „Roitzscher Frühling“ statt, welcher von der Reservistenkameradschaft Roitzsch und von zahlreichen engagierten Helfern unterstützt, in den Wäldern der Dübener Heide ausgetragen wurde. Hinter dem romantisch anmutenden Namen steckt nichts Geringeres als ein kräftezehrender 20-Kilometer-Marsch mit mehreren Stationen, an denen Teamfähigkeit, Geschicklichkeit und Ausdauer gefragt sind. Angemeldet hatten sich 11 Mannschaften, unter denen neben den Reservisten, aktiven Soldaten, Feuerwehrleute, Kameraden der Polizei und selbst zivilen Teilnehmern auch Kameraden aus Tschechien und den USA  waren. So konnte der 8. Roitzscher Frühling über 60, darunter auch zahlreiche weibliche Teilnehmer, verbuchen.
                                                                            
Nicht nur die konspirative Seilsteg-Strecke, hatte es in sich 

In den frühen Morgenstunden startete die erste Mannschaft im Lager am Waldesrand zwischen Roitzsch und Falkenberg. Die Route verlief über Roitzsch in Richtung Neiden bis über die Elbe und zurück nach Dommitzsch. Körperlich zur Sache ging es bereits bei den ersten Stationen:
Einem anspruchsvollen Hindernisparcours, welcher auf dem Festplatz in Roitzsch aufgebaut war, folgte mitten im Wald eine von den tschechischen Kameraden aus Ústí nad Labem errichtete konspirative Seilsteg-Strecke mit allerhand Tücken, welche all unsere Erwartungen übertroffen hat.

Der Weg führte die Wettkampfteilnehmer weiter zur Station Ausbildung an Karte und Kompass. Auf dem Gelände des Schießsportclubs Neiden befand sich die Station Schießen mit Handwaffen. Nur wenige Kilometer weiter forderte ein abgestürzter Gleitschirm-Flieger das Sanitätswissen der Teilnehmer ab. Kontrolliert wurde das ganze vom DRK-Kreisverband Torgau- Oschatz. Nach dem Überqueren der Elbe, was durch den Torgauer Kanu Club ermöglicht wurde, folgte als krönender Abschluss ein echtes Highlight: Es galt die Crew eines abgestürzten Helikopters zu bergen und auch hier Erste Hilfe zu leisten. Von da an ging es per Shuttle-Bus zurück ins Lager, wo auf die Teilnehmer ein reichhaltiges Rahmenprogramm mit Musik, Pute am Spieß und internationalen Gesangskünsten wartete. So sangen die deutschen Reservisten mit ihren Kameraden aus Tschechien und den USA unter anderem das über die Grenzen hinaus bekannte „Biene Maya“ von Karel Gott.

Es ist die besondere Kameradschaftspflege, die Völkerverständigung und zivilmilitärische Zusammenarbeit, welche den „Roitzscher Frühling“ so einzigartig machen. Der Vorsitzende der Landesgruppe Sachsen,  Oberstleutnant d.R. Hans-Jürgen Domani, ließ es sich deshalb nicht nehmen, die Sieger des Wettkampfes persönlich zu ehren.
 
Titelverteidigung knapp verpasst

Nur knapp verpasste die Mannschaft der RK Roitzsch I die Titelverteidigung. Die Gastgeber  mussten sich lediglich den Debütanten vom 2. JgBtl 413 aus Torgelow geschlagen geben. Auf den dritten Rang schaffte es die tschechische Mannschaft „Aussig Lions“. Einmal mehr hat die Reservistenkameradschaft Roitzsch zusammen mit den mittlerweile eng befreundeten Kameraden aus Ústí nad Labem, einer Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit der Landespolizei Sachsen, den amerikanischen Kameraden vom 2nd Cavalry Regiment Vilseck, den Frauen und Männern der Freiwilligen Feuerwehr Roitzsch, der Reservistenkameradschaft Leipzig, des 2. JgBtl 413 aus Torgelow sowie dem Jugendclub Roitzsch bewiesen, dass eine kleine Gemeinde in Nordsachsen in der Lage ist, einen der größten Reservistenwettkämpfe des Freistaates zu organisieren und auszurichten.
 
Ohne Sponsoren nicht denkbar

Da eine derartige Veranstaltung jedoch ohne den zahlreichen Sponsoren undenkbar wäre, bedankt sich die Reservistenkameradschaft Roitzsch bei der Stadtverwaltung Torgau, den Gemeinden Dommitzsch und Trossin, dem DRK Kreisverband Torgau-Oschatz, der Agrargenossenschaft Roitzsch, der Freiwilligen Feuerwehr Roitzsch sowie den Firmen Tilo Süptitz Transporte, Zissmann Baugeräte Torgau, Marco Richter Heizungsbau, Treppenbau Stefan Oertelt, Gastroservice Lemke, Elektro Wenzel und Müller GmbH, FIBA Sanitär und Heizung, Bauservice Ricco Krause und der National Security Group aus Bad Düben für die geleistete Unterstützung.
 
Text:     Marcel Hache
Fotos:   Patrick Berthold

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